Zu wenig Schlaf? Das hat üble Folgen

Bekommen wir nachts zu wenig Schlaf, spüren wir die Folgen meist umgehend. Doch wussten Sie, wie sehr Schlafmangel unserer Gesundheit schadet?

Nach einer Nacht mit schlechtem oder schlicht zu wenig Schlaf fühlen wir uns meist wie erschlagen. Das Konzentrieren fällt uns schwer, die Augen brennen und die Laune ist auch nicht die beste. Doch Schlafmangel hat noch viel gravierendere Auswirkungen auf unseren Körper - besonders, wenn er chronisch wird. Einer Studie zufolge verändern sich schon nach einer Woche mit weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht mehr als 700 Gene.

Die Huffington Post hat die Ergebnisse verschiedener Schlafstudien zusammengetragen - und kommt dabei auf eine lange Liste mit negativen Veränderungen auf unseren Organismus. Selbst eine einzige Nacht mit wenig Schlaf geht nicht spurlos an uns vorbei. So haben wir am nächsten Tag mehr Hunger und neigen dazu, mehr (und leider auch Kalorienreiches) zu essen. Im Supermarkt erscheinen die ungesündesten Lebensmittel am verlockendsten. Bei weniger als sechs Stunden Schlaf verdreifacht sich das Risiko eines Verkehrsunfalls, denn wir sind am Steuer unaufmerksamer und schlechter in der Koordination. Für eine Erkältung sind wir ebenfalls drei Mal so anfällig, da unser Immunsystem geschwächt ist.

Der Schlafmangel schlägt auch auf unser Äußeres. Nicht genug, dass dunkle Augenringe und dicke Tränensäcke uns verraten - auch unsere Haut altert schneller. Anderen gegenüber wirken wir weniger zugänglich. Die Erschöpfung macht uns vergesslich und erschwert es uns, fokussiert zu bleiben. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2007 kam zu dem Ergebnis, dass zu wenig Schlaf unser Gefühlsleben durcheinanderbringt. Die für Emotionen zuständigen Gehirnareale zeigten 60 Prozent mehr Aktivität.

Wer unter chronischem Schlafmangel leidet, sollte schleunigst Hilfe suchen. Denn über einen längeren Zeitraum führt das Erholungsdefizit zu erheblichen Gesundheitsrisiken. Ob Schlaganfall, Krebs, Diabetes, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Krankheiten (Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt): Die Wahrscheinlichkeit, eine schwerwiegende Krankheit zu entwickeln, erhöht sich durch Schlafmangel. Durchwachte Nächte sind also eine tickende Zeitbombe - und sollten dementsprechend ernst genommen werden.

nw

Kommentare (8)

Kommentare (8)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Auf Schlaf verzichten habe ich beim Kind (4 Jahre Schreikind) gelernt. Dann bei Doppelbelastung (Job, Kind, Haushalt, Fernstudium). Später 12 Jahre in einem Job. Jahrelang konnte ich keine Zeit zum ausreichenden Schlafen finden. Später kam ich nicht mehr zur Ruhe. Jetzt bin ich mit 56 seit 2 Jahren dauerkrank. Passt auf Euch auf. Gisela
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Grundsätzlich möchte ich dem Artikel Recht geben.

    Allerdings wäre er vollständig, wenn hier Lösungsvorschläge oder Empfehlungen genannt worden wären für Schlafmangel-Geplagte.

    Der meiste Schlafmangel wird nicht freiwillig provoziert, sondern durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen.

    Ein Anfang wäre eine "vernünftige" und "passende" Matratze nutzen, Störfaktoren vermeiden etc....

    Habe selbst täglich aus beruflichen Gründen mit Schlafmangel-Leidenden zu tun.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Na dann weiß ich ja jetzt dass ich nicht mehr lange zu leben habe... Mit einem Kind das seit Geburt (jetzt 2 1/2 Jahre) stündlich bis maximal 2-stündlich aufwacht und das mit Sicherheit auch die nächsten 5-25 Jahre tun wird...und nun? Der Artikel lässt mich ratlos zurück
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Sehr unsensibel aufgemacht. So als ob der an Schlaflosigkeit Leidende selbst schuld daran wäre. Wie passt das übrigens zusammen mit der Forderung, dass Mütter ein Jahr nach der Geburt des Kindes doch eigentlich ganz problemlos wieder in den Beruf einsteigen können? Wenn man in der Zeit zuvor zu wenig Schlaf hatte, ihn vielleicht immer noch nicht hat und das Kind dann wegen der Infektionen, die es aus der Krippe mitbringt, einen nachts erneut von der Ruhe abhält? Dann hat man eben Übergewicht oder Diabetes oder eine Herzerkrankung und irgendwann mal einen Schlaganfall. Ist das so gemeint? Lösungen jedenfalls zeigt diese Horrorauflistung nicht auf. Zudem konterkariert sie all die vielen Artikel über angeblich so gute Vereinbarkeit von Elternschaft und beruflicher Arbeit.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    ha, genau das hab ich auch gedacht: ich bin also schon quasi halbtot, weil Mutter kleiner Kinder? Und wie passt das mit den Studien zusammen, dass Eltern gesünder und damit länger leben? Merkwürdig!

Unsere Empfehlungen

Mode&BeautyNewsletter
Bild Montagsnl

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Zu wenig Schlaf? Das hat üble Folgen

Bekommen wir nachts zu wenig Schlaf, spüren wir die Folgen meist umgehend. Doch wussten Sie, wie sehr Schlafmangel unserer Gesundheit schadet?

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

E-Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden