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Yoga-Übungen für mehr Energie

Energie schöpfen, Kraft bewahren und Veränderungen leichter nehmen. Mit diesen Yoga-Übungen kommen Sie fit und entspannt durch die Jahreszeiten.

Eigentlich ist alles ganz klar: Auf Sommer folgt Herbst, dann Winter, wie ein ewiges Rad drehen sich die Jahreszeiten. Doch im Leben haben Wiederholungen wenig Platz, alles muss immer weitergehen, und oft fühlt es sich an wie eine kerzengerade Autobahn, auf der man mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist. Das hat Folgen: Der Rhythmus des Jahres und das Tempo unseres Lebens passen nicht zueinander, vor allem die Wechsel zwischen den Jahreszeiten machen uns zu schaffen, wir sind müde und schlapp.

Genau da setzt unser Programm an: Yoga-Übungen, die zur Jahreszeit passen, bringen den Rhythmus der Natur zurück ins Leben, geben Energie und Kraft. Jede Jahreszeit hat ihr eigenes Thema, und so wandeln sich auch die Yoga-Übungen mit dem Lauf der Sonne. Und damit Körper und Geist den Veränderungen nicht hinterherhinken, erleichtern spezielle Rituale den Übergang. Sie lassen Sie leichter von einer Jahreszeit in die nächste gleiten und bereiten das Immunsystem auf den Wechsel vor.

Energie für den Herbst

Das Thema im Herbst ist Loslassen. Die Blätter fallen, die Tage werden kürzer, und auch wir ziehen uns mehr zurück. Die Yoga-Übungen für den Herbst unterstützen das mit leichter Bewegung, sie dehnen besonders den Brustkorb und stärken damit das Ausatmen, das Loslassen.

Cat Twist

So wirkt's: Mobilisiert den Brustkorb und fördert die Flankenatmung.

So geht's: Vierfüßlerstand, Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften. Den linken unter dem rechten Arm durchschieben und die linke Schulter ablegen, dabei den Oberkörper mitdrehen. Der rechte Unterarm steht etwa senkrecht, das Gewicht bleibt gleichmäßig auf beiden Beinen verteilt. Anschließend die rechte Hand in den Boden drücken und den linken Arm nach links und weit nach oben in die Senkrechte führen, dabei den Kopf mitdrehen. 5-mal, dann Seitenwechsel.

Krokodil

So wirkt's: Dehnt die Brustmuskeln, entspannt den unteren Rücken.

So geht's: Auf die linke Seite legen, Beine gebeugt, Knie übereinander. Arme zur Seite öffnen. Einatmen, Kopf nach rechts drehen, dabei rechte Hand zur lockeren Faust schließen. In einer Atempause Kopf nach links drehen und ausatmend die linke Hand öffnen. Einatmend die linke Hand zur lockeren Faust schließen. In einer Atempause Kopf nach rechts drehen und ausatmend die rechte Hand öffnen. 5-mal im Wechsel, dann Knie auf die andere Seite.

Energie für den Winter

Im Winter steht die Konzentration auf das Wesentliche im Zentrum. Es geht darum, Energie zu bewahren, sich nicht zu erschöpfen. Die Yoga-Übungen unterstützen dies durch ruhige, sanfte Bewegungen. Sie entspannen und vermitteln ein Gefühl von tiefer Ruhe und Wärme.

Füße massieren

So wirkt's: Entspannt und belebt.

So geht's: Bequem und möglichst aufrecht im Schneidersitz sitzen. Einen Fuß in die Hand nehmen und mit den Daumen unter sanftem Druck die Fußsohle von den Zehen bis zur Ferse massieren. Ca. 1 Minute, dann Seitenwechsel.

Füße aneinanderreiben

So wirkt's: Erwärmt und aktiviert.

So geht's: Am Boden sitzend, auf den Unterarmen abstützen. Oberkörper aufrichten und bei gebeugten Beinen die Fußsohlen aneinanderreiben, bis eine angenehme Wärme entsteht - dabei weiteratmen. Ca. 1 Minute.

Vorbeuge

So wirkt's: Dehnt die Beinrückseite, regt durch tiefe Bauchatmung die Verdauung an.

So geht's: Im Langsitz möglichst mit langer Wirbelsäule den Oberkörper weit nach vorne beugen und entspannt auf die Oberschenkel sinken lassen. Die Hände neben den Beinen so weit nach vorne bringen wie möglich. In der Haltung für einige tiefe Atemzüge verweilen.

