Allergie
Heuschnupfen: So geht es Ihnen schnell besser

Grüne Wiesen, Blüten am Baum - darüber freuen sich Heuschnupfen-Geplagte eher verhalten, denn gerade dann fliegen verstärkt Pollen. Was gegen Juckreiz und Niesen hilft - ein Überblick.

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  • 1. Schlafzimmer - Pollen aussperren
    Fürs Schlafzimmer gilt: Pollen müssen draußen bleiben! Deshalb sollten Sie sich vorm Schlafengehen in einem anderen Zimmer umziehen und die getragene Kleidung dort liegen lassen. Denn Pollen sind anhänglich und heften sich an Jeans und T-Shirt ebenso wie an unser Lieblingskleid.

    Das kann auch schon beim Wäschetrocknen an der frischen Luft passieren. Wer auf einen Trockenraum ausweichen kann, sollte die frisch gewaschene Wäsche daher lieber dort aufhängen.
  • 2. Lüften - eine Frage des richtigen Zeitpunkts
    Wer seiner heuschnupfen-geplagten Nase etwas Gutes tun will, hält die Fenster möglichst geschlossen und sperrt die Pollen aus. Lüften dürfen Sie natürlich trotzdem - aber am besten nur einmal täglich. Der günstigste Zeitpunkt dafür hängt davon ab, wo sie wohnen. Stadtmenschen öffnen die Fenster am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr, wenn wenig Verkehr ist. Abends gilt: Wer Heuschnupfen hat, macht die Fenster zu!

    Wer auf dem Land lebt, lüftet genau umgekehrt, nämlich abends ab 19 Uhr. Vor dem Schlafengehen das Fenster aber unbedingt wieder schließen; denn am frühen Morgen, zwischen 4 und 6, wirbelt der Wind die Pollen auf. Ein Pollenschutzgitter vorm Fenster hilft, die Pollen draußen zu halten. Allerdings dringen durch das feine Material auch etwas weniger Licht und frische Luft in die Wohnung.
  • 3. Wohnung - sauber macht beschwerdefrei
    Bei aller Vorsicht: Ganz vermeiden lässt sich leider nie, dass Pollen in die Wohnung gelangen. Deshalb: Jeden Tag die Böden wischen oder Staub saugen! Der Staubsauger sollte einen Feinstaub- oder Pollenfilter haben, sonst bleiben die Pollen nicht in dem Gerät, sondern wirbeln durch die ganze Wohnung. Auch Sofas und Sessel sollten Sie regelmäßig absaugen. Noch besser: nicht selber putzen, sondern putzen lassen!
  • 4. Ungeschminkte Tatsachen
    Die Allergie macht uns empfindlich - deshalb reizen nicht nur Pollen Nase und Augen, sondern auch andere Schadstoffe. Wer sich selbst etwas Gutes tun will, meidet deshalb Zigarettenrauch ebenso wie das Chlorwasser im Schwimmbad.

    Und auch wenn's schwer fällt: Die Augen in der Heuschnupfen-Saison lieber nicht schminken. Lidstrich, Mascara und Co. bringen die Augen ruckzuck zum Tränen. Mit Haarspray und Cremes besonders aufpassen, damit nicht versehentlich was ins Auge gelangt.
  • 5. Pollen-Auszeit im Urlaub
    Fliehen Sie vor den Pollen - in den Urlaub! Dazu müssen Sie nicht bis zum Nordpol oder in die Wüste reisen: Am Meer und in den Bergen können Sie sich eine Auszeit vom Heuschnupfen gönnen. Am Meer, weil der Wind meist übers pollenfreie Wasser kommt, in den Bergen, weil die Pollen vom Wind nicht höher als auf etwa 1600 Meter hinaufgetragen werden. Zusatz-Plus: die bessere Luft! Schließlich gibt es dort viel weniger Abgase als in der Stadt. Wir haben 9 Kurztrips für den Urlaub vom Heuschnupfen zusammengestellt - von Helgoland bis St. Moritz.
  • 6. Pollen wegschwemmen
    Was guter Schlaf und Haarewaschen miteinander zu tun haben? Mehr, als Sie vielleicht denken. Denn die Pollen setzen sich auch in den Haaren fest, gelangen beim Schlafen aufs Kissen und können Augen und Nase reizen. Wer vorm Schlafengehen seine Haare wäscht, erhöht die Chancen auf eine Nachtruhe ohne allergische Beschwerden. Gönnen Sie außerdem ihrer Nase eine Dusche - und schwemmen sie die lästigen Pollen einfach heraus.
  • 7. Schön geschützt - mit Sonnenbrille
    Beim Thema Heuschnupfen sind Brillenträgerinnen im Vorteil: Die Brille macht es den Pollen schwerer, die Augen zu erreichen. Alle anderen können sich mit einer Sonnenbrille schützen. Kontaktlinsen-Trägerinnen sollten übrigens in der Heuschnupfen-Saison lieber auf eine Brille ausweichen, da die Pollen die Augen empfindlich machen.
  • 8. Bus und Bahn fahren
    Kein bisschen Grün weit und breit zu sehen - und trotzdem: Stark befahrene Straßen sind eine Heuschnupfen-Falle. Denn Auto-Abgase machen die Pollen aggressiver. Statt zu Fuß oder mit dem Rad also lieber mit Bus, Bahn oder Auto zur Arbeit fahren.
  • 9. Im Auto - Fenster zu, Filter rein
    Beim Autofahren gilt ebenso wie in der Wohnung: Alle Fenster zu! Aber selbst wenn Sie mit geschlossenen Autofenstern unterwegs sind, können die Pollen Sie erwischen: durch die Lüftungsanlage im Auto. Dagegen helfen Pollenfilter, in vielen neuen Modellen serienmäßig eingebaut.

    Hat Ihr Auto keinen solchen Filter, können Sie nachrüsten: Die Filter gibt's für wenig Geld, etwa im Baumarkt, und für den Einbau müssen Sie nicht mal in die Werkstatt - mit ein wenig Geschick ist das in einer Viertelstunde selbst erledigt. Dran denken, den Filter regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) zu wechseln.
  • 10. Bei Regen - raus!
    Wer Heuschnupfen hat, liebt schlechtes Wetter: Denn nach mehrstündigem Regen können Pollen-Allergiker endlich mal rausgehen, ohne Triefnase und rote Augen befürchten zu müssen - der Niederschlag wirkt wie ein natürlicher Pollenfilter. Jedoch gilt: Nicht sofort bei den ersten Regentropfen nach draußen laufen. Denn die drücken erstmal Pollen aus höheren Luftschichten Richtung Boden - direkt an der heuschnupfen-geplagten Nase vorbei.
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