Krebsmythen
auf dem Prüfstand

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Manche Krebsarten sind ansteckend

Krebs kann durch Viren entstehen - spätestens seit der Debatte um die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs dürften das viele Frauen wissen. Und schon klopft sie wieder an, die Angst: Kann ich mich anstecken?

Fakt ist: Egal ob Händedruck oder vertauschte Tassen: Im Alltag muss niemand Angst haben, sich bei einem Krebskranken anzustecken. Auch kann man kranke Angehörigen oder Freunde bedenkenlos pflegen.

Nur bei 15 Prozent aller Krebsfälle weltweit spielen Viren überhaupt eine Rolle; in Industrienationen ist der Anteil noch sehr viel geringer, weil es weniger Infektionen gibt. Und auch bei den wenigen Krebsarten, bei denen Virusinfektionen das Risiko erhöhen können, sind sie nie der alleinige Auslöser.

So können zwar HPV-Viren, die zu Gebärmutterhalskrebs beitragen können, beim Sex von einem Menschen auf den anderen übertragen werden. Man schätzt, dass weit mehr als die Hälfte aller Frauen mit HPV-Viren in Kontakt kommt. Aber nur ein Bruchteil, jedes Jahr etwa 6500 Frauen in Deutschland, entwickelt Gebärmutterhalskrebs.

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  • Artikel vom 01.10.2008
  • Text: Angelika Unger
    Foto: 106313/photocase.com
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