Energie zwischen den Jahreszeiten

Die Zeit zwischen den Jahreszeiten ist die Phase des Wechsels und des Übergangs. Die Veränderung vom heißen Sommer zum kühleren, regnerischen Herbst (von Yang zu Yin) und vom kalten Winter zu den ersten wärmeren Sonnenstrahlen im Frühling (von Yin zu Yang) sind heikle Momente, die uns leicht aus unserer Mitte bringen. Wichtig in dieser Phase ist es, das Gleichgewicht zu finden. Diese Yoga-Übungen helfen dabei: Sie zentrieren, stabilisieren und stärken die Körpermitte.

Der Tänzer

So wirkt's: Fördert das Gleichgewicht, stärkt die Rumpfmuskulatur und vitalisiert.

So geht's: Aufrecht stehen, Blick an einem ruhigen Punkt fixieren. Beckenboden und Bauchmuskeln anspannen, Gewicht auf das linke Bein verlagern, den rechten Fuß mit der rechten Hand umfassen und sanft nach hinten oben führen. Nun den linken Arm nach oben in die Senkrechte führen. Dabei den Oberkörper nach oben hinten oder nach vorne neigen. Ein paar ruhige Atemzüge in der Position verweilen. Seitenwechsel.

Zentrieren

So wirkt's: Zentriert und verhilft zu mehr Stabilität und Standfestigkeit.

So geht's: Aufrecht stehen, Füße mehr als hüftweit geöffnet. Die Fußsohlen aktiv in den Boden drücken und sich über diesen Druck nach oben über den Scheitelpunkt des Kopfes aufrichten. Die Hände liegen eine Handbreit unterhalb des Bauchnabels übereinander, links über rechts. Wenn möglich, Augen schließen und die Aufmerksamkeit nach innen lenken. So lange, wie es angenehm ist, in der Position verweilen.

Brett mit Kniekreisen

So wirkt's: Regt Atmung und Kreislauf an, verbindet Ober- und Unterkörper, stabilisiert und festigt die Körpermitte.

So geht's: Vierfüßlerstand, Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften. Bauch-, Gesäß- und Beckenbodenmuskeln anspannen, nacheinander die Beine nach hinten strecken und die Zehen aufstellen. Oberkörper, Becken und Beine bilden dabei eine schiefe Ebene. Jetzt ein Bein beugen und mit dem Knie unter dem Hüftgelenk kleine Kreise beschreiben. 5-mal in jede Richtung, Seitenwechsel.

Hier können Sie kostenlos das vollständige Programm inklusive der Übungen für Frühjahr und Sommer als pdf herunterladen: Yoga-Übungen downloaden

BRIGITTE Balance Heft 3/08 Fotos: Jan Rickers Produktion: Joana Claro Konzept: Lucia Nirmala Schmidt

Kommentare (2)

Kommentare (2)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe/r b.brusch,



    Der Artikel in der FAZ bezieht sich auf den amerikanischen Wissenschaftsjournalisten William Broad und sein Buch "The Science of Yoga", das bereits Anfang 2012 in Auszügen in der New York Times erschienen ist und eine Diskussion zu den Gefahren von Yoga ausgelöst hat.

    Wir haben das Thema in BRIGITTE Heft 13/2012 aufgegriffen und den Orthopäden und Autor Dr. Martin Marianowicz dazu befragt. Der Experte befürwortet die Mischung aus Dehnung, Kräftigung und Schulung des Körperbewusstseins beim Yoga und hält sie unter anderem bei Rückenproblemen für absolut sinnvoll. Vorausgesetzt man beachtet die Grundsätze, die für jede Sportart gelten: Yoga nicht extrem betreiben, berücksichtigen, was dem Körper gut tut und bei Erkrankungen bestimmte Bewegungen vermeiden (z.B. bei Ischias-Problemen den Rücken nicht extrem dehnen) - und das bei Bedarf vorher mit dem eigenen Arzt oder einem gut ausgebildeten Trainer besprechen.



    Ihr BRIGITTE.de-Team

  • Anonymer User
    Anonymer User
    die empfohlenen Übungen bitte kritisch betrachten, schau euch mal den Artikel in der FAZ vom 26.06.2012 "der Körper hält viel aus" an

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