Traditionelle Chinesische Medizin von A bis Z

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eine Jahrtausende alte Heilkunst. Lassen Sie sich nicht vom Fachchinesisch abschrecken! Wir erklären, was hinter Tuina, Moxibustion und Co. steckt - von A bis Z.

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Akupunktur

Don Zen Jiu, wie die Akupunktur in ihrem Ursprungsland China heißt, wird dort seit mehr als 3000 Jahren angewendet. Sie beruht auf der Vorstellung, dass die Lebensenergie Qi den Körper in bestimmten Energieflüssen durchströmt, den Meridianen. Fließt zuviel, zuwenig oder gar keine Energie, wird der Mensch krank. Akupunktur soll helfen, den Energiefluss wieder auf ein harmonisches Maß zu bringen. Dazu werden Nadeln in bestimmte Punkte entlang der Meridiane gestochen - manchmal mehrere Zentimeter tief und mit drehenden Bewegungen. Es gibt zwischen 300 und 400 Akupunkturpunkte; über die genaue Zahl sind die Experten sich nicht einig.

Westliche Mediziner erklären die Wirksamkeit der Akupunktur auch damit, dass durch die gezielten Stiche Schmerzpunkte gereizt werden, die dann die "Schmerzpforte" im Stammhirn verschließen. Andere gehen davon aus, dass durch die Nadelstiche die Produktion bestimmter körpereigener Hormone (Endorphine) angeregt wird, die neben ihren anderen Eigenschaften auch schmerzlindernd wirken.
Mehr lesen über Akupunktur: Neue Studien

Bafa

So nennt man die acht Behandlungsstrategien der Traditionellen Chinesischen Medizin: schwitzen, erbrechen, abführen, erwärmen, kühlen, harmonisieren, auflösen und ausfüllen. Diese sind die Grundlage für alle Therapien der TCM von Akupunktur über Ernährung bis hin zu Qigong.

China

Das Mutterland der Traditionellen Chinesischen Medizin: Noch heute gibt es dort Universitäten und Kliniken speziell für TCM. Doch auch in China hat die westliche Welt Einzug gehalten und TCM-Ärzte geraten immer mehr unter den Druck, wissenschaftliche Nachweise für die Wirksamkeit ihrer Methoden zu erbringen.

Diätetik

Die TCM setzt Ernährung gezielt ein, um Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen zu behandeln. Die Ernährung nach den Fünf Elementen (s. u.) ordnet zunächst jedem Lebensmittel eines der Elemente Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall zu, abhängig von seiner Geschmacksrichtung (süß, scharf, salzig, sauer und bitter). Den Elementen sind jeweils verschiedene Organe des Körpers zugewiesen. Nach der Philosophie der TCM kann die Fünf-Elemente-Ernährung helfen, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen - sie kann kühlen oder wärmen, die Verdauung anregen oder Kraft schenken, je nach Zutaten und Zubereitungsart.
Die Fünf-Elemente-Küche: Infos und Rezepte

Elemente, fünf

Die TCM teilt das Leben in fünf Wandlungsphasen ein und weist jeder dieser Phasen ein Element zu. Das Holz ist dem Frühling zugeordnet, das Feuer dem Sommer, die Erde dem Spätsommer, das Metall dem Herbst und das Wasser dem Winter.

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  • Text: Angelika Unger
    Foto: Getty Images
Letzte Kommentare
  • Tracee Trahin
    am 18.08.11 um 09:29
    Hallo, ich habe mich in letzter Zeit ziemlich viel mit dem Thema Ayurveda befasst. Ich finde das Thema sehr spannend. Ich habe Interesse an einem gedanklichen sowie informellen Austausch über Ayurveda. Meine bisherigen Informationsquellen waren bei mahindra institut, aber ich suche noch mehr. Danke schon mal für jede Antwort
 
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