- In diesem Artikel:
Nach der flächendeckenden Einführung des bundesweiten Mammografie-Screening ziehen die Zuständigen nun eine erste Bilanz: Mehr als 1,4 Millionen Frauen haben bereits an dem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilgenommen, teilen die "Kooperationsgemeinschaft Mammographie" sowie das Umwelt- und das Gesundheitsministerium mit. Im Rahmen des Programms sind bisher mehr als 10.000 Brustkrebstumoren entdeckt worden.
Zehn Millionen Frauen in Deutschland im Alter von 50 bis 69 Jahren werden alle zwei Jahre zur Teilnahme eingeladen. Die Untersuchungen finden in spezialisieren Mammografie-Zentren statt, jedes Röntgenbild wird von zwei Ärzten begutachtet.
"Mammografie-Screening rettet Leben", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen." In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs, 17.500 sterben an den Folgen der Krankheit. Die Früherkennung genüge "allerhöchsten europäischen Qualitätsvorgaben" und die Frauen könnten sich bei der Untersuchung "gut aufgehoben" fühlen, sagte die Ministerin weiter. Sie appellierte: "Nutzen Sie diese Früherkennungsmöglichkeit!"
Kritiker des Programms sind der Ansicht, dass falsche Verdachtsbefunde Frauen verunsicherten und dass die individuelle Beratung der Betroffenen bei einem Massenscreening zu kurz komme. Auch wird unter Experten immer wieder diskutiert, wie viel die Röntgen-Reihenuntersuchungen nützen oder ob sie vielleicht sogar schaden können.
BRIGITTE.de hatte bereits im November gefragt: Wie war's bei der Mammografie? Lesen Sie auf den folgenden Seiten die Meinungen und Erfahrungen unserer Userinnen.
Mehr zum Thema Mammographie-Screening erfahren Sie auch im großen Spezial zum Thema Brustkrebs auf BRIGITTE-woman.de.












-
am um
-
Hermann
am 29.12.12 um 20:51
Das Mammographiescreening in einem Bus ist ein gefährliches Unterfangen. Ich denke nicht, dass hierbei die notwendige Qualität in der Durchführung gesichert werden kann. Meine Frau hat sich in einem solch fahrbaren "Röntgenzug" einem Mammographiescreening unterzogen. Bereits am nächsten Tag war alles anders. Sie hatte Beschwerden unterhalb der rechten Brust, dort wo auch die Leber sitzt. Genau zwei Jahre später wurde bei ihr ein Tumor in diesem Bereich diagnostiziert. Unheilbar. Trotz einer Chemotherapie blieb es bei der von Medizienern ermittelten Überlebensrate von ca. 10 Monaten. Der Tumor hat Warnzeichen gesendet. Diese können aber ab einem bstimmten Alter auch durch ander Faktoren ausgelöst werden. Diese wurden untersucht. Ohne Hinweis auf gesundheitliche Probleme. Der Krebs hatte sich langsam und schleichend etabliert. Für mich ist die gesundheitliche Abfolge seit der Mammographie so sicher zuordenbar, dass ich persönlich die Mammographie als Auslöser betrachte.
-
Hilde
am 30.03.12 um 19:20
Ja, ich finde auch, das man hingehen sollte, hätte allerdings noch Verbesserungsvorschläge. Bei Frauen, die noch ihren Zyklus haben, wäre es nicht schlecht, wenn darauf bei der Terminabsprache Rücksicht genommen werden könnte. Wenn man z.B. das prämenstrelle Syndrom hat, das mit Spannungen und Wassereinlagerungen im Gewebe einhergeht, tut es deutlich mehr weh als kurz nach der Periode. So ist es mir ergangen und ich darf auch in einer Woche zur Nachuntersuchung antanzen. Dann soll Ultraschall gemacht werden und eine Vergrößerung. Das wurde mir dann leider gestern telefonisch mitgeteilt. Also ich empfinde es schon als "Abfertigung" und wäre froh gewesen, wenn ich nicht wieder hin gemusst hätte!
