Sternzeichen Löwe: Zum Showstar geboren

Löwen sind echte Siegertypen - stark, strahlend, wunderbar. So will es zumindest das Klischee des Sternzeichens. Ob das alles stimmt, verrät Roswitha Broszath im großen Astro-Interview.

23.7 - 23.8

Positive Eigenschaften

  • können gut andere führen
  • selbstbewusst
  • selbstständig
  • sportlich

Herausforderungen

  • haben Angst, andere könnten an ihrem Stuhl sägen
  • in der Beziehung wollen sie die Nummer eins sein
  • selbstverliebt

Welche Partner passen zum Sternzeichen Löwe?

Das Sternzeichen Löwe ist dem Sternzeichen Schütze sehr ähnlich, deshalb passen sie auch gut zusammen. Löwe und das Sternzeichen Wassermann sind dagegen Oppositionszeichen, der Löwe möchte strahlen, der Wassermann aber nicht überstrahlt werden. Schwierig. Viel gemeinsam haben Löwen mit dem Sternzeichen Widder, denn sie sind beide initiativ, feurig und zupackend.

Und die anderen Sternzeichen? Das verrät das große Partnerhoroskop, die Astro-Ampel.

Besonderheit

Das Motto der Löwen ist: "Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen"

Das große Interview mit Star-Astrologin Roswitha Broszath zum Sternzeichen Löwe

  Roswitha Broszath

Roswitha Broszath

BRIGITTE.de: Was charakterisiert das Sternzeichen des Löwen?

Roswitha Broszath: Es sieht am Himmel so eindrucksvoll aus, wie Löwen sich auch gerne darstellen. Eine Sternengruppe bildet den Löwenkopf mit einer imposanten Mähne. Viele Löwen haben tatsächlich so eine Löwenmähne, vor allen Dingen die mit dem Aszendenten Löwe. Der Löwe hat von Anfang an eine besondere Bedeutung gehabt. Im alten Ägypten sind Göttinnen löwenköpfig dargestellt worden, und der rätselhafte Sphinx liegt löwengleich neben den Pyramiden.

Die Sonne, die dem Löwen zugeordnet ist, ist das Zentralgestirn unseres Universums. Das unterstreicht ebenfalls die Wichtigkeit des Löwen. Auch in unseren Religionen hat die Sonne eine besondere Bedeutung. Die erste monotheistische Religion wurde von Echnaton begründet. Er hat Aton, den Sonnengott, als alleinigen Gott installiert und damit alle anderen Götter in Ägypten entthront.

BRIGITTE.de: Ist der Löwe denn nun so stark, strahlend und wunderbar, wie es das Klischee dieses Sternzeichens will?

Roswitha Broszath: Der Löwe gehört zu den Tierkreiszeichen, die eine Häufung von so genannten Unterschwingungen haben, das heißt, dass die unterschiedlichen Grade ganz verschiedene Temperamente und auch verschiedene vorgeburtliche und frühkindliche Geschichten haben. Deshalb reagieren sie auch ganz unterschiedlich. Es gibt das Klischee vom Löwen, dem alles in den Schoß fällt, der sich wunderbar darstellt, der stark ist, kein Lampenfieber hat und künstlerisch auf allen Bühnen zu Hause, aber das stimmt so nicht.

Menschen, die derart ins Scheinwerferlicht streben, tun das vor allem, um etwas zu kompensieren. Sie machen aus der Not eine Tugend und überwinden ihre innere Schüchternheit dadurch, dass sie mit aller Kraft daran arbeiten, sich immer wieder darzustellen. Sie therapieren oder kaschieren ihre Schwächen also mit dem gegenteiligen Prinzip. Löwen fällt das leicht, weil sie eine ausgeprägte schauspielerische Begabung haben.

Es gibt aber auch so viele empfindsame Löwen, so viele, die therapeutische Arbeit machen, die eine Hinwendung zur Tiefenpsychologie haben. Deshalb darf man Löwen nicht nur mit diesem einen Blick sehen. Es ist allerdings so, dass Löwen dieses Bild auch gern bedienen. Sie wollen toll sein, sie wollen die Krone der Schöpfung sein und tun alles, damit sie ihrem Ideal auch entsprechen. Ja, und natürlich gibt es auch den Löwen, der das geborene Showtalent ist.

