Wie gesund ist Bikram-Yoga?

Beim Bikram-Yoga wird dem Körper einiges abverlangt - und das bei 38 Grad Raumtemperatur. Kann das gesund sein?

Entspannt Sport treiben bei 38 Grad Celsius? Bei dem neuen Trend Bikram-Yoga, nach dem Erfinder Bikram Choudhury benannt, wird 90 Minuten lang in einem erhitzten Übungsraum trainiert, um Muskeln, Sehnen und Bänder besonders dehnbar zu machen. Gleichzeitig werden Giftstoffe ausgeschwitzt. Anhänger der hitzigen Yoga-Technik behaupten: Sowohl eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse als auch Arthritis sollen durch Bikram-Yoga gelindert werden. Und natürlich könne man dabei Pfunde verlieren. Denn durch Schwitzen und viel Trinken wird der Stoffwechsel angeregt.

Sportmediziner hingegen warnen: Der große Wasser- und Salzverlust - bis zu anderthalb Liter Flüssigkeit werden während des Trainings ausgeschwitzt - und die Überhitzung können zu Muskelkrämpfen und im schlimmsten Fall zum Kreislaufkollaps führen. Außerdem sagen Experten, dass nur aktive Anspannung Muskeln erwärmen könne, nicht die Außentemperatur. Auch der Berufsverband der Yogalehrer steht dem Bikram-Yoga kritisch gegenüber: Mit der Einheit von Körper, Geist und Seele habe diese Methode nur wenig zu tun, der Schwerpunkt liege auf dem Fitwerden.

Wer's trotzdem ausprobieren möchte: Langsam starten, die Übungen seltener wiederholen, viel trinken, Pausen einlegen. Bei Herz-Kreislauf-Problemen, niedrigem oder hohem Blutdruck: Unbedingt vorher den Arzt fragen.

Adresse:

Berlin: Bikram Yoga College of India Berlin Gneisenaustr. 2 10961 Berlin Tel. 030/69 56 55 22 Fax 030/69 56 55 33 www.bikramyogaberlin.de

Text: Anna Ost Foto: Getty Images

Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich gehe seit fast einem Jahr 3-4 mal die Woche zum Bikram Yoga und kann nur positives berichten. Ich fuehle mich viel ausgeglichener, kann besser schlafen, brauche weniger Schlaf, habe abgenommen und auf einmal Muskeln bekommen, von denn ich nicht wusste dass ich sie vorher hatte...



    Ich kann jedem nur raten es einmal selbst auszuprobieren. Man sollte wissen, dass es kein Zuckerschlecken ist. Es wird nicht umsonst von seinem Erfinder "Folterkammer" genannt...



    Der Schluessel zum Erfolg ist die Geduld und das Vertrauen in einen selbst. Natuerlich wuenscht man sich (oder den jeweiligen Lehrer) vorallem in den ersten Stunden (aber auch jetzt noch oft) sonst wohin, nur nicht in den Yogaraum, wo man die Uebungen noch langsamer, tiefer, haerter ausfuehrn soll wenn einem der Schweiss eh schon in die Augen tropft...



    Aber das Gefuehl danach, das Wohlbefinden, die Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und der Stolz, dass man es wieder einmal geschafft hat, sind einfach unbeschreiblich :-)

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