Wie werde ich mein Tattoo los?

Der Name des Verflossenen auf dem Arm, das Arschgeweih, das einem längst peinlich ist - manche Tattoos will man dringend wieder loswerden. Aber wie? BRIGITTE.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Was ist die gängigste Methode, um ein Tattoo zu entfernen?

Gewöhnlich werden Tattoos mit einer Laserbehandlung entfernt. Am besten geeignet sind so genannte gütegeschaltete Rubinlaser oder Nd-Yag-Laser. Die Behandlung hat kaum Nebenwirkungen, ist nicht sehr schmerzhaft und erzielt bei den meisten Tätowierungen gute Ergebnisse.

Wie funktioniert eine Laserbehandlung?

Beim Tätowieren werden Farbpartikel in die Haut eingelagert. Diese sind so groß, dass der Körper sie nicht abbauen kann. Bei der Laserhandlung wird nun wenige Milliardstel Sekunden lang ein extrem energiereicher Lichtblitz auf die Haut geschossen. Weil das Licht nur so kurz auf das Gewebe trifft, bleibt es unverletzt. Die Farbkugeln aber werden in kleine Fragmente zertrümmert, die über die Lymphflüssigkeit abtransportiert werden können.

Hat der Körper die Überreste der Farbe auf diese Weise beseitigt, werden tiefer in der Haut liegende Partikel an die Oberfläche befördert und sind nun mit dem Laser erreichen. So verschwindet das Tattoo nach und nach.

Welche Tattoos lassen sich am besten entfernen?

Vielen Frauen ist ihr Arschgeweih heute peinlich - zum Glück lassen sich schwarz und blau leicht entfernen

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Wer schon beim Aussuchen des Tattoos drüber nachdenkt, wie er es später am besten wieder wegbekommt, sollte die Finger von der Sache lassen. Tattoos sind eine Entscheidung fürs Leben, die Entfernung in jedem Falle langwierig und teuer - und ein Erfolg keinesfalls garantiert. Eine 95-prozentige Beseitigung ist allerdings in den meisten Fällen möglich.

Die besten Ergebnisse erzielt die Laserbehandlung bei den Farben Schwarz und Blau. Besonders schlecht entfernen lassen sich Weiß und Gelb. "Hier kann beim Lasern zu Farbumschlägen kommen", sagt der Hautarzt Klaus Fritz, Vizepräsident der European Society for Laser Dermatology.

Wie lange dauert es, ein Tattoo zu entfernen?

Um ein Tattoo zu entfernen, sind mehrere Laserbehandlungen nötig. Wie viele, das hängt ab von der Zahl der Farben im Tattoo, von seiner Größe und Farbdichte. Tätowierungen von Laien lassen sich schneller und leichter entfernen als professionelle Tattoos. Sie verschwinden gewöhnlich schon nach drei bis sechs Sitzungen. Für Profi-Tätowierungen müssen Sie zehnmal oder mehr zum Lasern.

Zwischen zwei Sitzungen braucht die Haut Wochen Zeit, um sich zu erholen - Klaus Fritz empfiehlt eine Regenerationspause von drei Monaten. "Setzen Sie sich nicht unter Zeitdruck! Wir können da nicht alle drei Wochen draufballern, das reizt die Haut zur Narbenbildung." Bei vier Sitzungen im Jahr kann es mehrere Jahre dauern, bis ein Tattoo vollständig beseitigt ist.

Was kostet die Tattoo-Entfernung?

Eine Sitzung kostet, je nach Dauer, 50 bis 300 Euro. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, da die Entfernung eines Tattoos kein medizinisch notwendiger Eingriff ist. Ein Profi-Tattoo loszuwerden kostet also mindestens 500 Euro, je nach Größe und Farbe auch deutlich mehr.

Vorsicht bei Anbietern, die zu deutlich günstigere Preise versprechen: Es ist gut möglich, dass sie technisch minderwertige Geräte verwenden - das Ergebnis wird entsprechend schlechter.

Tut das Lasern weh?

Im Allgemeinen tut die Laserbehandlung weniger weh als das Tätowieren selbst. "Es fühlt sich an wie kleine Nadelstiche", sagt Dermatologe Fritz. Schmerzempfindlichen Patienten können ein Schmerzmittel oder eine örtliche Betäubung helfen.

Nach der Behandlung ist die Haut gereizt, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. In diesem Fall hilft Kühlen.

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  • Text: Angelika Unger
    Fotos: dreamstime.com
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