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BRIGITTE.de: Frau Smits, wenn jemand niesen muss, soll ich "Gesundheit" sagen?
Marlies Smits: Im öffentlichen Raum werden sämtliche Körpergeräusche ignoriert - auch das Niesen. Wir verzichten heute darauf, dem anderen "Gesundheit" zu wünschen, weil wir die Krankheit des anderen nicht in den Vordergrund stellen wollen.
BRIGITTE.de: Aber der andere könnte mein Schweigen als unhöflich empfinden, wenn er diese Regel nicht kennt.
Marlies Smits: Das ist in der Tat etwas zwiespältig. Denn "Gesundheit" ist ja auch ein freundlicher Wunsch, und es gibt noch immer Menschen, die nicht wissen, dass man es heute nicht mehr sagt. Wenn Sie also das Gefühl haben, der andere guckt Sie erwartungsvoll an, dann sagen Sie eben "Gesundheit". Aber in großen Besprechungen oder wenn an der Supermarktkasse die Frau vor Ihnen in der Schlange niesen muss, sagen Sie besser nichts.
BRIGITTE.de: Und wie reagiere ich, wenn mir jemand "Gesundheit" wünscht?
Marlies Smits: Dann sagen Sie kurz "danke" und fertig.
BRIGITTE.de: Muss ich mich entschuldigen, wenn ich niesen musste?
Marlies Smits: Im Zweiergespräch ist es angemessen, sich kurz zu entschuldigen - das Niesen unterbricht ja die Unterhaltung. Im Meeting übergeht man das eigene Niesen ebenso, wie es von den anderen ignoriert wird.
BRIGITTE.de: Ist es überhaupt okay, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzen?
Marlies Smits: Bei uns in Deutschland ist es nicht verpönt, sich öffentlich die Nase zu putzen. In Kanada und im asiatischen Raum zählt es aber zum absolut schlechten Benehmen. Doch auch bei uns gibt es einige Regeln, die man einhalten sollte.












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am um
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Marie
am 19.03.13 um 11:57
Und was mache ich denn nun in Kanada oder Asien, wenn die Nase läuft?
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Sandra
am 18.03.13 um 20:10
Ich mache das mit den Tempos folgendermaßen: In meiner Handtasche trage ich eine kleine Plastiktüte mit mir, so eine dünne vom Chinaimbis, eine kleine aus der Apotheke... Ich sammele diese Tüten. Da kommen die gebrauchten Tempos rein und komme ich wieder zuhause an, entsorge ich die Tüte mit Inhalt im Mülleimer mit Klappdeckel. Die Tüte wird nie ganz gefüllt, man kann sie "zuknüllen", damit sie in der Tasche nicht offen steht. Ich bin blind und mir ist es peinlich, nach dem Mülleimer zu fragen und, vor allem, mit ausgestreckten Händen und Erkältungsfahne in der Hand danach zu suchen. Außerdem habe ich gelesen, dass man sich die Armbeuge vor den Mund hält, beim Niesen (so man trocken niesen wird) und nicht in die linke Hand. Oft fasst man schließlich Gegenstände an. Telefonhörer, PC-Tastaturen. Oberste Regel: Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen. Bei uns im Team geben wir uns in der Erkältungszeit prinzipiell nicht die Hand, wir haben das abgesprochen. Viel G
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frankophile
am 18.03.13 um 17:19
Und was mache ich denn nun in Kanada oder Asien, wenn die Nase läuft? Hochziehen? Igitt!
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Sarah
am 11.03.13 um 22:11
Danke für die wertvolle Ich-Botschaft, ich werde sie vermutlich sehr bald verwenden müssen. Dass man sich heutzutage jedoch anscheinend nicht mehr "Gesundheit" wünschen sollte, finde ich schade und sogar ein wenig lächerlich. Hier sollte man sich bitte nicht an den Knigge halten.
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Brigitte.de-Team
am 08.03.13 um 09:13
Liebe LeniGold,
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LeniGold
am 05.03.13 um 19:47
Sehr geehrte Frau Smits!
mehr (6)Ganz einfach: ein Taschentuch benutzen, aber dezent. Die bei uns üblichen Papiertaschentücherpäckchen sind in Kanada sehr teuer, weil die "Issues" benutzt werden. Die sind meist etwas dicker als unsere Kosmetiktücher und stehen überall im Haus in den Boxes. Wenn man außerhalb welche braucht, steckt man sich halt einige ein
vielen Dank für Ihren Kommentar zum Thema Taschentuch-Entsorgung.
Mir ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass gebrauchte Papiertaschentücher nicht auf Stühlen, in Sofaecken oder im Ärmel geparkt werden. Da ist der Mülleimer (gern mit Deckel) die deutlich bessere Alternative. In die Toilette gehören sie nach meiner Ansicht, und da stimme ich mit den Sanitärfachleuten und Wasserwerken überein, nicht.
Ich stelle diese Frage aber gern auf meiner Facebook-Seite Benehmensberatung zur Diskussion und bin gespannt auf die Reaktion meiner Leser. Vielen Dank für diese Anregung.
Freundliche Grüße
Marlies Smits
Benehmensberatung
Sie sagen,dass Papiereimer dankbare Abnehmer für gebrauchte Taschentücher sind..Das sehe ich nicht so. Bedenkt man die oftmals stundenlang geschlossenen Räume und die Luftzirkulation -Dauerheizungseinsatz seidank- sind diese Abfalleimer "tickende Zeitbomben". Meiner Meinung nach sollte in so einem angepriesenen Knigge stehen,dass man seine gebrauchten Rotzefahnen doch bitte zum WC bringt, anstatt einen gesamten Raum zu verkeimen. Denn dieses Verhalten wäre fahrlässig und somit unhöflich.