Neulich wurde ich Zeuge eines Gesprächs unter Männern: Der eine hatte drei Kinder, der andere nur eines - gerade ein paar Monate alt. Zwei Jahre habe seine Frau jedes der Kinder gestillt, erklärte der Mehrfach-Vater - nachts sowieso und auch tagsüber nach Bedarf.
Und dann musste der Mann ein wenig lachen: Das sei für seine Frau schon ganz schön anstrengend gewesen. Immerhin betrage der Altersabstand jeweils nicht mehr als 2,5 Jahre. Aber, fügte er dann wieder ernst hinzu, der Erfolg gebe ihnen recht: Die brust-verwöhnten Sprösslinge seien so gut wie nie krank.
Davon hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört: Stillen stärkt das Immunsystem. Deswegen schützt es auch vor Allergien, und darüber hinaus noch vor Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. Außerdem macht es Kinder intelligenter und bewahrt die Mutter vor Brustkrebs. All diese Vorteile des Stillens gelten als wissenschaftlich belegt.
Doch beim Thema Stillen geht es auch um Emotionen: "Jede Frau, die ein Baby erwartet und es stillen möchte, entscheidet sich nicht nur für eine bestimmte Form der Ernährung. Sie entscheidet sich zugleich für eine ganz bestimmte Form der gefühlsmäßigen Beziehung zum Kind." So liest man auf der Homepage der Stilberatungs-Organisation La Leche Liga.
Was gleichzeitig bedeutet, dass eine Frau, die nicht stillt, eine "andere" gefühlsmäßige Beziehung zu ihrem Kind hätte. Und zwar wahrscheinlich eher eine schlechtere, sonst würden die "Breast is best"-Vertreter ja nicht so vehement auftreten.














Wenn etwas über das Stillen geschrieben werden soll, wäre ein längerer Artikel meines Erachtens sinnvoller.
Einseitiges Bla-Bla hilft niemanden bei einer so weitreichenden Entscheidung fürs oder gegen das Stillen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=Allergiepr%E4vention&id=66063
Aber hey, wer wird schon auf Experten hören wollen, wenn das eine Gefahr für das eigene bequemere Weltbild ist...
Kopfschüttelnde Grüße,
Rynia