Sportverletzungen sanft behandeln - mit Homöopathie
Kann man Sportverletzungen wie den verstauchten Knöchel oder die schmerzende Wade auch selbst mit Kügelchen behandeln? Ja, das funktioniert - und das oft sehr erfolgreich! Zwar bestimmen in der Homöopathie nicht nur Krankheit und Beschwerden die genaue Behandlung, sondern auch individuelle Merkmale des Patienten. "Im Unterschied zu länger dauernden oder chronischen Erkrankungen ist die Therapie bei akuten Beschwerden nicht so sehr auf den einzelnen Patienten zugeschnitten, sondern eher auf die Verletzung", erklärt Heilpraktiker und Homöopath Roger Rissel. "Mit elf Arzneien hat man bereits eine kleine Hausapotheke, die bei Sportverletzungen gut weiterhelfen kann."
Meist kommen bei Sportverletzungen mehrere Mittel infrage, die beispielsweise einzelnen Schmerzempfindungen (reißend, stechend, ziehend etc.) entsprechen. Beginnen sollte man dann immer mit der Arznei, die am besten zu den Beschwerden passt. Starten Sie mit einem einzigen Globulus. Den lassen Sie im Mund, etwa auf der Zunge, zergehen, oder Sie lösen ihn in einem Glas Wasser auf und nehmen einen Teelöffel dieser Lösung ein. Erhöhen Sie die Dosis, wenn sich nach sechs Stunden keine Besserung zeigt, nehmen Sie dann also einen weiteren Globulus oder Teelöffel der Lösung. Werden die Beschwerden nicht innerhalb eines Tages besser, lohnt es sich, das zweite Mittel auszuprobieren, das infrage kommt.
Jede Selbstbehandlung hat ihre Grenzen. Wenn etwa der Knöchel verstaucht ist, sollte man zum Beispiel unbedingt abklären lassen, ob die Bänder nicht nur überdehnt, sondern vielleicht sogar gerissen sind. Im Zweifelsfall, vor allem wenn die Beschwerden schlimmer werden, suchen Sie am besten immer einen Heilpraktiker oder Arzt auf.
Aber auch wenn gerissene Bänder oder ein gebrochener Knochen vom Chirurgen gerichtet werden müssen: Homöopathische Mittel unterstützen den Heilungsprozess, sodass man schneller wieder fit ist.
Das können Sie selbst tun
Muskelzerrung
Rhus toxicodendron, wenn der Schmerz zu Beginn der Bewegung besteht, sich dann aber durch Aktivität bessert.
Bryonia bei ziehendem, reißendem Schmerz, den schon kleinste Bewegungen direkt verschlimmern.
Prellungen
Arnica bei stumpfen Verletzungen - wie etwa durch einen Sturz oder Ellenbogencheck des Gegners -, die sich durch einen schmerzhaften und berührungsempfindlichen Bluterguss zeigen.













