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Partnerhoroskop: "Jede Beziehung ist lebbar"

Wer passt zu wem? Unsere Astro-Ampel funktioniert wie ein Partnerhoroskop und verrät, zwischen welchen Tierkreiszeichen es besonders harmonisch zugeht und wo mehr Stress angesagt ist. Wie sich die Sterne auf die Beziehung auswirken, erklärt BRIGITTE-Astrologin Roswitha Broszath im Interview noch genauer.

  Astro-Ampel: Wer passt zu mir?

Astro-Ampel: Wer passt zu mir?

BRIGITTE.de: Was zeigt uns die Astro-Ampel?

Roswitha Broszath: Beziehung ist Gestaltungsarbeit und ein schöpferischer Prozess, das muss man wissen, wenn man die Astro-Ampel bedient. Ich kann dort nur bestimmte Facetten ansprechen. Menschen bringen aber ganz unterschiedliche Energien mit, die ich allein in der Betrachtung der Sonne, die für das Tierkreiszeichen ausschlaggebend ist, nicht berücksichtigen kann. Jede Beziehung hat Ecken und Kanten und jede Beziehung hat Highlights. Die Astro-Ampel zeigt die Perspektiven für eine bestimmte Konstellation auf, gibt Anregungen für die Beziehung, aber das Ergebnis ist - wie alles im Leben - offen.

Man kann an der Beziehung extrem arbeiten, durch Tiefen durchgehen und beschließen, sich trotzdem an der Hand zu halten, auch wenn es Auseinandersetzungen gibt, die ja auch sein müssen. Oder man kann einbrechen und sagen: "Nein, das ist mir zu anstrengend." Manchmal schickt der Kosmos auch so genannte dritte Spieler auf die Bühne, die Impulse geben, die eigene Beziehung neu zu betrachten. Es kann sehr heilsam sein, wenn auf einmal jemand auftaucht, zu dem ich mich hingezogen fühle. Dann kann ich meine Beziehung reflektieren und mir überlegen, was mir fehlt, was der Grund ist, dass ich mich zu dieser anderen Person hingezogen fühle.

BRIGITTE.de: Das Ergebnis ist offen, heißt also, auch in den seltenen Fälle, in denen die Ampel auf rot steht, ist eine Beziehung möglich ...

Roswitha Broszath: Jede Beziehung ist lebbar und astrologisch betrachtet gibt es keine Konstellation, die nicht geht. Es gibt Beziehungen, die sind mehr Arbeit, sind anstrengender, sind komplizierter, sind reichhaltiger, und es gibt Beziehungen, die sind harmonischer, sind entspannter.

BRIGITTE.de: Und welche halten in der Regel besser?

Roswitha Broszath: Meine Erfahrung ist, dass es die komplizierten, die anstrengenden Beziehungen sind, die länger halten. Beziehung ist vor allen Dingen Spiegelung. Für mich ist eine Beziehung dann gut, wenn ich mich in dem anderen sehe - mit meinen Tiefen und Untiefen, mit meinem Besonderheiten. Wichtig ist, dass ich auch mal eine Rückmeldung von meinem Partner bekomme. Beziehung ist auch Regulativ, es muss mir ja nicht alles, was er sagt, auch gefallen. Wenn man nur bejubelt wird vom Partner, er immer nur sagt: "Oh, das machst Du ja ganz wunderbar", ist das narzisstische Bestätigung, wertvoll ist das nicht. Wichtig ist, sich in einer Beziehung immer wertschätzend zu verhalten. Was mir der Partner sagt, wird mir nicht immer gefallen, aber daraus kann ich lernen. Es gibt im Buddhismus diesen Spruch: "Liebe deine Feinde, denn sie sind deine besten Lehrer". Da ist etwas dran.

Menschen verändern sich ja auch. Wenn man mit Mitte Zwanzig zusammenfindet und wäre mit Mitte Vierzig noch genauso, das wäre ja schrecklich. Wir alle entwickeln uns, und in der Beziehung gibt es harmonische Phasen, aber manchmal auch solche, in denen man sich entfernt - und dann wieder zusammenfindet. Und manchmal ist es so, dass es gar keinen Konsens mehr gibt. Dann trennt man sich.

