Statt Riechfläschchen: Aromatherapie
Noch im vergangenen Jahrhundert hatte die Dame der guten Gesellschaft das Riechfläschchen als unentbehrliches Accessoire immer in Reichweite: Drohte eine Ohnmacht, öffnete sie den zierlichen Verschluss des Fläschchens und atmete tief ein. Und gleich ging es ihr besser. In unseren profanen Zeiten dürfen Frauen nicht mehr in Ohnmacht fallen, und auch das Riechfläschchen ist aus der Mode.
Doch heute gibt es die Aromatherapie. Sie beruht auf der uralten Erkenntnis, dass bestimmte Düfte auf das körperliche und seelische Wohlbefinden wirken. An die 300 ätherische Öle aus Blüten, Blättern, Schalen und Hölzern werden verwendet, von Rosmarin bis Melisse, Lavendel und Wacholder bis zur Zitrone. Ätherische Öle enthalten Wirkstoffe in konzentrierter Form: Sie dürfen nie unverdünnt angewendet werden, sondern müssen in einem neutralen Öl (zum Beispiel Jojoba, Mandel) gelöst werden.
Anwendung
Wir können Duftöle - mit Sahne oder Honig als Emulgator - ins Badewasser träufeln; wir können sie in Jojoba- oder Mandelöl lösen und uns damit massieren lassen oder eine Kompresse mit ein paar Tropfen Öl auf schmerzende Körperteile legen. Über spezielle Aromalampen lässt sich wohltuender Duft im ganzen Raum verteilen.












