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Yoga-Trends: Zum Sonnengruß in den Club

Yoga-Trends

Ihre Yoga-Stunden langweilen Sie? Yoga-Trends wie Clubbing- oder Green-Yoga sorgen für Abwechslung. Wir stellen sechs neue Yoga-Trends vor.

1. Clubbing Yoga - der Rhythmus, wo man mit muss

Feiern kann man nicht nur im Club, sondern dank eines neuen Yoga-Trends auch auf der Matte. Yoga-Party-Vorreiter sind die Jivamuktis (gesprochen: Dschiwamucktis) aus New York. Ihr fröhlicher, schneller Revoluzzer-Stil wird zu Rockklassikern, Popsongs, Hiphop und Elektro-Sounds praktiziert - mit fließend choreografierten Asanas. Wird's anstrengend, motivieren die dröhnenden Beats aus den Lautsprechern, danach bringen uns indische Mantren oder tibetische Mönchsgesänge wieder auf die Erde. Auch Stile wie Vinyasa Flow oder Power Yoga setzen auf die Macht der Musik und mixen den passenden Soundtrack zu Klassikern wie Sonnengruß und Shavasana. Für noch mehr Feier-Feeling sorgen Yogaklassen mit Live-DJ, Live-Band oder Light-Show - diese Angebote heißen z.B. Night Flow, Nightflight oder JivaElektro. Toll am Clubbing Yoga: Dank der Musik schaltet der Kopf noch besser ab. Gleichzeitig folgen Bewegung und Atmung fast automatisch dem Rhythmus. Danach ist man vielleicht sogar ein wenig "high" - wie nach einer durchtanzten Nacht.

Infos unter www.jivamuktiberlin.de oder www.jivamuktiyoga.de

2. Basic Yoga - die sanfte Tour

Weniger Bodyshaping, mehr Soultuning - beim Nivata- oder Yin-Yoga kehrt das Yoga zu seinen ruhigen indischen Wurzeln zurück. Dafür muss man allerdings nicht mehr wie früher stundenlang im Lotussitz sitzen und sich fragen, ob man jetzt eigentlich schon meditiert.

Nivata ist vor allem eins: egofrei - es geht darum, sich seiner selbst bewusst zu werden auf der Reise in ein neues, waches Zeitalter. Dafür arbeitet der innovative Stil mit einfachen Körperhaltungen, Atemtechniken und Meditationen. Schweißtreibende Abfolgen oder waghalsige Verrenkungen sind nicht gefragt. Innovativ ist das Unterrichtskonzept: In der Sadhana Class übt jeder innerhalb der Gruppe sein individuelles Programm und bestimmt Intensität und Tempo selbst. Meditation ist auch beim Yin-Yoga inklusive: Die Asanas werden meist sitzend oder liegend bis zu zehn Minuten gehalten, Krafteinsatz ist dabei tabu. Yin-Yoga ist der ergänzende Gegenpol zu den meisten modernen Stilen, die auf kraftvolles Üben und fließende Asana-Abfolgen - also aufs Yang - setzen. Die entspannte Praxis soll Bindegewebe und Faszien dehnen, die Gelenke geschmeidig halten und den Chi-Fluss im Körper verbessern. Wie bei einer Akupunktur werden außerdem die Meridiane des Körpers aktiviert. Toll am Basic Yoga: Auch wenn es nicht ums Auspowern geht, halten die Übungen dennoch fit und gesund. Im Fokus steht dabei nicht die Energie, die wir in unsere Muskelarbeit stecken, sondern die, die durch unseren Körper fließt. Infos unter www.nivata.de Buch-Tipp: "Yin Yoga - Der sanfte Weg zur inneren Mitte" von Stefanie Arend, Schirner-Verlag, 14,95 Euro

3. Yoga at home - den eigenen Stil finden

Immer mehr Menschen rollen auch zu Hause ihre Matte aus. Und dafür gibt es jetzt ebenfalls Neues: Wer nicht die immer gleiche Sequenz absolvieren oder ständig dieselbe DVD nutzen möchte, kann für 10 Euro pro Monat ein Abo im Online-Yogastudio abschließen. Ob Ashtanga oder Anusara, Yoga gegen Heißhunger oder Burnout - bei Yoga Easy gibt es Video-Anleitungen für Anfängerinnen und Geübte zwischen zwei Minuten und knapp zwei Stunden - und das von den führenden Yogalehrerinnen und -lehrern Deutschlands. Auch andere Anbieter haben das passende Programm im Angebot: Per Wii- Konsole turnt uns ein virtueller Trainer die Asanas vor, unter www.yogaya.de gibt's einen Yoga-Podcast für 20-Minuten- Einheiten auf die Ohren und im App-Store die riesige Download- Auswahl von Mini-Programmen aufs iPhone (unsere Favoriten finden Sie übrigens unter www.brigitte.de/yoga-apps). Und mittlerweile haben sogar Yogaschulen den Trend erkannt und bringen ihren Schülern in Workshops bei, wie sie ihre individuelle Praxis für die eigenen vier Wände kreieren. Toll am Home-Yoga: Ob eigenes Know-how oder Medien-Hilfe - wer für sich allein übt, lernt meist mehr über sich, kann besser in den Körper hineinhorchen und entscheiden, was wirklich guttut und was eher nicht.