BRIGITTE.de: "Gleich und gleich gesellt sich gern" oder "Gegensätze ziehen sich an", was trifft eher zu?

Roswitha Broszath: Beides stimmt irgendwie und ich selber entscheide, was mich im Leben letztlich weiterbringt: die Übereinstimmung oder die Spannung. Meiner Meinung nach gibt es in jeder Beziehung beide Aspekte. Wenn wir jetzt zum Beispiel zwei Erdzeichen nehmen, zwischen denen können auch Spannungen entstehen, über den Aszendenten zum Beispiel oder über Mars oder Venus.

Spirituell betrachtet, gibt es ja auch Seelenpartner. Sie sehen sich übrigens ganz häufig ähnlich. Wenn zwei Menschen zusammen sind, die aussehen wie Geschwister, dann sind sie Seelenpartner und haben oft eine innige Verbundenheit. Trotzdem gibt es auch Spannungspunkte, sonst wären sie nicht länger zusammen. Und dann gibt es die Partner, die völlig konträr aussehen, so ist es zum Beispiel in meiner Beziehung. Ich bin blond und trage meist helle Sachen, mein Mann hat schwarze Haare und trägt fast immer schwarz. Obwohl wir beide

Fische

sind, sind wir so unterschiedlich, wie man sich das nur denken kann. Und trotzdem gibt es über die Fische-Sonne natürlich auch eine Ebene, auf der wir uns sehr verstehen. Aber all die Dinge, für die sich mein Mann interessiert - Boxkampf, Autorennen, Fußball gucken - interessieren mich nicht. Und wenn ich mit meinen spirituellen Themen befasst bin, wenn ich Workshops mache, dann ist er nicht dabei. Da ist es dann wichtig, dass man den anderen lässt. Von daher stimmt beides: "Gleich und gleich gesellt sich gern" und "Gegensätze ziehen sich an", da ist mehr Dynamik in der Beziehung.

Vielleicht hat man auch erst jemanden, mit dem man im Gleichklang lebt und in der nächsten Beziehung kommt der Gegensatz oder umgekehrt. Man sagt immer, den Seelenpartner lernt man erst später kennen, den muss man sich erarbeiten - so im Alter von 37 Jahren, wenn der Seelenstrahl die Herrschaft übernimmt. Da findet man meist zu seiner elementaren Aufgabe, zu seiner Bestimmung.

BRIGITTE.de: Ist im Horoskop eine Art Idealpartner angelegt?

Roswitha Broszath: Bei Männern ist das archetypische Bild der Weiblichkeit oft dargestellt über die Venus im Horoskop. Wenn also zum Beispiel ein

Fische-Mann

die Venus im Widder hat, dann ist sein archetypisches Bild von Weiblichkeit die

Widder-Frau

. Die ist selbstständig, reist gerne, legt wert auf Unabhängigkeit, ist loyal, lässt sich aber nicht vereinnahmen und ist kein Schmusekätzchen.

Bei der Frau wird das archetypische Bild der Männlichkeit dargestellt durch den Mars. Wenn bei einer Frau der Mars in

Wassermann

ist, dann fühlt sie sich angezogen von Männern, die ein bisschen unorthodox sind, die eigenwillig leben, sich nicht in ein Raster hineinpressen lassen, die einen starken Gerechtigkeitssinn haben und die sich nicht so schnell in eine Routine reinfallen lassen.

BRIGITTE.de: Gibt es noch andere Aspekte im Horoskop, die etwas über Partnerschaft verraten?

Roswitha Broszath: Ja, der Deszendent, die Spitze des siebten Hauses, zeigt, was ich in der Begegnung anziehe, weil ich es brauche. Wenn mein Aszendent z.B. in

Steinbock

ist, ist mein Deszendent in

Krebs

. Dann brauche ich Menschen, die eine warme, aufbauende Energie haben, die mich leistungsfixierten Steinbock auch mal runterholen und sagen: "Jetzt setzt du dich mal auf die Couch und legst die Füße hoch."

