Prävention
Starkes Immunsystem - und die Kälte kann kommen

Ein starkes Immunsystem bringt Sie gut durch Herbst und Winter. Mit diesen zehn Methoden machen Sie Ihr Immunsystem fit!

Foto: Bengelsdorf/photocase.com

Eigentlich ist es ganz einfach: Unser Immunsystem "steht", wenn wir uns rundum wohl fühlen. Und dazu sind im Herbst und Winter drei Dinge besonders wichtig: Wir brauchen Licht, um das lebenswichtige Vitamin D und Stimmungshormone wie Serotonin auszuschütten, wir brauchen Bewegung, um die Abwehrzellen und Botenstoffe des Immunsystems auf Trab zu bringen, und wir brauchen ausreichend Ruhe, um das Stresshormon Cortisol abzubauen. Wie stark diese drei Faktoren unsere Abwehrkräfte stimulieren, wird erst seit kurzer Zeit erforscht.

1. Licht

Wirkung: Wichtigste Quelle zur Bildung von Vitamin D - eigentlich eher ein Hormon - ist UV-Strahlung auf unserer Haut. Der Stoff ist entscheidend für die Knochenstabilität - aber erst in jüngster Zeit wird in der Fachwelt vehement diskutiert, dass Vitamin D noch viel mehr kann: Untersuchungen haben zum Beispiel gezeigt, dass die Häufigkeit von Atemwegsinfekten mit dem Vitamin-D-Spiegel im Blut einhergeht.

Nebenwirkungen: Auf natürlichem Wege kann man Vitamin D nicht überdosieren. Vitamin-D-Präparate, in zu hoher Dosis eingenommen, können zu Kalkablagerungen, etwa in den Nieren, führen.

So geht's: Möglichst täglich mindestens eine halbe Stunde im Hellen rausgehen, auch bei schlechtem Wetter. Eine zweite natürliche Quelle ist unsere Nahrung: Besonders reichlich kommt Vitamin D in Hering, Aal und Leber vor, in geringeren Mengen auch in Vollmilch, Eiern und nicht zu mageren Käsesorten. Nur wer den Verdacht hat, wirklich unter Vitamin-D-Mangel zu leiden, sollte mit dem Arzt besprechen, ob es sinnvoll ist, zusätzlich ein Präparat einzunehmen.

2. Bewegung

Wirkung: Studien zeigen, dass Sport tatsächlich vor Erkältungen schützt. Während bei untrainierten Frauen in den Wintermonaten jede zweite erkältet ist, trifft es bei sehr fitten Frauen nicht einmal jede zehnte. Und fünfmal pro Woche Walken senkt den Schniefnasen-Alarm von zehn auf sechs Tage pro Jahr.

Nebenwirkungen: Mit Fieber oder Halsschmerzen sollte man nicht zum Training gehen, um nicht zu riskieren, dass der Infekt auf das Herz übergreift.

So geht's: Nur nicht übertreiben! Mittlere Ausdauerbelastungen, wie 30 Minuten Walken an fünf Tagen der Woche oder zweimal pro Woche eine halbe Stunde zügig schwimmen, senken das Infektionsrisiko. Sport bis zur Erschöpfung unterdrückt dagegen die körpereigene Abwehr.

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  • Text: Heide Fuhljahn, Antje Kunstmann, Sabine Thor-Wiedemann
    Fotos: cydonna / photocase.com
    Ein Artikel aus der BRIGITTE
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