Ersttrimester-Screening
Was? Das Ersttrimester-Screening ist dazu da, Hinweise auf mögliche Chromosomenveränderungen wie Trisomie 21 (Down-Syndrom) zu bekommen. Es ist eine Kombination verschiedener Verfahren: Neben der Ultraschalluntersuchung werden bestimmte Werte im Blut der Mutter bestimmt. Auch das Alter der Mutter wird berücksichtigt. Diese Daten werden dann von einem EDV-Programm miteinander verrechnet, um herauszufinden, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist.
Wann? 11. bis 14. Woche
Wie viel kostet das? 140 bis 200 Euro
Nackenfaltentransparenz
Was? In Nackenhöhe befindet sich beim Ungeborenen zwischen Muskeln und Haut ein Flüssigkeitspolster. Überschreitet sein Durchmesser beim Ultraschall einen bestimmten Wert, kann dies ein Hinweis auf eine Fehlentwicklung sein. Allerdings sind 96 Prozent der Kinder, bei denen eine auffällige Nackenfalte festgestellt wurde, gesund. Die Messung der Nackenfaltentransparenz wird häufig im Rahmen des Ersttrimester-Screening durchgeführt.
Wann? 11. bis 14. Woche
Wie viel kostet das? ca. 100 Euro
Triple Test
Was? Es werden drei Substanzen im Blut der Mutter gemessen und damit die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung oder Behinderung bestimmt. Das Alter der Mutter geht als Risikowert mit ein. Der Test ist bei Ärzten umstritten, weil er häufig fehlerhafte Ergebnisse liefert. Der Triple Test wird heute kaum noch angewandt.
Wann? 16. bis 18. Woche
Wie viel kostet das? ca. 50 Euro
Chorionzotten-Biopsie
Was? Liegt beim Ersttrimester-Screening ein auffälliges Ergebnis vor (Risiko z.B. für Trisomie 21 liegt bei 1:300 oder höher), wird in der Regel eine Chorionzotten-Biopsie empfohlen. Es handelt sich dabei um einen Eingriff in einem Pränatal-Zentrum, bei dem mit einer dünnen Nadel durch Scheide oder Bauchdecke Zellen der äußeren Fruchthöhle (Chorionzotten) entnommen werden. Die Zellen der Zotten gleichen denen des Kindes, deshalb können sie auf Erbkrankheiten und Chromosomenveränderungen untersucht werden. Bei der Methode besteht ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5 bis 2 Prozent.
Wann? Ab der 12. Woche möglich
Wie viel kostet das? Kann von den Krankenkassen übernommen werden.
Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)
Was? Punktion der Fruchtblase: Bei der Amniozentese wird mit einer dünnen Nadel Fruchtwasser aus der Gebärmutter entnommen. Aus den darin enthaltenen kindlichen Zellen werden Kulturen angelegt. So können einige (nicht alle!) Chromosomenveränderungen, Erbkrankheiten sowie Fehlbildungen des Gehirns und Rückenmarks festgestellt werden. Das zu über 99 Prozent sichere Ergebnis liegt nach zwei bis drei Wochen vor. Der Eingriff löst bei ca. 0,5 bis 1 Prozent der Frauen eine Fehlgeburt aus.
Wann? 14. bis 20. Woche
Wie viel kostet das? Kann von den Krankenkassen übernommen werden.
PraenaTest
Was? Der PraenaTest ist seit August 2012 auf dem Markt. Die Einführung war ursprünglich für Juli 2012 geplant und wurde um einen Monat verschoben, nachdem eine Diskussion über die ethischen Aspekte entbrannt ist. Dieser Test macht erstmals eine nicht-invasive genetische Untersuchung des Fetus möglich. Da die kindliche DNA während der Schwangerschaft im Blut der Mutter zirkuliert, kann man diese über eine Blutprobe der Muter analysieren. Allerdings weist der Test lediglich Trisomie 21 nach, während die invasiven, aber riskanteren Verfahren (Chorionzotten-Biopsie und Amniozentese) eine umfangreichere Diagnostik ermöglichen. Gegner des Tests befürchten eine Zunahme von Abtreibungen. Welche Pränatalzentren und Praxen den Test anbieten werden, erfahren Sie hier.
Wann? Ab der 12. Schwangerschaftswoche
Wie viel kostet das? ca. 1250 Euro
Weitere Infos zur pränatalen Diagnostik finden Sie unter www.praenataldiagnostik-info











