Autogenes Training

"Mein rechter Arm ist schwer und strömend warm." Mit diesem Satz beginnt die "Schwere-Übung", Grundlage des autogenen Trainings.

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Bei dieser Entspannungsmethode, die um 1910 von dem Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz entwickelt wurde, arbeitet "nur" das Gehirn: Durch das reine Sich-Vorsagen und -Vorstellen von Empfindungen wie Schwere, Wärme oder auch Kühle sollen körperliche Entspannung und eine tiefe innere Ruhe erreicht werden - und das, ohne sich zu bewegen. Die Atmung beruhigt sich, der Pulsschlag wird langsamer, die Muskeln fühlen sich warm und schwer an. Wird man dann nicht gestört, hält die unmittelbare Wirkung so lange an, bis man sich selbst durch eine spezielle Formel in den Alltag zurückholt.

Das Abschalten erfrischt und beruhigt

Das kurze, intensive Abschalten erfrischt Körper und Geist, kann aber auch beim Einschlafen helfen. Jahrelanges, regelmäßiges Üben soll auf Gefühlsleben und Stimmung ausgleichend wirken. Autogenes Training ist für gesunde Menschen (auch Kinder) grundsätzlich geeignet und kann gut in Gruppen erlernt werden.

Anfängern erleichtert es den Einstieg, wenn die Kursleiterin die Formeln vorspricht. Unterricht in autogenem Training wird von den Krankenkassen bezahlt, wenn eine Ärztin oder ein Arzt ihn verschreibt oder selbst durchführt. Einige Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern kostenlos Kurse an, auch Volkshochschulen und Familienbildungsstätten haben autogenes Training im Programm.

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