Thai-Massage: Hilfe bei Verspannungen

Die Thai-Massage ist ein Mix aus Akupressur, Reflexzonenbehandlung und Hatha-Yoga - und nichts für Zimperliche.

  Kopf und Nacken behandelt man häufig im Sitzen. Um hartnäckige Verspannungen zu lösen, wird mit dem Ellenbogen entlang der Schultern Druck ausgeübt

Kopf und Nacken behandelt man häufig im Sitzen. Um hartnäckige Verspannungen zu lösen, wird mit dem Ellenbogen entlang der Schultern Druck ausgeübt

Wer diese Wellness-Behandlung zum ersten Mal ausprobiert, sollte sich mental besser auf eine Gymnastiktherapie als auf eine Verwöhnmassage einstellen. Der Massierende greift auch mal etwas härter durch: mit Händen und Füßen macht er Druck auf die Akupressur-Punkte oder arbeitet mit Ellenbogen und Knie gegen tief sitzende Verspannungen. Vor allem aber setzt diese Massage auf Dehnung. Dazu packt der Massierende Arme oder Beine und streckt oder biegt sie in alle möglichen Positionen. Das kann manchmal bis an die Schmerzgrenze gehen - aber niemals darüber hinaus! Viele empfinden gerade dieses passive Yoga als Highlight der Behandlung.

Fordernd und wirkungsvoll

Druck, Dehnung und Bewegung stimulieren Energiepunkte und lösen Blockaden. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert und Stress abgebaut. Wer ständig unter Strom steht oder Einschlafprobleme hat, kommt durch die Behandlung zur Ruhe. Lymphe und vor allem die Durchblutung werden angekurbelt, Muskeln können gelockert und tiefer sitzende Verspannungen an Rücken, Schultern, Kopf und Nacken gelöst werden.

Die sanfte Aktivierung der inneren Organe hilft auch gegen leichte Verdauungs- und Unterleibsbeschwerden. Bei kaum einer anderen Massagemethode kann man jede Faser seines Körpers so deutlich spüren und miterleben, wie sich Verkrampfungen lösen.

Die traditionelle, 2500 Jahre alte Heilmethode, die von Nordindien über Umwege nach Thailand kam, ist eine ernste, spirituelle Angelegenheit. Der Massierende hält kurz Andacht, um sich auf die Massage einzustimmen.

Behandlung in Rückenlage und Sitzposition

Zunächst liegt man auf dem Rücken; der Masseur kniet zu Füßen und beginnt diese sanft zu kneten.

Danach arbeitet sich der Massierende langsam hoch und übt mit Fingern oder Handballen sanft Druck auf die Energiebahnen der Beine aus.

Im Anschluss daran werden die Beine in unterschiedliche Positionen gedehnt.

Zur Stimulation der inneren Organe wird daraufhin der Bauch massiert, danach die Brust.

Nach der Behandlung in Bauchlage wird man wieder auf den Rücken gerollt, damit die Arme und die Hände gedehnt und geknetet werden können.

Schultern, Nacken, Kopf und Gesicht werden häufig im Sitzen behandelt. Die Massage endet damit, dass der Masseur die Ohren des Partners mit seinen Händen zuhält, sie verschließt - mit einem Gefühl himmlischer Ruhe.

Behandlung in Bauchlage

Während die traditionelle Thai-Massage auch eine Behandlung in Seitenlage vorsieht, wird man hierzulande nach dem ersten Teil meist sanft auf den Bauch gerollt.

  • Der Masseur steht hinter dem Liegenden und wandert mit seinen Händen vorwärts und rückwärts auf dessen Sohlen auf und ab.
  • Dann werden die Unterschenkel angewinkelt und sanft zum Po gedrückt.
  • Der Rücken wird besonders intensiv massiert, da hier die meisten Verspannungen sitzen. Zur Rückenbehandlung gehören auch passive Yoga-Übungen wie die Kobra: Der Massierende hockt auf den Oberschenkeln des Partners, packt die nach hinten gestreckten Arme am Handgelenk und zieht den Oberkörper zu sich heran.
  • Schultern und Nacken werden entweder gleich in der Bauchlage oder auch im Sitzen massiert.
  • Dauer der Behandlung: 30 Minuten (Teilmassage) bis 90 Minuten (Ganzkörper)

Weitere Infos

Adressen von Therapeuten in Ihrer Nähe oder Infos zur Ausbildung gibt's zum Beispiel unter: www.nuad-thai.de oder www.trad-thai-massage.de.

Reise-Infos zu Thailand unter: www.brigitte.de/thailand

Fotos: David Sunshine Text: Marina Knippel Produktion: Katja Heissenbüttel

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