Krebsmythen
auf dem Prüfstand

Foto: 106313/photocase.com

Brustkrebs durch BHs. Durch Deos. Durch Abtreibung. Horrormeldungen wie diese tauchen immer wieder auf. Wir stellen einige populäre Mythen und Halbwahrheiten richtig.

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In diesem Artikel:

Krebs - eine Diagnose, vor der viele Frauen Angst haben. Deshalb achten wir darauf, genug Gemüse zu essen und nicht zu viel Fleisch, versuchen immer wieder, uns das Rauchen abzugewöhnen, gehen regelmäßig zur Vorsorge beim Frauenarzt. Und doch kommt sie immer wieder hoch - die Unsicherheit: Ist es wirklich okay, dies oder jenes zu tun? Oder setzen wir damit völlig unnötig unsere Gesundheit aufs Spiel, riskieren es, später einmal schwer krank zu werden?

Ruckzuck geraten wir in ein Geflecht aus Ängsten, Halbwahrheiten und offenen Fragen. Dagegen hilft nur eines: Wissen. Die folgenden Zusammenhänge sind inzwischen so gut erforscht, dass Forscher Entwarnung geben. Das Krebsrisiko ist hier mit sehr hoher Sicherheit ein Märchen.

Abtreibung löst Brustkrebs aus

Abtreibung erhöht das Brustkrebs-Risiko! Es ist schon ein paar Jahre her, dass diese Schreckensmeldung durch die Medien geisterte. Trotzdem hält sich die Meinung hartnäckig - vermutlich nicht zuletzt, weil sie Wasser auf die Mühlen der Abtreibungsgegner ist.

Tatsächlich lagen damals Daten vor, denen zufolge Brustkrebspatientinnen besonders oft abgetrieben hatten. Offenbar steckt ein statistischer Zufall dahinter - ein Zusammenhang zwischen Abtreibung und Brustkrebs ließ sich nie feststellen. Schließlich bedeutet es ja auch noch lange nicht, dass es den Klapperstorch gibt, nur weil in einem Dorf mit vielen Storchennestern auf den Dächern besonders viele Kinder geboren werden. Auch gab es Zweifel an der Qualität der Auswertung.

Mehrere große Studien haben seitdem die Vermutung widerlegt, dass Schwangerschaftsabbrüche Brustkrebs fördern, darunter die E3N-Studie von 2003, die auf den Daten von 100.000 Frauen zwischen 40 und 65 beruht.

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  • Text: Angelika Unger
    Foto: 106313/photocase.com
Letzte Kommentare
  • S. Hess
    am 28.07.11 um 21:28
    "Das Antikrebsbuch" von Dr. Servan-Schreiber, anerkannter Schulmedinziner und Wissenschaftler, warnt eindringlich davor Kosmetika mit Parabenen oder Buthylphenyl etc zu verwenden. Achtung: außer in Naturkosmetik fasst überall enthalten!
    Diese Stoffe haben eine hormonähnliche Wirkung und bei von Krebs betroffenen Personen unbedingt zu vermeiden!
    Übrigens ein ganz bekannter Fakt!
  • Patricia Glantz
    am 11.04.11 um 22:05
    Die Hoheit der Journalisten, meine Kollegen spricht....und das Wort gilt ?! Vor ein paar Jahren habe ich Ihre Redaktion darauf aufmerksam gemacht dass Lösemittel in haarfärbemitteln unter anderem die Ursache für die stark zunehmende Krebsart der B-Zell-Lymphome ist. Das kann man in jeder Pathologie Vorlesung an deutschen Unis nachlesen. Aber der "Farbexperte" in Brigitte der die Mittel als total ungefährlich beschreibt ist ja total unabhängig. Er verdient sein Geld hauptsächlich bei Loreal...wir sollen die Wahrheit nicht wissen. Die Interessen sind zu stark. Werbeetats...Trotzdem eine nette Zeitschrift. Sonnige Grüße Patricia Glantz good hope Stiftung für Patientenwürde und humane Krebstherapie
  • Johanna Walden
    am 30.01.11 um 17:12
    Hallo, ich frage mich immer wieder, warum Studien der European Journal of Cancer oder die Veröffentlichungen im Fachmagazin "Chronobiology International" einfach ignoriert werden? Kann es sein, das die Textilindustrie mit dem schalten von Werbung in Frauenzeitungen, da in genau diesen, eine objektive Berichterstattung verhindern? Singer und Grismaijer haben die Kausalität von BH-Tragen und Brustkrebst eindeutig bewiesen. Gruss Johanna
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