BRIGITTE.de: Woher kommt dieses Idealbild? Schon aus der Kindheit?

Roswitha Broszath: Löwen wollen - wie auch in der Natur - eine Alpharolle einnehmen. Sie haben auch die Fähigkeit dazu, sind gute Führungspersönlichkeiten. Der Löwe ist das Königszeichen, unter den Königen findet man tatsächlich vermehrt Löwen. Sie sind durchdrungen von ihrer eigenen Besonderheit, was auch ein Teil ihres Schattens ist. Sicherlich haben sie eine Menge Potenzial, aber sie streichen ihre Besonderheiten auch gern heraus.

Die meisten Löwen werden schon mit dem Anspruch der Eltern geboren, etwas ganz Besonderes zu sein. Oft ist es so, dass das Kind, bevor es überhaupt auf der Welt ist, mit allen Vorzügen ausgestattet ist. "Oh, es wird ein Künstler, oh, es wird die Dynastie weiterführen", heißt es dann. Die Folge: das Schicksal des begabten Kindes. Es wird nicht gelobt, weil es selbstverständlich ist, dass es das Beste ist. Dadurch wird auch die Konkurrenzhaltung herangezüchtet, die typisch für Löwe ist, gerade auch für Löwe-Frauen.

Löwen gucken automatisch, dass sie im Vergleich mit anderen eindeutig an der Spitze liegen, dass niemand wagt, an ihrem Stuhl zu sägen. Dafür müssen sie eine ganz schöne Anspannung aufbauen. Bereits auf den Schultern des Löwe-Kleinkindes liegen so viele Erwartungen, die einerseits eine Last sind, die sie auf der anderen Seite aber auch dazu bringen, sich ganz stark auszuprobieren. Das ist ein Privileg. Andere Kinder merken vielleicht gar nicht, dass sie künstlerische Fähigkeiten haben, weil sie nicht gefördert werden und sich nicht ausprobieren dürfen. Die bekommen den Vogel gezeigt, wenn sie sagen, sie hätten gern Ballettunterricht. Die Eltern eines Löwe-Kindes überfrachten das Kind zwar mit Erwartungen, halten ihm aber auch alle Türen offen. Ein Internat im Ausland, Eliteschulen, all das ist wichtig, schließlich soll das Kind ja gute Startmöglichkeiten haben und dafür braucht es die richtigen Verbindungen. Eine kindgemäße Entwicklung ist das nicht, weil das Kind so nicht zu sich selbst finden kann.

Tatsache ist, dass Löwen eine ganze Menge gelingt. Das hat aber auch viel damit zu tun, dass der Löwe genau das erwartet - und die Erwartung eben auch Gutes anzieht.

BRIGITTE.de: Spielt Ehrgeiz dabei eine Rolle?

Roswitha Broszath: Nicht unbedingt, der Löwe ist Minimalist. Mit wenig Aufwand kann er den maximalen Erfolg erzielen. Löwen haben beim Examen zum Beispiel den Mut zur Lücke. Während der Steinbock sich hinsetzt und den ganzen Stoff in sich aufnimmt, guckt der Löwe kurz über seine Unterlagen und hat dann das, was abgefragt wird, parat. Und was er nicht gelernt hat, wird komischerweise auch nicht gefragt. Sein Auftreten hilft dem Löwen dabei, die anderen zu beeindrucken. Der Steinbock geht in eine Prüfung mit dem Gefühl: "Hoffentlich bin ich auch gut genug", der Löwe strahlt hingegen aus: "Ihr dürft froh sein, dass Ihr mich examinieren dürft."

BRIGITTE.de: Löwen sind also Chefs.

Roswitha Broszath: Ja, immer, entweder ist der Löwe selbstständig und hat ein eigenes Unternehmen oder er ist der Boss. Löwen haben zweifellos Führungsqualitäten. Es gibt das Löwe-Wort: "Mach nie etwas selber, was Du auch anderen übertragen kannst". Löwen können gut delegieren, während die Jungfrau das zum Beispiel gar nicht kann, weil sie erstens Ressentiments hat, andere wie Leibeigene zu betrachten, und außerdem alles selber machen möchte, es soll ja schließlich auch gut sein. Ein Löwe hingegen kann hervorragend Anweisungen geben, er hat keine Gewissensbisse, wenn er andere beschäftigt.

