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Schön und jung aussehen durch Hormone?
Machen Hormone eine schöne Haut?
Ja. Denn die elastischen Fasern des Bindegewebes brauchen unter anderem Östrogen und Progesteron.
Sobald diese Hormone immer spärlicher produziert werden (in den Wechseljahren), schwinden jährlich bis zu fünf Prozent der straffenden Kollagen- und
Elastinfasern. Die Folge: Die Haut kann nicht mehr genug Wasser binden und wird knittriger.
Helfen Hormoncremes gegen Falten und Cellulite?
Zum Teil und nur mit Risiken. Es ist nicht erlaubt, Kosmetikprodukten Hormone zuzusetzen, denn die winzig kleinen Teilchen können durch die Haut in den
Körper dringen. Nur Ärzte dürfen Hormoncremes verschreiben, sie werden in der Apotheke speziell gemischt und müssen selbst bezahlt werden: Östrogene gegen
Falten, Androgene (männliche Hormone) gegen Cellulite und auch Melatonin, bei dem ein Anti-Age-Effekt bisher aber noch nicht nachgewiesen werden konnte.
Bekannte Nebenwirkungen: Wer zu Pigmentstörungen neigt, bekommt von Östrogencremes braune Flecken, besonders bei Sonneneinwirkung. Androgene können Haarausfall
und Akne verursachen. Und wie bei jeder Hormontherapie kann ein erhöhtes Krebsrisiko nicht ausgeschlossen werden.
Gibt es wirksame Anti-Age-Cremes, die unschädlich sind?
Ja, es gibt neuerdings Produkte, in denen pflanzliche Östrogene stecken ("Phytohormone"). Dazu gehören zum Beispiel Hopfen, Frauenwurzel, Wanzenkraut und Soja.
Die Wirkung der pflanzlichen Östrogene wird von Experten etwa hundertmal schwächer eingeschätzt als die der körpereigenen, und sie sollen angeblich nicht in den
Organismus eingreifen. Dass Sojacreme die Haut fester und elastischer macht, ist bereits bewiesen. Im Übrigen: Statt zu Hormonen können Sie zum Beispiel auch zu
Cremes mit Vitamin-A-Säure greifen.













