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7 Fakten, die eure Meinung zur Menstruationstasse ändern

"Menstruationstasse" klingt nicht besonders schön - davon solltet ihr euch aber nicht blenden lassen. 7 Fakten, die eure Meinung über das Hygieneprodukt ändern.

Foto: Yulia Grigoryeva/shutterstock

Die Menstruationstasse ist keine Erfindung der letzten Jahre: Schon in den 1930er-Jahren gab es erste Modelle auf dem amerikanischen Markt. Trotzdem ist sie ein Nischenprodukt geblieben. Die Alternative zu Tampon und Binde wird zusammengefaltet und während der Periode eingeführt, um bis zu 30 Milliliter Blut aufzufangen. Klingt unhygienisch, ist es aber nicht keinesfalls.

1. Gut für die Umwelt

Mit jeder Periode produziert man auch eine Menge Müll: Produkte wie Tampons und Binden werden im Jahr tonnenweise gebraucht und sind damit ein Problem für die Umwelt. Konkret gesagt: Angeblich nutzen Frauen allein in England jedes Jahr rund 4,3 Milliarden Wegwerf-Hygieneprodukte. Angesichts dieser Zahl ist es nicht verwunderlich, dass eine Menstruationstasse wesentlich umweltfreundlicher ist, weil sie - einmal angeschafft - immer wieder verwendet werden kann.

2. Unschlagbar im Preis

Da ihr die Menstruationstasse nicht nach jedem Gebrauch wegschmeißen müsst, sondern laut Herstellerangaben drei bis vier Jahre nutzen könnt, lohnt sich die Anschaffung. Eine sogenannte Mondtasse kostet zwischen 15 und 30 Euro. Im Vergleich dazu: Im Durchschnitt geben Frauen im Jahr zwischen 30 und 100 Euro für Tampons und Binden aus. Das macht eine minimale Ersparnis von 60 Euro und eine maximale Ersparnis von 385 Euro aus.

3. Verschiedene Größen verfügbar

Die Menstruationstasse gibt es in verschiedenen Größen. Wer eher klein und zierlich gebaut ist, sollte mit einem kleineren Becher vorlieb nehmen. Größere Frauen greifen besser zu einer größeren Variante. Auch spielt es eine Rolle, ob ihr schon ein Kind bekommen habt - und wie stark eure Blutungen sind. Solltet ihr euch für den Kauf entscheiden, gibt der Hersteller ausführliche Tipps für die Größenwahl.

4. Übung macht den Meister

Am Anfang ist die Menstruationstasse mit Sicherheit ungewohnt. Ihr könnt sie im Sitzen oder Stehen einführen - je nachdem, was euch lieber ist. Damit sie perfekt sitzt, muss sie komplett entfaltet sein. Nur so kann sie das maximale Fassungsvermögen bieten und dicht sein. Die Anwendung braucht mindestens ebenso viel Übung wie das erstmalige Einführen eines Tampons. Kleiner Tipp: Es macht Sinn, den Becher mit Wasser oder wasserlöslichem Gleitgel anzufeuchten.

5. Geringere Risiken als Tampons

Da Menstruationstassen aus medizinischem Kunststoff sind, treten bei den Nutzern selten allergische Reaktionen auf. Außerdem tendiert das Risiko, ein toxisches Schocksyndrom zu erleiden, gegen Null - allerdings nur, wenn ihr euch an die Hersteller-Hinweise haltet. Im Gegensatz zur Menstruationstasse laufen Nutzerinnen von Tampons eher Gefahr, sich mit Bakterien zu infizieren, was wiederum zum Schocksyndrom führt.

6. Sauberkeit ist Trumpf

Nach zwölf Stunden sollte die Menstruationstasse spätestens entnommen werden, um sie zu leeren und zu reinigen. Am besten reinigt ihr das Behältnis mit warmem Wasser und milder (nicht parfümierter) Seife, auch Intimseife ist empfehlenswert. Nach und vor der nächsten Periode sollte der Becher mit kochendem Wasser grundgereinigt und in einem geschlossenen Behältnis verwahrt werden. Achtet zudem auf die Hinweise auf dem Beipackzettel.

7. Menstruationstassen sind hygienisch

Entgegen dem Vorurteil, dass das Nutzen von Menstruationstassen unhygienisch ist, kann gesagt werden: Wer bei der Reinigung alles richtig macht, hat keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil! Sie sind genauso hygienisch, wie jedes andere Hygieneprodukt auch. Einziger Nachteil: Auf öffentlichen Toiletten lassen sich die Tassen schlecht reinigen - hier sollte man am besten eine Flasche klares Wasser parat haben.

  • Artikel vom 20.01.2016
    jg

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