Diese Anregungen sind wertvoll, weil sie das Verständnis für den anderen schärfen. Wenn zum Beispiel

Krebse

große Schwierigkeiten haben, über ihre Probleme zu reden, dann heißt das nicht, dass sie sich absichtlich verschließen, sondern, dass sie eine Hemmung haben, über die sie schwer hinauskommen. Dem

Krebs

deshalb Vorwürfe zu machen oder ihn zu drängen, macht alles nur schlimmer. Den anderen in seiner Besonderheit zu sehen und darauf Rücksicht zu nehmen und nicht zu erwarten, dass er sich den eigenen Vorstellungen anpasst, das ist wichtig. Jeder sollte die höhere Form der Liebe anstreben und die ist, den anderen so zu lieben, wie er ist, ohne Erwartungen. Also kein: "Ich liebe dich, wenn du hier spurst und Wohlverhalten zeigst", sondern: "Ich liebe dich, weil ich dich schätze mit all deinen Fehlern, Vorzügen, mit allem, was du mitbringst."

Viele verlieben sich, weil der andere ganz anders ist als man selbst. Die sehr leistungsorientierte

Steinbock-Frau

zum Beispiel sucht sich häufig einen

Waage-Mann

, weil der die Kunst des Lebens und Liebens beherrscht. Jetzt kommen die beiden zusammen und dann fängt sie irgendwann an, sich darüber zu ärgern, dass sie so viel arbeitet und er ein Lebenskünstler ist. Was folgt, sind Streit und Vorwürfe: "Du machst dir das Leben so einfach und ich stehe immer hinter dir und muss dafür sorgen, dass du das kannst." Man muss von vornherein wissen, dass der Punkt, der die Liebe ausgelöst hat, irgendwann zum Stolperstein werden kann, wenn man nicht aufpasst.

BRIGITTE.de: Wo wir gerade von der Waage gesprochen haben: Sie kommt mit sehr vielen Zeichen gut aus, zeigt die Astro-Ampel ...

Roswitha Broszath: Ja, weil sie sehr anpassungsfähig und diplomatisch ist und ohnehin auf Begegnung und Beziehung ausgerichtet. Sie kann sich unglaublich anpassen, was auch zur Falle werden kann. Kein anderes Tierkreiszeichen ist so anfällig für Projektion wie die

Waage

.

BRIGITTE.de: Welches Zeichen ist denn am wenigsten anpassungsfähig?

Roswitha Broszath: Der

Skorpion

ist weniger bereit, von seinem Standpunkt abzuweichen. Er hat sehr klare Vorstellungen davon, wie der andere zu sein hat. Ein

Fisch

ist viel anpassungsfähiger, kann aber auch strikt sein, wenn Enttäuschungen da sind. Er setzt sich nicht auseinander und das macht es manchmal schwer, mit einem Fisch zusammen zu sein. Fische signalisieren immer noch, alles ist wunderbar, und in Gedanken haben sie schon längst die Koffer gepackt. Der

Wassermann

ist auch nicht so anpassungsfähig, dazu hat er keine Lust und ist dazu vielleicht auch gar nicht in der Lage, weil er Beziehungen immer nur bis zu einem bestimmten Punkt eingehen kann und sich gern unverbindlich hält. Aber eigentlich hat jeder seine Fluchtpunkte - und die braucht man auch.

BRIGITTE.de: Sind andere Zeichen ähnlich stark wie die Waage auf Beziehung ausgerichtet?

Roswitha Broszath: Wer sehr stark einen Hort der Geborgenheit braucht und trotzdem dabei seine Unabhängigkeit nicht opfern sollte, ist der

Krebs

. Krebse müssen wissen, wo sie zu Hause sind, wo sie hingehören. Aber es gibt gerade bei den Krebs-Frauen auch extrem rebellische Vertreterinnen. Man soll nicht glauben, dass Krebse schwach sind. Sie sind verschlingend und besitzergreifend. Krebs-Frauen können im Hintergrund die Fäden ziehen, so dass der Mann denkt: "Oh, wunderbar, was ich hier alles entscheide", doch in Wirklichkeit ist es die Krebs-Frau, die alles in der Hand hat.

