Dass Frauenherzen und Frauenhirne anders ticken, darüber war in den letzten Jahren einiges zu lesen. Der kleine, aber medizinisch oft bedeutende Unterschied offenbart sich erst, seit Wissenschaftler gezielt danach forschen. Ihre Erkenntnisse könnten manchmal sogar Leben retten. Das zeigt sich jetzt auch bei einem anderen Thema: Allergien und Asthma.
Kleine Mädchen haben seltener Heuschnupfen als gleichaltrigen Jungs. Im Laufe des Lebens aber kehrt sich dieses Verhältnis um, wahrscheinlich, weil Östrogene die Immunabwehr stimulieren. So haben Frauen rund um ihre Menstruation häufiger mit Heuschnupfen zu kämpfen. Und wer Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden nimmt, hat ebenfalls vermehrt mit allergischen Niesanfällen oder Hautausschlägen zu tun. Einen Überblick über solche neuen, internationalen Studienergebnissen publizierte jetzt die Fachzeitschrift "Allergy" (5/2008).
Manche dieser Ergebnisse sind einfach nur interessant, andere sind in ihrer Bedeutung dramatisch. So zeigte sich zum Beispiel, dass die Zahl lebensbedrohlicher Asthma-Anfälle in der Schwangerschaft um ein Drittel steigt: Notfälle, die bei einer sorgfältigen medizinischen Betreuung der Patientinnen fast immer vermeidbar wären.












