Die neuen Grundsätze im Kampf gegen Schmerzen

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In diesem Artikel:

Das beste Rezept heißt Vielfalt

Chronische Schmerzen ergreifen den ganzen Menschen. Viele Ebenen des Körpers, aber auch das Denken, das Fühlen und soziale Beziehungen sind betroffen. Deshalb können Dauerschmerzen nur interdisziplinär behandelt werden: Fach- und Hausärzte, Schmerztherapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten und Pflegekräfte müssen zusammenarbeiten - und ihre Patientinnen und Patienten dabei als Partner verstehen und behandeln.

Das klappt am besten in Schmerzzentren und schmerztherapeutischen Schwerpunktpraxen. Doch davon gibt es zu wenige: Die Deutsche Schmerzliga schätzt den Bedarf auf 3000, tatsächlich sind es 500, meist mit langen Wartezeiten.

Aber es gibt Lichtblicke: Immer häufiger treffen sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Psychologen zu fachübergreifenden Schmerzkonferenzen, um Strategien für einzelne Patienten auszutüfteln, und immer mehr Kassen zahlen dafür. Und die Schmerzambulanz der Münchener Uniklinik arbeitet erfolgreich mit einem vierwöchigen naturheilkundlichen Programm, das schulmedizinische Schmerztherapie um Methoden wie Qi-Gong, Atem- und Kunsttherapie, Akupunktur und Selbstbehandlungen mit Akupressur oder Wickeln erweitert.

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  • Artikel vom 05.05.2009
  • Text: Julia Baumgart
    Foto: jayboo/photocase.com
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 11/09
Letzte Kommentare
  • Sophie
    am 12.05.09 um 09:54
    Hallo,
    eines wird leider zu oft vergessen, Schmerzen machen einsam. Chronische Schmerzpatienten sind nicht lebensgefährlich krank, es dauert und dauert, Fragen werden gestellt: "Geht das nicht bald mal vorbei?". So werden Freundschaften schnell einseitig strapaziert und gehen langsam kaputt! Glücklich, wer da noch jemanden hat, der auf Dauer, und wirklich auf Dauer einem beiseite steht. Die schleichende Vereinsamung ist nicht gewollt und doch da, welche Freundschaft kann über Jahre mithalten und mit Schmerzen taugt frau nun wirklich nicht zum "Alleinunterhalter", kann sie keine Partys mehr feiern, Theater, Oper und sonstiges fallen oft aus, verlässlich ist frau auch nicht mehr, denn der Schmerz kennt nun mal keine Termine. Dazu kommt: Schmerzen verändern den Menschen.
    Kleiner Tip: Eine Katze hilft. Sie ist da, legt sich zu einem hin, schnurrt die Schmerzen weg und redet nichts kaputt!
    Es ist für die Betroffenen enorm wichtig, Schmerzen und ihre Begleitumstände weiter zu thematis
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