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Tipps für einen entspannten Urlaub

Urlaub entspannt

Entspannt und gut gelaunt: Hier kommen Tipps für einen Urlaub, der sich auch nach Urlaub anfühlt.

Kosmetik, die anders riecht

Lassen Sie Ihr Shampoo und Duschgel zu Haus und decken Sie sich mit Kosmetikartikeln vor Ort ein. Exotische Düfte morgens unter der Dusche erinnern Sie schon vor dem Frühstück daran, dass Sie gaanz weit weg vom Alltag sind.

Reiselektüre

Am Strand liegen und gemütlich schmökern, das gehört zu einem richtigen Urlaub dazu. Auch wenn Sie sich schon seit Jahren vorgenommen haben, endlich einmal den "Ulysses" von Joyce zu lesen: Lassen Sie ihn zu Hause und decken Sie sich stattdessen hemmungslos mit leichter Lektüre ein, am besten auch mit Büchern von Autoren aus dem Urlaubsland. Bilden können Sie sich schließlich auch noch an verregneten Herbstabenden zu Hause. Lektüre-Tipps finden Sie in der Brigitte.de-Buchdatenbank.

Zum Telefonieren in die Telefonzelle

Lassen Sie unbedingt Ihr Handy zu Hause und machen Sie Anrufe bei den Daheimgebliebenen von der Telefonzelle aus. Wenn Sie erst auf die Suche nach Münzen oder den landesüblichen Telefonkarten gehen, sich in die internationale Schlange vor dem Telefonhäuschen einreihen und dann in den Hörer rufen: "Ich bin jetzt gleich weg, mein Kleingeld ist alle, es piept schon...", fühlt sich der Urlaub doppelt gut und so wie früher an. Außerdem sparen Sie enorm viel Geld...

Alltagssorgen, adieu

Offene Rechnungen, unbeantwortete Einladungen, sonstige unerledigte Erledigungen: Lassen Sie die Sorgen um ihren Alltagskrempel zu Hause - der Stapel wird auch nicht kleiner, wenn Sie am Strand darüber nachgrübeln, was als erstes nach der Rückkehr anliegt. Noch besser: Diszipliniert schon vor dem Urlaub, soweit es geht, Klar Schiff machen und lange Aufgeschobenes erledigen - dann können Sie das Faulsein so richtig genießen. Mitnehmen von Unterlagen sollte jedenfalls tabu sein im Urlaub.

Nicht alles durchplanen

Gerade kulturell oder architektonisch interessante Urlaubsziele verführen dazu, einen Haufen Pläne für Tagestouren und Ausflüge rund um Must-Sees zu machen. Bei zu viel Programm kann aber die Erholung auf der Strecke bleiben. Außerdem geht die Spontaneität verloren, die oft erst tolle Entdeckungen und Erlebnisse ermöglicht. Lassen Sie Zeit und Raum für spontane Pläne - oder einfach fürs kontemplative Herumgammeln.

Postkarten: Kurz und schmerzlos

Eine Liste von einem Dutzend oder mehr Daheimgebliebenen abzuarbeiten, die mit einer Postkarte bedacht werden sollen, kann so manche Sonnenstunde vergällen. Vor allem, wenn man sich genötigt fühlt, Erlebnisse detailliert beschreiben zu müssen. Machen Sie es sich leichter - schreiben Sie einfach nur "Viele Urlaubsgrüße von x aus y" auf die Karte. Was Sie erlebt haben, können Sie auch nach der Rückkehr erzählen.

Einheimisches Zeit-Gefühl

Natürlich können Sie auch im Urlaub mittags eine warme Mahlzeit einnehmen und sich am frühen Abend an Brot und Aufschnitt gütlich tun. Gerade in warmen Ländern macht es allerdings Sinn, die Essgewohnheiten den Verhältnissen anzupassen: Mit einem leichten Imbiss am Mittag, einer ausgedehnten Siesta und einer späten, ausgiebigen Abendmahlzeit kommt ihr Körper besser in Urlaubsform, als wenn Sie ihm in der Mittagshitze große Mahlzeiten zumuten.

Besondere Rituale

Entwickeln und pflegen Sie im Urlaub besondere Rituale, die Urlaubsgefühle fast wie von selbst erzeugen. Nehmen Sie zum Beispiel als Reiseproviant einen ganz besonderen Nudelsalat mit, den es nur im Urlaub gibt. Lesen Sie sich mit Ihrem Partner abends abwechselnd Geschichten vor oder den Kindern. Machen Sie aus, jeden Tag ein besonderes Ding, ob Muschel oder Zeitungsfetzen, zu sammeln, dazu eine Geschichte zu erfinden und sie beim Abendessen zu erzählen...

