Ich will abnehmen - Fragen und Antworten

Süßhunger, Sport, Gewichtsplateau: Ich will abnehmen - Fragen und Antworten aus unserer letzten Expertenaktion mit dem BRIGITTE Diät-Coach.

Zwei Wochen lang konnten Sie, liebe Userinnen, Ihre Fragen zum Thema "Ich will abnehmen" im Bfriends-Forum stellen. Und bekamen Antworten von der Expertin des BRIGITTE Diät-Coach. Wir haben die interessantesten Themen hier noch einmal für Sie zusammengefasst.

Auch jetzt im Januar gibt es wieder eine kostenlose Expertenaktion im Bfriends-Forum. Machen Sie mit und stellen Sie Ihre Fragen, die Aktion läuft noch bis zum 13. Januar 2012.

Was ist die "fettfreie Masse"?

Bei Golda kontrolliert das Fitness-Center regelmäßig Gewicht und BMI. Zusätzlich werden Wasser, Körperfettanteil, Muskelanteil und fettfreie Masse gemessen. Golda möchte wissen, wie wichtig diese speziellen Werte eigentlich sind.

Die Antwort vom BRIGITTE Diät-Coach:

Ein Grund, warum Ihr Fitnessstudio diese Kenngrößen in regelmäßigen Abständen erhebt, liegt darin, dass man vergleichen kann, ob und wie sich in Ihrem Körper etwas verändert hat. Das chemisch-biologische Modell der Körperzusammensetzung unterscheidet Körperfett, Körperwasser, Proteine und Mineralien. Die drei letzt genannten sind auch unter der Bezeichnung "fettfreie Masse" bekannt. Um die Veränderung nun hinsichtlich der Körperzusammensetzung beurteilen zu können, werden die Komponenten Körperwasser, Körperfettanteil, fettfreie Masse und Muskelanteil ermittelt. Denn beachten Sie bitte: Das Gewicht auf der Waage allein ist nicht sehr aussagekräftig, wenn man bedenkt, dass Muskelmasse mehr wiegt als Fettmasse.

Nichtsdestotrotz und glücklicherweise gibt es auch das persönliche Wohlfühlgewicht. Wie Sie uns mitteilen, sind Sie mit Ihrer Muskelmasse sehr zufrieden, obwohl diese laut Fitnessstudio das Optimum noch nicht erreicht hat. Das persönliche Empfinden ist auch ein sehr wichtiger Faktor für die Gesunderhaltung unseres Körpers und sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden.

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Ausdauertraining kräftigt doch auch die Muskeln - oder?

diesmalwirklich macht täglich Sport und und hat mit Schwimmen, Aquafitness, BBP und Radfahren schon ordentlich abgenommen. Nun ist sie unsicher, ob sie eventuell zu einseitig die Ausdauer trainiert - zumal man doch auch Krafttraining machen soll, wie es immer heißt. Was versteht man eigentlich unter Krafttraining? Baut nicht jeder Tritt beim Radfahren, jeder Zug beim Brustschwimmen Muskeln in Beinen bzw. Armen auf?

Die Antwort vom BRIGITTE Diät-Coach:

Beim Sport ist zu beachten, dass bei einer geringeren Belastungsintensität mehr Fettsäuren aus dem Depotfett mobilisiert werden, als es bei hoher Belastung der Fall ist. Empfehlenswert sind daher längere und weniger intensive Belastungen, am besten als Kombination aus einem Sportprogramm und einer gesteigerten Alltagsaktivität.

Geeignete Sportarten mit einem hohen Energieverbrauch und die vor allem auch die Gelenke schonen, sind beispielsweise Schwimmen, Aquafitness, Radfahren, Wandern, Walking, Skilanglauf und Rudern. Kraftsport wie z. B. Gewichtheben ist nicht geeignet, da es bei eher untrainierten Personen schnell zu Verletzungen kommen kann.

Die Sportarten, die Sie beschreiben, liegen hauptsächlich im Kraft-Ausdauerbereich. Hierbei werden Kraft und Ausdauer miteinander kombiniert. Ein gutes Beispiel ist das BBP-Turnen, bei dem die Problemzonen Bauch, Beine, Po durch andauernde (ausdauernde) Wiederholungen mit einem hohen Kraftaufwand trainiert werden. Durch das Krafttraining wird die Figur straffer und auch der Energieverbrauch gesteigert. Daher sind neben dem Ausdauertraining etwa zwei Trainingseinheiten pro Woche, bei dem auch die Kraft trainiert wird, sehr zu empfehlen.

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Wenn die Kilos wie "festgetackert" sind

Im Mai hat Montypython die Ernährung umgestellt und damit relativ leicht knapp 4,5 Kilo abgenommen. Seit mehr als vier Monaten stagniert das Gewicht bzw. ist instabil. Trotz weiterhin fettarmer Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf sitzen die Kilos wie "festgetackert". Kann es an den Medikamenten liegen, die Montypython nehmen muss? Von den Ärzten gab's darauf bisher keine befriedigende Antwort.