Die

Jungfrau

ist lieber aus gutem Grund alleine, als aus schlechtem mit jemandem zusammen. Gerade Jungfrau-Frauen sind sehr eigenständig. Sie werden oft eindimensional dargestellt - als Putzteufel oder akribische Hausfrau - das stimmt überhaupt nicht. Jungfrauen sind beruflich erfolgreich. Früher bei der Namensgebung der Tierkreiszeichen war mit Jungfrau auch einfach eine eigenständige Frau gemeint, eine, die ohne Mann lebt, die für sich selbst sorgt, selbst entscheidet und die Dinge nicht aus der Hand gibt. Die Jungfrau ist nicht bereit, allzu viele Kompromisse zu machen.

Der

Steinbock

kann durchaus eigenständig sein, muss aber gucken, dass er nicht in seiner Leistungswelt verschwindet.

Fische

sind gern zu zweit, es ist ja auch ein Doppelzeichen. Von daher ist es bei Fischen auch ganz wichtig, dass sie ein Gegenüber haben, verstanden werden, aber Fische zeigen bei weitem nicht alles. Sie können genau das präsentieren, was der andere sehen will. Das machen sie aus Respekt, um dem anderen einen Gefallen zu tun.

Zwillinge

sind auch gern zu zweit, wobei es dem Zwilling vor allem darauf ankommt, Freundschaften zu haben. Es gibt keine bessere Freundin als eine Zwillinge-Frau. Da geht es um Austausch und Kommunikation. Zwillingen ist es extrem wichtig, eine Rückmeldung zu bekommen, damit sie sich selbst einordnen können. Man sagt generell, die Doppelzeichen haben immer mehrere Verbindungen.

Die

Waage

ist zwar kein Doppelzeichen, hat aber auch häufig mehrere Verbindungen, weil sie im Leben ganz viel von Begegnungen profitiert, und da kommt man mit einem Menschen ganz sicher nicht dahin, wo man hinkommen möchte. Ich finde, es ist auch kein Fehler, sich noch mal neu zu entscheiden. Es ist doch besser, ehrlich zu sein und zu sagen, wir sind an einem Punkt angelangt, wo wirklich nichts mehr geht, wo wir uns nicht mehr gut tun, wo wir uns nicht mehr inspirieren. Und dann lässt man den anderen in Liebe los und zieht weiter. Am schlimmsten sind diese betonierten Anhänglichkeiten, wo man nachher Zuhause sitzt mit zusammengepressten Zähnen und sich eigentlich nur noch Schlechtes an den Hals wünscht. Das aber findet heute kaum noch statt. Bleiben um jeden Preis ist ein Auslaufmodell. Nach meiner Erfahrung wird Beziehung meist als Chance gesehen zu wachsen - und zwar sowohl jeder für sich als auch gemeinsam.

Interview: Katharina Wantoch Teaserfoto: istockphoto.com

Wer hier schreibt:

Kommentare (2)

Kommentare (2)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Komisch, dass die Einschätzung "Wer passt zu wem?" bei verschiedenen Interpreten so unterschiedlich ist! Woanders hab ich immer wieder gelesen, dass z.B. für Krebsfrauen Fischemänner (fast) perfekt seien, hier werden Löwemänner als optimal genannt (die woanders als ganz ungeeignet galten!).

    Kann mir das Jemand erklären?
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Der Artikel und die Infos sind ja ganz nett, aber ich hatte mir unter der Überschrift etwas anderes versprochen: nämlich tatsächlich ein Partnerhoroskop, bei dem ich die notwendigen Daten meines Partners und mir eingebe, um ein entsprechendes Horoskop zu erhalten, das etwas mehr hergibt als die Astro-Ampel.
Bild Montagsnl

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