Natürlich heilen
Qigong

Die fernöstliche Bewegungstherapie Qigong ist eine der Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie versucht, mithilfe von Bewegungen, bewusster Atmung und Haltung die Lebensenergie zu erhalten.

Qigong - was ist das eigentlich?

Qigong (Qi - japanisch: Lebensenergie, Gong - japanisch: beständiges Üben) ist eine fernöstliche Bewegungstherapie - eine der Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Dem Qigong zufolge sind körperliche und seelische Beschwerden darin begründet, dass der Fluss der Lebensenergie Qi blockiert ist. Mit Bewegungen, bewusster Atmung und Haltung wird versucht, das Qi zu erhalten, zu regenerieren und an die richtigen Stellen im Körper zu lenken. Das soll Körper und Geist ins Gleichgewicht bringen, innere Spannungen abbauen helfen und so Krankheiten lindern.

Mit welchen Methoden arbeitet man im Qigong?

Charakteristisch für Qigong sind langsame, sanfte, fließende Bewegungen im Stehen, Sitzen oder Liegen. Sie tragen Namen wie "Stehen wie ein Baum" oder "Die Wolken teilen". Es gibt vielfältige verschiedene Qigong-Stile, etwa das meditative Stille Qigong (Jinggong) oder das dynamische Shaolin Qigong.

Bei welchen Beschwerden ist Qigong sinnvoll?

Qigong wird nicht als alleiniges Heilmittel eingesetzt, sondern als ergänzende Therapie. Bewährt hat es sich etwa bei gegen Rückenschmerzen, Verspannungen, Bluthochdruck, Arthritis und Osteoporose. Auch psychische Probleme wie Nervosität, Stress oder Angst können durch Qigong gelindert werden.

Wie gut ist Qigong wissenschaftlich abgesichert?

Für die Existenz der Lebensenergie Qi gibt es keine wissenschaftlich nachvollziehbare Grundlage. Dennoch entfaltet Qigong durch Konzentration, Atmung und Bewegung eine positive gesundheitliche Wirkung. So konnte in wissenschaftlichen Studien ein Effekt von Qigong bei Bluthochdruck und bei Schmerzzuständen nachgewiesen werden.

Welche Einschränkungen gibt es bei Qigong?

Qigong-Übungen sind meist leicht zu lernen und brauchen keine besondere Beweglichkeit oder Kraft. Daher ist Qigong auch für Schwangere, alte und kranke Menschen geeignet. Damit Qigong tatsächlich einen gesundheitlichen Nutzen entfaltet, sollte man die Übungen möglichst täglich durchführen.

Für wen ist Qigong geeignet?

Qigong ist für alle geeignet, die einen inneren Ausgleich suchen und Lust und Zeit haben, regelmäßig zu üben.

Was kostet die Behandlung?

Die wohl verbreitetste Möglichkeit, Qigong zu lernen, ist ein Volkshochschul-Kurs - etwa 20 Unterrichtseinheiten für 70 Euro. Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für einen Qigongkurs, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind (nachfragen!).

Eine Alternative sind Übungsbücher, die teilweise mit CDs oder DVDs ausgeliefert werden, etwa Shi Xingguis Buch "Shaolin Qi Gong: Energie in Bewegung" (Koha Verlag, 16,95 Euro) oder Wilhelm Mertens' und Helmut Oberlacks "Qi Gong. Entspannt, gelassen und hellwach. Lust zum Üben" (Gräfe + Unzer, 16, 95 Euro).

Wo gibt's mehr Infos?

Mehr Infos gibt es bei der Deutschen Qigong Gesellschaft e.V., Guttenbrunnweg 9, 89165 Dietenheim, Tel. (07347) 3439, www.qigong-gesellschaft.de. Auf der Website findet man auch die Adressen anerkannter Qi-Gong-Lehrer (mindestens drei Jahre Ausbildung) und anerkannter Qi-Gong-Kursleiter (1,5 Jahre Ausbildung).

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