Hausmittel
Halsschmerzen

Manchmal verschlägt es uns die Worte: Zuerst krächzt die Stimme, dann kommt nur noch Flüstern. Welche Hausmittel helfen gegen Halsschmerzen und Schluckbeschwerden?

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Hausmittel

Halsschmerzen und Heiserkeit kündigen meistens eine Erkältung an - und werden ebenso behandelt. Sie können allerdings auch ein Anzeichen dafür sein, dass die Stimme überanstrengt ist. Jetzt bloß nicht flüstern - das strengt viel mehr an als normales Sprechen.

Salbei hemmt das Ausbreiten von Bakterien und zieht zusammen. Darum ist das vielseitige Kraut auch bei Halsschmerzen genau das richtige Gegenmittel. Zum Gurgeln und Spülen: Zwei Teelöffel auf eine Tasse heißes Wasser, nach zehn Minuten durch ein Sieb abgießen. Das desinfiziert den Rachenraum und hält die Schleimhäute feucht. Auch Eis lutschen lindert Entzündung und Schmerzen. Ein feuchtes Handtuch um den Hals ist ebenfalls angenehm. Trinken Sie keine Fruchtsäfte, sondern lieber Kamillentee, um die Rachenschleimhaut nicht zu reizen.

Eiskalte Getränke, Schnäpse und andere harte Alkoholika sowie scharfe Speisen gelten zu Recht als "Rachenputzer". Nach dem Runterschlucken sind die Speiseröhre und die Schleimhäute im Rachen für kurze Zeit betäubt. Das tut erst mal gut. Der Nachteil solcher Radikalkuren: Man merkt hinterher nicht, wenn man sich beim Sprechen überanstrengt - und wenig später schmerzt der Hals noch schlimmer als vorher.

Bei "dickem Hals" mit Fieber und dem typischen unangenehmen Geschmack im Mund können außerdem Magerquark-Halswickel Erleichterung verschaffen: Den Quark etwa fünf Millimeter dick auf ein dünnes Baumwolltuch streichen, dann das Tuch so einschlagen, dass später zwischen Quark und Haut nur eine Lage Stoff liegt. Den Wickel zwischen zwei Wärmflaschen auf Körpertemperatur erwärmen und so an den Hals legen, dass die Nackenwirbel frei bleiben. Die Kompresse mit einem Baumwolltuch so befestigen, dass sie keine Falten schlägt. Darüber kommen eine Lage Watte oder ein weiches, saugfähiges Frotteetuch und ein dickes Wolltuch. Den Wickel so lange tragen, bis die Quarkschicht eingetrocknet ist, also drei bis fünf Stunden. Nach der Behandlung muss der Hals eine Zeitlang mit einem Schal bedeckt bleiben. Bei verschleimten Bronchien helfen Quark-Kompressen als Brustwickel. Das Verfahren ist dasselbe, man braucht dafür nur größere Tücher.

Selbstmedikation

Dragees und Tinkturen mit Salbei gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Lutschbonbons mit pflanzlichen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Salbei, Isländisch Moos), Salz oder auch chemischen Substanzen desinfizieren kaum. Trotzdem tun sie gut, weil sie die Speichelproduktion fördern und damit den Rachen feucht halten. Lutschtabletten mit desinfizierenden und örtlich betäubenden Zusätzen (wie Lidocain, Benzocain) machen die Halsschmerzen erträglicher.

Alternativmedizin

Bei leichten Schluckbeschwerden und Heiserkeit bringt ein sanftes Rauf- und Runterschieben mit Daumen und Zeigefinger links und rechts am Hals (drei bis fünf Minuten) Linderung. Anschließend eine Minute lang sehr sanft den Akupressurpunkt direkt unterhalb des Ohres am Hals drücken. Kann wiederholt werden.

Wann zum Arzt?

Wer Fieber oder sehr stark geschwollene Mandeln hat, sollte zum Arzt oder zur Ärztin gehen.

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