Zeit ausblenden

Lassen Sie Ihre Armbanduhr im Koffer, ebenso den Wecker - es tut gut, über längere Zeit den Tag nicht auf Stunde und Minute zu organisieren. Ausgenommen sind Termine rund um Hin- und Rückreise. Da sollten Sie stets für einen großzügigen Zeitpuffer sorgen, denn Terminstress ist ein echter Erholungs-Killer.

Urlaub geht durch den Magen

Bestellen Sie im Restaurant nicht immer "Pizza Napoletana" oder gar "Wiener Schnitzel". Schauen Sie lieber den einheimischen Tischnachbarn auf den Teller und lassen Sie sich davon inspirieren. Probieren Sie unbekanntes Naschwerk beim Bäcker, und falls Sie selbst kochen, laden Sie ruhig exotische Gemüse und Gewürze in das Einkaufsnetz - wenn es nicht schmeckt, haben Sie wenigstens eine Urlaubsanekdote im Gepäck.

Leichte Garderobe

Nehmen Sie nur das Nötigste an Klamotten mit, und kaufen Sie sich ein paar bunte, günstige Fummel vor Ort. Die machen gute Laune - und wiegen auch kaum was beim Rückflug...

Den inneren Taschenrechner ausschalten

Gönnen Sie sich im Urlaub nette Kleinigkeiten, ohne über den Gegenwert in Euro nachzudenken: Wenn Sie beim Eisschlecken ausrechnen, was das gerade wieder gekostet hat, schmeckt's nur noch halb so gut.

Mut zur Unterinformiertheit

Lassen Sie den Hotelfernseher mit Satellitenempfang ausgeschaltet, lesen Sie keine Zeitungen - die Welt dreht sich auch, wenn Sie mal nicht topp informiert sind. Investieren Sie die gewonnene Zeit lieber in etwas Kontemplatives und so richtig schön Nutzloses wie Muscheln sammeln oder einfach Löcher in den Himmel gucken.

Ab und zu allein

Wenn Sie in einer Gruppe oder mit ihrer Familie unterwegs sind, tut es gut, sich ab und zu komplett auszuklinken: Einsamer Sonnenaufgangs-Spaziergang, Spitztour ins Hinterland, ein gemütlicher Bummel... Das schafft Abstand und Gelassenheit.

Fotografieren im Sparmodus

Widerstehen Sie der Versuchung, sich permanent zum Knecht von digitalen oder auf Zelluloid gebannten Erinnerungen zu machen. Ab und zu ein paar Fotos schießen reicht fürs Familienalbum - wer stets nach dem schönsten Motiv, der besten Perspektive und dem stimmungsvollsten Licht sucht, kann die tollste Aussicht nicht richtig genießen. Außerdem gehen Sie Ihren Mitreisenden mit einer permanent gezückten Kamera gehörig auf den Wecker.

Urlaubstagebuch

Schreiben Sie doch mal ein Urlaubstagebuch - lassen Sie jeden Abend das Erlebte an ihrem Inneren vorbeiziehen und notieren Sie alles Fremde, Aufregende, Bewegende. Setzen Sie sich damit aber nicht unter Druck - Buch geführt wird nur, wenn Sie auch in der Stimmung dazu sind.

Parole: Gelassenheit

Vieles im Ausland ist weniger perfekt als hier zu Lande: Verdreckte Gehwege, schlampiger Service, schlechte Organisation sind eher die Regel als die Ausnahme, wenn man zum Beispiel in Südeuropa Urlaub macht. Regen Sie sich nicht darüber auf - ändern können Sie mit Ihrer Rage ohnehin höchstens ihren Blutdruck.

Keine Kalorien zählen

Eiscreme, kalte Cola und fettreiche einheimische Speisen: Meist ernährt man sich im Urlaub weniger gesund und kalorienreicher als zu Hause. Trotzdem sollten Sie sich nicht jede Süßigkeit in den Mund zählen. Erstens macht das schlechte Laune, und zweitens können Sie sich mit dem Gedanken trösten, dass Sie sich im Urlaub immerhin mehr bewegen als im Büro-Alltag: Da fallen ein paar Kalorien mehr kaum ins Gewicht.

Weniger ist mehr

Harziger Retsina, fruchtiger Merlot, süffiges Bier: Selten schmeckt Alkohol so gut wie abends im Urlaub auf der Terrasse beim Wirt um die Ecke, wenn der laue Wind die Haut kühlt und am nächsten Tag keine Pflicht ruft. Doch auch im Urlaub steigt Alkohol zu Kopf, und ein Tag, an dem man mittags vom Kater geweckt wird, ist kein richtiger Urlaubstag mehr. Deswegen sollten Sie auf mehr als ein, zwei Gläser am Abend verzichten - auch wenn's schwer fällt.

Wiebke Peters

Bild Montagsnl

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