BRIGITTE.de: Und in welchen Berufen findet man Löwen bevorzugt?

Roswitha Broszath: Der Löwe ist Unternehmer, Galeriebesitzer, Architekt oder Kunsthändler. Wenn Löwen mit anderen in einer Bürogemeinschaft arbeiten, sind sie mit Sicherheit die, die alles managen, die die Bedingungen vorgeben, der oberste Boss sozusagen.

Löwen sind auch sehr häufig Therapeuten, können besonders gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen. Sie haben auch gern mit Schönheit und Mode zu tun, Yves Saint Laurent etwa war Löwe. Unter den Ärzten gibt es auch Löwen, meistens Orthopäden, weil zum Löwen die Anfälligkeit des Rückens gehört. Auf Rückschläge reagieren Löwen tatsächlich sehr häufig mit Bandscheibenvorfall oder anderen ernsten Beschwerden an der Wirbelsäule.

Die neue Anti-Aging-Medizin ist auch eine Löwen-Domäne, weil Löwen mit Alter, Gebrechen, Schwäche und dem Übergang in eine andere Dimension nicht gut umgehen können. Das sind Tabu-Themen. Löwen haben die Vorstellung, dauerhaft fit, jung und erfolgreich zu sein. Tatsächlich bewahren sie sich häufig auch lange eine jugendliche Ausstrahlung, weil sie es wollen.

BRIGITTE.de: Schönheits-OPs sind sie also nicht abgeneigt ...

Roswitha Broszath: Nein, aber sie machen auch Sport, pflegen sich und ihre Figur. Man sagt: Der Geist formt das Fleisch - und Löwen wollen gut aussehen, kaufen sich dafür auch mal teure Pflegeprodukte. Luxus darf ohnehin sein. Löwen gönnen sich gern etwas. Und Geld, das man für sich selbst ausgibt, ist ihrer Ansicht nach besonders gut investiert.

BRIGITTE.de: Wie ist der Löwe in Beziehungen?

Roswitha Broszath: Eine Beziehung mit einem Löwen ist nicht ganz einfach. Ein Löwe duldet keine Götter neben sich, aber er möchte auch keinen Partner haben, der nur ein Abziehbild ist, der sich nicht gern in der Öffentlichkeit zeigt oder dort keine gute Figur macht. Sie wollen stolz auf den Partner sein, aber logischerweise nicht in seinem Schatten stehen.

Löwen können niemanden über sich haben. Das gilt im Beruf, das gilt in Beziehungen und das gilt auch für das Wohnen. Ganz häufig wohnen Löwen oben in ausgebauten Dachwohnungen. Alles kann unter ihnen sein, aber nichts über ihnen.

Löwen haben gern einen Hofstaat. Sie favorisieren nicht das Alleinsein mit dem Partner, sondern scharen gern viele Freunde um sich. Sie pflegen häufig ein offenes Haus, halten gern Hof.

Zum Löwen gehört der Narzissmus, die Selbstverliebtheit - und es wäre schön, wenn der Partner an diesem Bild nicht rütteln würde. Löwen brauchen immer ein bisschen Bewunderung und Bestätigung, was zeigt, dass sie nicht unbedingt so ein unerschütterliches Selbstbewusstsein haben.

Treu sind Löwen im Prinzip schon. Trennt sich ein Löwe, bleibt er mit dem Partner trotzdem in Verbindung, lädt oft sogar den neuen Partner des Ex-Partners mit ein. Auch Regenbogenfamilien finden wir bei Löwen oft. Löwen haben eine große Offenheit, ein großes Herz, sind sehr freundlich. Sicher haben auch Löwen Affären, aber ein Löwe wird immer darauf achten, Verletzungen zu vermeiden. Weil der Löwe selbst gern respektvoll behandelt werden möchte, geht er auch mit anderen so um.

