Prävention

Hautkrebs und Sonne: So schützen Sie sich

Wer vorgebräunt ist oder bei bewöktem Himmel ins Freie geht, kann auf Sonnenschutz verzichten, oder? Stimmt leider nicht. Wie Sie sich in der Sonne richtig vor Hautkrebs schützen und was es mit Sonnenschutz zum Schlucken auf sich hat, lesen Sie hier.

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1. Richtig cremen:

  • Sonnencreme schützt nicht nur vor hellem, sondern auch vor schwarzem Hautkrebs, das zeigte kürzlich eine australische Studie: Versuchspersonen, die Gesicht, Nacken und Arme konsequent jeden Tag eincremten, bekamen nur halb so oft Melanome wie eine Vergleichsgruppe, die nur "bei Bedarf" Sonnencreme verwendete. Ein hoher Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 15) in Sonnencreme oder –milch ist zwar wichtig. Doch ab Faktor 30 nimmt die Schutzwirkung nur noch sehr wenig zu (LSF 30 blockt bereits fast 97 Prozent der UV-Strahlung).
  • Chemische Lichtschutzfilter: Sie brauchen ungefähr eine halbe Stunde, bis sie wirken – deshalb schon zu Hause eincremen, nicht erst am Strand oder im Park.
  • Liposomale Mittel: Sie sind neu und lassen sich besser verteilen, dringen etwas tiefer in die Haut ein und waschen sich deshalb nicht so schnell ab.
  • Physikalische Sonnenschutzmittel: Sie schützen sofort, die meisten hinterlassen dank Nanopartikeln mittlerweile auch keinen unangenehmen weißen Film mehr auf der Haut.
  • Für alle Sonnenschutzmittel gilt: Für vollen Schutz muss man sich dick eincremen – leichte Sonnensprays bieten zumindest für Hellhäutige, Blonde oder Rothaarige nicht genug Schutz.
  • Wer viel im Wasser ist und schnorchelt, muss immer wieder nachcremen. Denn in einem Meter Wassertiefe kommt immer noch mehr als die Hälfte der UV-Strahlung an. Auch wer schon braun ist, kommt nicht ums Cremen rum. Denn selbst die intensivste Bräune entspricht maximal Lichtschutzfaktor 2.
  • "Sonnenschutz zum Schlucken": Seit einiger Zeit gibt es ein Extrakt aus dem zentralamerikanischen Farn Polypodium Leucotomos in Kaspelform. Er schützt die Hautzellen vor UV-Schäden und baut in der Haut ungefähr LSF 3 auf – zusätzlich eincremen ist also Pflicht.

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  • Text: Dr. Sabine Thor-Wiedemann