Pille im Langzyklus: Das Ende der Tage

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Mancher Frau mag es dennoch irgendwie komisch vorkommen, so lange keine Regel zu haben. In einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gab nur etwa jede vierte Frau an, für mehrere Monate darauf verzichten zu wollen.

Dabei streiten Wissenschaftler und Mediziner schon lange darüber, was denn nun natürlich ist im weiblichen Periodensystem. Die Amerikanerin Margie Profet etwa geht davon aus, die Menstruation diene der Reinigung, in dem sie Keime und andere Krankheitserreger sozusagen ausschwemme. Demnach würde es schaden, weniger zu bluten - eine Hypothese, die allerdings mittlerweile widerlegt ist.

Momentan tendieren manche Forscher eher zum Gegenteil: Das ständige Menstruieren im Monatsrhythmus sei eine Erfindung der Moderne, auf die der weibliche Körper gar nicht eingestellt sei und die das Risiko für bestimmte Krebsformen wie Tumore von Gebärmutter und Eierstöcken erhöhe. Denn unsere Vorfahrinnen waren über weite Strecken ihres (fortpflanzungsfähigen) Lebens meist entweder schwanger oder stillende Mutter und damit menstruationsfrei. Die Hormone der Pille würden demnach einen Naturzustand wiederherstellen.

Ungeachtet dieser Diskussionen geht es den allermeisten Pillen-Anwenderinnen jedoch vor allem um eins: zu verhüten. Und dass das funktioniert hat, zeigt nicht zuletzt die monatliche Entzugsblutung. Insofern erfüllt die, selbst wenn sie lästig ist, auch einen psychologischen Zweck.

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  • Artikel vom 19.07.2010
  • Text: Antje Kunstmann
    Foto: Fotolia
Letzte Kommentare
  • Anita
    am 02.10.10 um 21:17
    Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie xyz. Eisenmangel ist besser geworden, ich hatte nicht mehr alle 3-4 Wochen 8 Tage lang Blutung mit starken Schmerzen, ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben nicht das ganze Gesicht voller Pickel. Nach ca. 10 Jahren Pilleneinnahme hab ich dann eine Thrombose bekommen und es wurde festgestellt, dass ich eine Thrombophilie habe und ich durfte die Pille nicht mehr nehmen. Trotzdem wuerde ich es nochmal so machen, die Pille hat mir 10 Jahre lang eine grosze Verbesserung der Lebenszufriedenheit und des persoenlichen Wohlbefindens gebracht.
  • xyz
    am 04.08.10 um 10:21
    Ich verhüte seit gut 2 Jahren mit der Aida im Langzyklus und setze sie nur 3-4 mal im Jahr für eine Woche ab. Ohne Pille habe ich alle 28 Tage 10 Tage lang starke Blutungen mit massiven Rücken- und Muskelschmerzen und stark eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit; in der Folge auch schweren Eisenmangel. Im Langzyklus dauert es dann "nur" 7 Tage und es geht mir etwas besser dabei. Bisher habe ich keine negativen Nebenwirkungen festgestellt und kann die Methode nur empfehlen.
  • Teyfun
    am 03.08.10 um 20:21
    Unsere Vorfahrinnen sind selten älter als 40 Jahre geworden, auch aus diesem Grund sollten sie nicht als Grundlage repräsentativer Studien herangezogen werden. Die Pille hat eine ganze Latte an Nebenwirkungen. Der einzige Vorteil die Pille nicht abzusetzen: Man kann sich nicht mehr erinnern, wie man ohne diese Nebenwirkungen funktioniert.
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