4. Yoga for two - den Spaßfaktor verdoppeln

Platz für zwei ist auf der kleinsten Matte. Der Klassiker: Partner-Yoga. Beim Hund-auf-Hund oder Rücken an Rücken sind die Atmung und Kraft des anderen direkt spürbar. Man unterstützt sich, gibt sich gegenseitig Halt und erlebt die Asanas dank dieser Hilfestellungen noch einmal neu. Die Spaß-Version bietet Acro-Yoga - eine Mischung aus Yoga, Akrobatik und Thai-Massage. Die Asanas werden in der Luft auf den Füßen des Partners praktiziert: Der eine liegt auf dem Rücken und streckt die Beine in die Höhe, der andere liegt bäuchlings oder rücklings auf den Fußsohlen. Das fühlt sich an wie Fliegen. Mal ist dabei für den Flyer eigene Muskelkraft für die Asanas gefragt, mal darf er sich einfach nur hängen lassen. Noch entspannter ist Tula-Yoga - ein ausgebildeter Yogalehrer balanciert den Kunden nach einer ausgiebigen Massage auf seinen Füßen und bewegt ihn schwerelos in der Luft. Für den Kunden ist Loslassen statt eigener Kraftanstrengung gefragt. Und aus den USA und Asien kommt noch eine neue, allerdings recht spezielle Partner- Variante: Yoga mit Hund. Geübt wird beim so genannten Doga gemeinsam, man hilft dem Vierbeiner in die Positionen oder steht z. B. selber im (Yoga-) Hund über dem (realen) Hund. Toll an Yoga for two: Bei den verschiedenen Partner-Varianten erleben wir ganz neue Dimensionen - statt Kraft und Exaktheit stehen Vertrauen und Verbundenheit im Vordergrund. Infos unter www.acroyoga.org, www.tulayoga.com und www.dogadog.com

5. Green Yoga - über den Mattenrand hinausschauen

Yoga trainiert für immer mehr Praktizierende nicht nur den Körper: Beim Üben lernen wir auch, achtsam mit uns, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen. Neuester Trend dieses steigenden Bewusstseins für eine nachhaltige Lebensweise ist das Green Yoga aus den USA. "Green Yoga ist nicht nur eine Art Öko-Yoga, bei dem man auf voll kompostierbaren Matten im Öko-Outfit übt", umschreibt Buchautor Hardy Fürch die neue Richtung ("Wie Green Yoga die Welt verändert", Phänomen- Verlag, 14,90 Euro). "Vielmehr zeigt es eine ganzheitliche Lebenspraxis auf, die individuelle und kollektive Entwicklung zusammenführt." Für dieses moderne öko-yogische Bewusstsein nutzt Fürch die Verhaltens-Tipps aus den altertümlichen, aber dennoch nicht antiquierten Yoga-Sutren. Denn Patanjalis Ahimsa, Asteya und Aparigraha (zu deutsch: Gewaltlosigkeit, Nicht- Stehlen und Nicht-Horten) kann man auch heute noch umsetzen: durch gezieltes Kaufverhalten, Konsumverzicht, Bio- und Fair-Trade-Produkte. Toll am Green Yoga: Wir finden einen Lebens-Wegweiser, der unserem Zeitgeist entspricht und den wir mit in die Alltagswelt nehmen. Die grüne Variante lenkt unseren Fokus auf die Dinge, die wir selbst in unserem Umfeld nachhaltig verbessern können. Infos unter www.greenyoga.org

6. Yoga & more - den Horizont erweitern

Jeder vierte Deutsche interessiert sich für Yoga oder Meditation - das sind etwa 20 Millionen Menschen. Und genauso vielfältig entwickelt sich der Yoga-Gedanke: Mittlerweile diffundiert er in viele Richtungen, vermischt sich zum Beispiel mit Fitness-Workouts zu Yogilates und Bodybalance oder spezialisiert sich immer mehr. So gibt es Angebote für Kinder, Kicker und Knastinsassen, spezielle Kurse für Manager, Musiker oder Männer, Yoga für Schwangere und Skifahrer, aber auch für Sehbehinderte und Blinde. Und selbst Nudisten oder SM-Anhänger finden bei Naked- oder Bondage- Yoga ihre ganz persönliche Nische. Toll an Yoga and more: Yoga hat wirklich jeder etwas zu bieten, und jede kann die Praxis für ihre Bedürfnisse nutzen. Die Palette ist riesengroß - und wird immer größer.

Fotos: Getty Images Text: Michaela Rose Ein Artikel aus der BRIGITTE 25/11

Wer hier schreibt:

Michaela Rose

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