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Wer Schmerzen aushält, lebt gefährlich
Ein Indianer kennt keinen Schmerz - und wer trotzdem klagt, ist wehleidig. Dachten wir lange. In Wirklichkeit ist es riskant, die Zähne zusammenzubeißen. Denn akute Schmerzreize haben die Funktion einer Feuerwehrsirene: "Alarm, hier muss ein Problem gelöst werden", lautet die Botschaft.
Passiert nichts, heult die Sirene immer lauter: Die Schmerzfühler schütten mehr Botenstoffe aus, Nervenzellen leiten ihre Reize verstärkt weiter, die Schmerzareale des Gehirns reagieren überaktiv, die körpereigene Schmerzhemmung ist überfordert - der Schmerz wird chronisch.
Irgendwann hat sich ein "Schmerzgedächtnis" ins Nervensystem eingebrannt. Es reagiert dann wie ein übereifriger Musterschüler und spult auch ohne Auslöser das ganze Programm ab. Deshalb müssen auch Alltagsbeschwerden wie ein brummender Schädel oder verspannter Nacken sofort behandelt werden - mit Medikamenten, Bewegung, Entspannung.
Bei stärkeren Schmerzen, etwa nach Operationen und Verletzungen, ist eine gute Schmerztherapie, die so früh wie möglich einsetzt, umso wichtiger. Denn der Kampf gegen die Entwicklung chronischer Schmerzen ist immer ein Wettlauf mit der Zeit.













eines wird leider zu oft vergessen, Schmerzen machen einsam. Chronische Schmerzpatienten sind nicht lebensgefährlich krank, es dauert und dauert, Fragen werden gestellt: "Geht das nicht bald mal vorbei?". So werden Freundschaften schnell einseitig strapaziert und gehen langsam kaputt! Glücklich, wer da noch jemanden hat, der auf Dauer, und wirklich auf Dauer einem beiseite steht. Die schleichende Vereinsamung ist nicht gewollt und doch da, welche Freundschaft kann über Jahre mithalten und mit Schmerzen taugt frau nun wirklich nicht zum "Alleinunterhalter", kann sie keine Partys mehr feiern, Theater, Oper und sonstiges fallen oft aus, verlässlich ist frau auch nicht mehr, denn der Schmerz kennt nun mal keine Termine. Dazu kommt: Schmerzen verändern den Menschen.
Kleiner Tip: Eine Katze hilft. Sie ist da, legt sich zu einem hin, schnurrt die Schmerzen weg und redet nichts kaputt!
Es ist für die Betroffenen enorm wichtig, Schmerzen und ihre Begleitumstände weiter zu thematis