Spiraldynamik: Hilfe für die Füße

Füße werden ganz schön strapaziert. Bei vielen sind sie irgendwann durchgetreten und tun weh. Spiraldynamik, eine neue Bewegungstherapie, ist oft eine Alternative zu Einlagen oder gar einer Operation.

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Sigrid Werner* hat Probleme mit den Füßen, solange sie denken kann. Schon in der Kindheit wurden bei ihr "Hohlfüße" festgestellt. Der Mittelfuß war extrem nach oben gewölbt. Rücken- und Kreuzschmerzen waren die Folge. In ihren schlimmsten Zeiten waren die Schultermuskeln so verhärtet, dass bei der Akupunktur die Nadeln abbrachen. Trotz Einlagen verlagerte sich Sigrid Werners Körpergewicht beim Gehen ständig nach vorn.

Auch barfuß lief sie wie auf hohen Absätzen. Klar, dass das Quergewölbe über dem Ballen bald einsackte und die Zehen auseinander spreizte. Zusätzlich bildete sich ein schmerzhafter Ballen ("Hallux valgus"). Als ein Orthopäde ihr zur Operation riet, wollte Sigrid Werner lieber noch eine weitere Meinung einholen - und heute ist die 59-Jährige froh darüber. Denn der zweite Arzt gab ihr den Tipp mit der Spiraldynamik.

Gesunde Füße sind wie Stoßdämpfer

Begründer dieser noch jungen Bewegungstherapie ist der Arzt Dr. Christian Larsen. Das Prinzip: Von Natur aus bewegt sich der menschliche Körper spiralförmig. Solange Arme, Wirbelsäule, Beine und Füße die vorgegebene Drehrichtung einhalten, sind Muskeln und Gelenke genau richtig belastet und werden nicht überanstrengt. Ein gesunder Fuß, so der Experte, ist "dreidimensional verschraubt". Wie ein Tuch, dessen beide Enden gegeneinander "ausgewrungen" werden: Es wölbt sich auf, die Enden entfernen sich S-förmig voneinander - fertig ist die Spirale. Der Fuß bewegt sich ohne Mühe und wirkt zudem wie ein Stoßdämpfer. So fängt er sogar extreme Belastungen wie beim Ballett ab.

Geht die natürliche Verschraubung verloren, sind Probleme programmiert. 40 Prozent der Erwachsenen haben keine gesunden Füße. Jeder dritte Fußkranke ist von Natur aus benachteiligt, etwa durch genetische Veranlagung zu Spreiz-, Platt- oder Hohlfüßen. Bei allen anderen sind die Probleme durch ungleichmäßige Belastung und zu kleine oder zu hohe Schuhe entstanden.

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  • Text: Ulrike Kleiner
    Foto: dreamstime.com
    BRIGITTE Woman, 11/06
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