Vorbeugen

Abwehrkräfte stärken: Warum Glück dabei hilft

Glück, Schlaf, Bewegung, Ernährung - diese Faktoren stärken unsere Abwehrkräfte. Sind Körper und Seele im Lot, schützt das vor Krankheiten.

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Abwehrkräfte stärken - mit Glück

Foto: Warren Goldswain/Fotolia.com

Forscher wissen mittlerweile ziemlich genau, dass Angst, Depressionen und chronischer Stress Entzündungsprozesse im Körper verursachen und das Immunsystem schwächen: Bei Menschen, die an Einsamkeit leiden, ändert sich zum Beispiel die Genaktivität, so dass mehr entzündungsfördernde weiße Blutkörperchen zirkulieren. Aber gilt auch der Umkehrschluss: Glückliche Menschen sind gesünder?

Es sieht so aus. Der amerikanische Psychologe Sheldon Cohen hat Menschen Fragebögen über ihren Gemütszustand ausfüllen lassen und sie anschließend Schnupfenviren ausgesetzt. Das Ergebnis: Deutlich weniger Probanden bekamen eine Erkältung, die sich selbst als glücklich, zufrieden und entspannt einschätzten. "Glück ist ein wissenschaftlich schwer fassbarer Begriff", sagt Manfred Schedlowski, Professor für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen. "Im Prinzip geht es darum, wie gelassen und ruhig wir durchs Leben gehen, wie wir also Stress verarbeiten."

Was Sie für sich tun können

Jede hat ihre Methode, den Alltagsdruck abzubauen. Nachweislich hilfreich für innere Ruhe und Wohlbefinden sind neben regelmäßigem Sport und ausreichend Schlaf Entspannungsmethoden wie Yoga oder Meditation, aber auch die Pflege von Beziehungen. Denn soziale Unterstützung durch Freunde und Familie erhöht nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Abwehrkraft, zeigen Studien.

Besonders gilt das für Menschen, die unterschiedliche Beziehungen pflegen: also etwa zu Verwandten, Freundinnen, Patenkindern, Nachbarn, Kolleginnen, Sportsfreunden und Sandkastenlieben. Und natürlich spielt auch die Qualität der Beziehung für unser Wohlbefinden eine Rolle: Wenige gute Freunde sind wichtiger als ein großer, aber lockerer Bekanntenkreis.

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  • Text: Natalie Rösner