-
Elisabeth
am 27.09.11 um 12:45
Meine Schwester war beim Screening im Mai 2005, da war alles in Ordnung.Mitte Juli entdeckte sie durch Selbstabtasten der Brüste eine kirschgroße , harte Geschwulst. Es war ein Karzinom, bösartig. Ihr geht es mittlerweile wieder gut, doch sie sagt ganz klar für sich, dass sie sich die Mammographie hätte sparen können. Seitdem habe ich für mich entschieden, dass ich das auch nicht mache. Viel wichtiger ist mir, dass ich gesund und gut mit mir und meinem Körper umgehe. Der psychische Stress, den z.B. auch eine Fehldiagnose oft mit sich bringt, ist nicht zu unterschätzen. Also Frauen, jede soll sich frei und individuell entscheiden. Alles andere bringt doch nichts.
-
Sabine
am 26.07.11 um 15:26
Hallo,
-
Gdrun
am 26.05.11 um 11:33
Ich habe von dem Mammo-Screening-Programm nur profitiert, denn bei mir wurde ein Karzinom in der rechten Brust festgestellt, dass man nicht ertasten konnte. Und es war noch am "Wachsen" - also kleiner als 1 cm! Dadurch stieg meine Chance auf eine Heilung!
-
Brigitte
am 17.09.10 um 14:59
Liebe Mosesstine,
-
mosesstine
am 16.09.10 um 20:23
ich bin am boden zerstört,habe heute einen brief erhalten, dass eine auffälligkeit beim screening der brust festgestellt wurde und von drei fachärzten begutachtet wurde. nun muss ich in 2 wochen zu einem gespräch zur weiteren verfahrensweise.hat es überhaupt einen sinn?
-
hacky
am 02.01.10 um 19:40
Hallo,
mehr (8)PS. Vor einem Jahr hatte ich einen kostenpflichtigen Ultraschall bei der Gynäkologin, weil ich da noch nicht alt genung war. Der war ok, aber in einem Jahr kann viell passieren im Körper...
ich kann es einfach nicht verstehen, das diese kostenlose Untersuchung nicht wahrgenommen wird. Oder das sich über Wartezeit bzw. die eventuell schmerzhafte Untersuchung beklagt wird.
Meine Schwester ist 47, im März 2011 kam die Diagnose Brustkrebs, eine Woche später wurde ihr eine Brust abgenommen, jetzt Chemo mit allem drum und dran.
Heute vor einer Woche war ich beim Screening (bin gerade 50 geworden und bekam die automatische Einladung), die Wartezeit war akzeptabel, die Atmosphäre freundlich und die Untersuchung unangenehm, aber nicht schmerzhaft.
Soeben habe ich den Brief mit der Einladung zur Nachuntersuchung aufgemacht, die schon übermorgen ist. Auch ich bin am Boden zerstört, aber doch froh das Screening in Anspruch genommen zu haben, egal wie es ausgeht.
Bitte liebe Frauen geht hin..... denn alles was danach kommt bei einem eventuell positiven Befund ... ist weitaus schlimmer und grausamer !!!
Lieben Gruss
Sabine
versuchen Sie möglichst, sich erst mal nicht verrückt zu machen. Bei der Mammographie kommt es immer wieder zu so genannten falsch positiven Befunden, d. h., obwohl eine Auffälligkeit bemerkt wurde, ist gar kein Brustkrebs vorhanden. Eine Biopsie wird Klarheit bringen.
Sollte bei Ihnen Brustkrebs festgestellt werden: Die Krankheit ist heute viel besser behandelbar als früher. Viele hilfreiche Informationen zum Thema haben wir unter www.brigitte.de/brustkrebs zusammengestellt, in unserem Brustkrebs-Forum unter http://bfriends.brigitte.de/foren/brustkrebs/ können sich Betroffene austauschen.
Herzliche Grüße und alles Gute für Sie,
Ihr BRIGITTE.de-Team
auch ich gehöre zu den "Positiven" durch das Screening. Der Tumor war nicht tastbar und die Hoffnung der Radiologien, daß es eine sogenannte "Überlagerung" wäre, hat sich leider nicht bestätigt. Bei der Biopsie wurde die Bösartigkeit erkannt. Im April 2008 wurde ich operiert, anschließend bestrahlt und nehme nun Antihormone und mir geht es gut. 2006 war ich das erstemal bei einem Screening und hatte keinen auffälligen Befund. Ich kann nur jeder Frau empfehlen sich der nur kurz unangenehmen Prozedur zu unterziehen.
Herzlicher Gruß
Hacky