Astrologie
Sternzeichen Krebs: Die Grenzgänger

BRIGITTE.de: Und wen liebt der Krebs?

Roswitha Broszath: Propagiert wird immer, dass die Wasserzeichen am besten zum Krebs passen, aber das stimmt so nicht. Fisch und Krebs ist eine zu gefühlvolle, zu psychologische Angelegenheit. Das ist zu wässrig, da fehlt die Reibung.

Schön ist dagegen die Kombination Krebs - Skorpion, obwohl hier auch zwei Wasserzeichen zusammenkommen. Der Skorpion hat etwas Animalisches und Dominantes, ist konfliktbereit Das fordert den Krebs heraus, setzt bei ihm aber auch eine Entwicklung in Gang. Erotisch kann es hier richtig zur Sache gehen - und das ist in beider Sinne.

Krebs und Krebs ist keine so gute Kombination. Der Krebs ist das Zeichen der Sonnenwende, die es zum einen im Winter gibt und jetzt, zur Zeit des Krebses. Bei der Sonnenwende haben wir Stillstand. Und der Krebs muss aufpassen, dass er nicht in Stillstand gerät. Krebse ziehen zum Beispiel nicht gern um, fürchten Veränderungen, weil sie wissen, dass sie, sobald sie ihre Schale weggeben, schutzlos sind. Krebse haben große Verlustängste, die häufig in der Kindheit begründet liegen. Sie haben ein besonderes Karma mit den Eltern, sind oft sehr gefordert in der Familie, fühlen sich verantwortlich für das Leid der Eltern und werden von ihnen häufig unverhältnismäßig stark gehalten. Manchmal ist es so, dass Krebse, die ja ganz viel Geborgenheit und ein Zuhause brauchen, ein besonderes Schicksal haben: Sei es, dass sie von Tanten großgezogen oder dass sie zur Adoption freigegeben werden. Diese Prägung aus der Kindheit wirkt sich unter anderem auf die Beziehungsfähigkeit des Krebses aus.

BRIGITTE.de: Mit welchem Zeichen klappt das Zusammenleben besser als mit dem eigenen?

Roswitha Broszath: Krebs und Löwe passen eigentlich perfekt zusammen, allerdings nur, wenn die Frau die Krebsrolle übernimmt und der Mann der Löwe ist. Dann ergänzen sich die beiden sehr schön. Sie müssen nur darauf achten, dass der Löwe mit seiner Dominanz und starken Selbstdarstellung den etwas im Hintergrund bleibenden Krebs nicht überlagert.

Krebs und Jungfrau mögen sich, weil sie beide eine große psychologische Begabung haben und sich in der Außenwelt gern ein bisschen vorsichtig bewegen. Gerade der Krebs muss das auch, weil er so empfindsam ist.

Krebs und Waage ist eine schwierige Kombination. Der Krebs braucht den Schutz des Hauses, muss immer - auch im übertragenden Sinne - wissen, wo er Zuhause ist, Die Waage dagegen ist gern unterwegs, besucht Vernissagen, zeigt sich in der Öffentlichkeit und möchte dabei auch ein bisschen glänzen. Außerdem haben Beziehungen für eine Waage keine so haftende Qualität. Die Waage braucht zwar die Spiegelung im anderen, lässt sich aber mit Sicherheit nicht zum Eigentum machen.

Krebs und Schütze sind auch sehr unterschiedlich. Der Krebs bewegt sich gern in seinem Seelenhaus, reflektiert und hinterfragt. Der Schütze aber ist ein Weltreisender, der sehr viel unterwegs ist. Beide Zeichen haben außerdem eine ganz unterschiedliche Erotik. Ein Schütze kann sich nicht auf einen Menschen allein konzentrieren, während der Krebs genau das braucht. Er kann nicht teilen.

Krebs und Steinbock ist eine Opposition, d.h. die zwei Tierkreiszeichen stehen sich genau gegenüber, können sich aber auch ergänzen. Was diese beiden verbindet, ist das Bedürfnis, Traditionen zu wahren. Sie können eine spannende Beziehung führen, vorausgesetzt, sie lassen den anderen so, wie er ist und versuchen nicht, ihn zu ändern. Der Steinbock kann nicht erwarten, dass der Krebs so wie er in die Welt hinausgeht und alle Herausforderungen besteht. Im Gegensatz zum Krebs kann der Steinbock über seine inneren Konflikte reden und muss sehr viel Geduld mit dem Krebs haben, der in dieser Hinsicht ein anderes Tempo hat - oder sich eben gar nicht mitteilt.

Wassermann und Krebs sind sehr unterschiedlich. Sie haben zwar beide eine soziale Ader, sind offen für Berufe, die mit Helfen zu tun haben, aber der Wassermann ist allergisch gegen jedwede Vereinnahmungsversuche - und der Krebs kann nicht mit dem Gefühl leben, dass diese Unverbindlichkeit eine undurchdringliche Mauer ist.

Krebs und Widder ist auch eine schwierige Variante. Der Widder ist ein stürmischer Zeitgenosse, der die Welt erobern will und auch andere Menschen. Ein Widder lässt sich nicht so fest ins eigene Leben einbinden, wie der Krebs es gern hätte. Außerdem ist der Widder ein ganz großer Sportfan, während für den Krebs eher gilt: "Sport ist Mord". Diese Konstellation erfordert eine Menge Toleranz.

Ganz anders sieht es bei Krebs und Stier aus. Sie verbindet viel: die Hinwendung zum Besitz etwa oder die besondere Begabung, mit Geld umzugehen. Beide lieben Geborgenheit, haben Verständnis füreinander und mögen eine ausgeprägte, gefühlvolle Erotik.

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  • Interview: Katharina Wantoch Illustration: Ralf Nitmann
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