Traditionelle Chinesische Medizin von A bis Z
Wandel
Der Wandel ist eines der wichtigsten Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin: Es gibt keine absoluten Wahrheiten, alles auf der Welt verändert sich, alles hat zwei Seiten. Die Vorstellung des steten Wandels ist eng verbunden mit der Idee von Yin und Yang (s. u.), die fünf Jahreszeiten werden auch als Wandlungsphasen bezeichnet. Ziel der TCM ist es, in einer sich ständig verändernden Welt die Gegensätze in Harmonie zu bringen.
Xue
So nennt man in der TCM das Blut. Jedoch ist Xue mehr als eine rote Flüssigkeit - es gibt uns auch Kraft und Ausdrucksstärke. Wenn wir uns saft- und kraftlos fühlen, liegt vermutlich eine Xue-Stauung vor. Xue wird aus der Nahrung gewonnen und vom Qi durch den Körper transportiert.
Yin und Yang
Wenn ein Mensch gesund ist, sind Yin und Yang in seinem Organismus, also auch in jedem einzelnen der zwölf Organsysteme, im Gleichgewicht. Die beiden Begriffe stehen für Eigenschaften, die einander entgegengesetzt sind, sich aber auch gegenseitig bedingen. Yin heißt eigentlich "die Schattenseite des Berges", Yang "die Sonnenseite des Berges". Weitere Bedeutungen von Yin und Yang: kalt und warm, Frau und Mann, Mond und Sonne, Tag und Nacht.
Auch in der westlichen Medizin weiß man seit langem, dass es überall im Organismus ein Wechselspiel der Kräfte gibt (zum Beispiel Spannung und Entspannung, Ruhe und Bewegung), das Funktionen wie etwa Kreislauf und Körpertemperatur aufrecht erhält. Dieses fließende Gleichgewicht wird bei uns "Homöostase" genannt.
Zungendiagnose
Die Zunge gilt in der TCM als Spiegel des Körpers: Anhand ihrer verschiedenen Zonen lassen sich Aussagen über die Befindlichkeit der Organe treffen. So lassen sich Störungen der Leber an den Zungenrändern ablesen, die Zungenspitze ist dem Herz zugeordnet und der Zungengrund der Niere.
Der Therapeut beurteilt Form, Farbe und Bewegung der Zunge und den Zungenbelag. Eine gesunde Zunge ist rosa, glatt und hat dünnen Belag. Eine auffallend rote Zunge etwa weist auf innere Hitze hin, eine aufgedunsene Zunge auf inneren Schleim. Die Zungendiagnose sollte möglichst morgens vor dem Essen durchgeführt werden.













