Schilddrüsen-Unterfunktion: "Was stimmt nicht mit mir?"
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Schilddrüse und Schwangerschaft
Frauen, die gern schwanger werden möchten und bei denen es nicht klappt, sollten auch ihre Schilddrüsenfunktion prüfen lassen, weil eine Unterfunktion die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen an: Experten empfehlen eine Behandlung werdender Mütter selbst dann, wenn bei ihnen zwar Hashimoto-Antikörper nachweisbar sind, aber noch kein akuter Mangel an Schilddrüsenhormonen besteht. Denn die Hälfte dieser Frauen entwickelt bis zur Geburt des Kindes eine Unterfunktion.
Diese Unterfunktion kann zu Früh- und Fehlgeburten führen oder auch zu einer verzögerten Lungenreifung beim Ungeborenen. Auch nach der Geburt sollten junge Mütter an ihre Schilddrüse denken: Der "Baby-Blues" nach der Entbindung kann durch eine Unterfunktion dieses Organs (mit)bedingt sein.
Schilddrüse und Jod
Für die Produktion von Schilddrüsenhormonen braucht der Organismus Jod. Bekommt er zu wenig, gefährdet das die Hormonproduktion. Der Körper versucht den Mangel wettzumachen, indem er mehr hormonproduzierendes Gewebe bildet - die Schilddrüse wächst, bis sie als Kropf (Struma) sichtbar wird.
In jodarmen Gegenden trat das früher häufig auf: Als Folge können entweder so genannte "kalte Knoten" entstehen, aber auch "heiße Knoten", die im Übermaß Schilddrüsenhormone bilden und behandelt werden müssen. Durch mit Jod angereichertes Speisesalz ist der Kropf seltener geworden. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Die bessere Jodversorgung hat dazu geführt, dass jetzt Schilddrüsen-Unterfunktionen häufiger vorkommen.
Mehr Infos
Zum Weiterlesen:
Leveke Brakebusch, Armin Heufelder, "Leben mit Hashimoto" (14,90 Euro, Zuckschwerdt).
Im Internet:
www.hashimotothyreoiditis.de. www.forum-schilddruese.de (gibt einen guten Überblick, ist aber Pharma-gesponsert)