Das antwortet die Expertin vom BRIGITTE Diät-Coach:

Jeder, der schon mal eine Gewichtsreduktion angestrebt hat, kennt Ihr Problem. Nach einer Gewichtsabnahme von mehreren Kilos kann es irgendwann zu einem Gewichtsstillstand kommen. Wann und wie lange dieser anhält, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Das Grundproblem ist, dass sich der Stoffwechsel dem jetzigen Verhalten angepasst hat und somit keine negative Energiebilanz erreicht werden kann.

Wir möchten Sie ermutigen, die folgenden Tipps zu beherzigen, um Ihren Stoffwechsel wieder ein wenig in Schwung zu bringen:

- Haben Sie eventuell einen Pulsmesser mit Kalorienzähler oder einen Schrittzähler? Das sind zwei gute Kontrollinstrumente für den Bewegungsteil. Bei den Kalorien sollten Sie in einer Woche durch intensives Training mindestens 1500 kcal verbraucht haben. Dann ist eine Gewichtsabnahme von 500 Gramm bis 1 Kilogramm pro Woche möglich, ohne die Kalorienzahl beim Essen zu reduzieren. Sollten Sie einen Schrittzähler besitzen, sollten Sie mindestens 10000 Schritte pro Tag machen, damit Sie Ihr Körpergewicht damit beeinflussen können. - Die Mindestkalorienanzahl um das Gewicht zu reduzieren, beträgt bei sportlicher Betätigung bei Frauen 1500 Kilokalorien pro Tag. Kontrollieren Sie Ihre Kalorienzufuhr, und passen Sie sie gegebenenfalls an. - Sofern Sie keine gesundheitlichen Probleme haben, bauen Sie sich einen Obst-, Reis-, Gemüse- oder Kartoffeltag ein. Dieser sorgt dafür, dass überflüssiges Wasser aus dem Körper ausgeschwemmt wird. - Machen Sie Ihre Ernährungsumstellung und die Bewegung weiter, und geben Sie Ihrem Körper etwas Zeit. Eventuell geht nach einiger Zeit das Gewicht von alleine weiter runter. Nur nicht verzweifeln, dann neigt man dazu wieder mehr zu essen.

Eventuell benötigen Sie einen, unter Berücksichtigung Ihrer Medikamente, individuellen Ernährungsplan, der auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist und auf einer individuellen, für Sie ermittelten Kalorienstufe, beruht. Anschriften von Ernährungsfachkräften erhalten Sie über Ihre Krankenkasse.

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Süßhunger - sind Medikamente schuld?

Süßhunger ist ein großes Thema für Ang00. Sie muss Psychopharmaka nehmen, was den Süßhunger noch verstärkt. Innerhalb von zwei Jahren hatte sie extrem zugenommen. Mit Sport und Diät hält sie seither ihr Gewicht und fragt nach Tipps, wie sie die Süßhunger-Attacken beherrschen kann.

Das antwortet die Expertin vom BRIGITTE Diät-Coach:

Nicht immer sind Psychopharmaka der Auslöser für Süßhunger. Wir empfehlen Ihnen, bei Süßhunger einige andere Ursachen zu hinterfragen und zu überprüfen.

1. Wann haben Sie das letzte Mal etwas gegessen? Wie viele Stunden liegt es zurück? Optimal ist es, wenn alle 2-3 Std. etwas gegessen wird. Das verhindert ein Aushungern und somit auch ein Aufkommen von Heißhunger-und Süßhungerattacken.

2. Auf welche Lebensmittel haben Sie besonders Heißhunger? Überlegen Sie sich gesunde Alternativen dafür. Falls Sie Lust auf Gummibärchen, Schokolade etc. haben, versuchen Sie es mit einem Obstsalat aus süßen Früchten oder einem Naturjoghurt mit Obst.

3. Was haben Sie tagsüber gegessen? Haben Sie vielleicht nur "leichte" Lebensmittel gegessen, die Sie nicht richtig satt gemacht haben? Wahrscheinlich war die Menge insgesamt zu wenig. Versuchen Sie es mit eiweißreichen Lebensmitteln, denn diese sättigen gut und lassen die Lust auf etwas Süßes nicht so schnell aufkommen.

4. Sind Sie zu streng mit sich? Verbieten Sie sich gar Lebensmittel, die Ihnen besonders gut schmecken? Das sollten Sie unbedingt vermeiden, denn ein dauerhaft unterdrücktes Lustgefühl auf etwas Süßes kann erst recht einen Essanfall auslösen.

5. Ist Ihre Lust auf etwas Süßes eventuell ein Ersatz für etwas anderes? Versuchen Sie über das Essen Stress abzubauen, oder fehlt Ihnen Entspannung? Machen Sie etwas für sich, das Ihnen gut tut. Beispielsweise einen Wellnessabend, einen Kinobesuch mit der Freundin, einen erholsamen Spaziergang im Grünen.

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Foto: iStockphoto

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