Ein Löwe wird seinen Partner immer unterstützen, wird ihm Mut machen, sich zu zeigen, nur darf der Partner am Ende eben nicht besser sein als der Löwe selbst.

BRIGITTE.de: Wer passt zum Löwen?

Roswitha Broszath:

Löwe und Löwe

verstehen sich gut, wenn sie sich nicht aus Konkurrenz darum, wer der strahlendere Löwe ist, das Leben schwer machen.

Löwe und Jungfrau

ist eine schwierige Paarung. Hier kommt zum Ausbruch, was archetypisch in den beiden Zeichen angelegt ist: Die Jungfrau arbeitet dem Löwen zu und grämt sich nachher, weil der Löwe mit ihrer Arbeit an die Außenwelt geht und sagt: "Guckt mal, was ich Tolles gemacht habe." Der Löwe ist, was Erotik angeht, nicht so leidenschaftlich wie die Jungfrau. Für den Löwen ist Sex mehr ein Gesamtkunstwerk, bei dem er gut aussehen muss. Die Jungfrau hingegen weiß, dass Sex eine erdige Angelegenheit ist. Ihr ist es egal, wie sie dabei rüberkommt, sie möchte den Sex genießen.

Eine wunderbare Konstellation ist

Löwe und Waage

. Beide sind für Kunst und Kultur sehr offen und haben Lust, gemeinsam schöne Dinge zu unternehmen. Außerdem haben beide ein Faible für Glanz und Glamour, gehen gern dahin, wo es Promis zu sehen gibt. Die beiden Zeichen haben viele Gemeinsamkeiten, auch die, dass für sie Sex nicht so eine wilde Angelegenheit sein muss.

Deswegen ist eine Beziehung zwischen

Löwe und Skorpion

auch wieder schwieriger. Der Skorpion ist das Zeichen, das am animalischsten liebt. Das kann den Löwen verstören, weil er fürchtet, überlagert zu werden. Der Skorpion hat, so wie der Löwe auch, einen starken Machtanspruch. Es besteht also die Gefahr, dass sich die beiden ins Gehege kommen.

Löwe und Schütze

sind sich ähnlich, beide sind Feuerzeichen. In der Kombination geht das ganz gut, wobei es sein könnte, dass in dieser Beziehung nicht genügend Entwicklung stattfindet, weil beide Partner sehr stark mit ihrer Eigenentwicklung und ihrer Eigendarstellung befasst sind und die Entwicklung mit dem Gegenüber nicht vorantreiben.

Löwe und Steinbock

passen weniger gut zusammen. Der Steinbock erarbeitet sich alles akribisch, dem Löwen fällt alles zu - zumindest tut er so. Er sagt sich in einer Art Selbstsuggestion: "Mir fällt immer alles in den Schoß, ich habe immer Glück." Der Steinbock wird sich irgendwann darüber ärgern, dass die Lasten so ungleich verteilt sind, der Beifall aber letztlich immer dem Löwen zukommt. Aber der Steinbock hat auch nicht diesen Unbedingtheitsanspruch, in der Mitte der Bühne zu stehen. Deshalb bekommt er automatisch nicht so viel Beifall.

Löwe und Wassermann

sind Oppositionszeichen. Der Löwe hat ein starkes Bedürfnis zu strahlen und zu führen, aber der Wassermann lässt sich nur bedingt führen, und schon gar nicht lässt er sich überstrahlen. Er ist unabhängig, hält sich gern unverbindlich und die Individualität, die der Löwe erst entwickeln muss, hat der Wassermann wie selbstverständlich. Er wird den Löwen nicht hofieren - und das macht Spannungen unvermeidlich.

Löwe und Fische

ist ganz schwierig, weil der Fisch so sensibel ist und der Löwe zwar eigentlich auch, aber er zeigt es nicht. Ich habe Löwen schon öfter sagen hören, Fische seien wehleidig, aber das stimmt nicht. Und der Fisch wiederum hält den Löwen für einen Angeber. Fische haben immer Schwierigkeiten mit der Selbstdarstellung und werden sich deshalb über die Selbstdarstellung des Löwen ärgern. Und der Löwe hat Probleme, seine sensiblen Anteile anzunehmen, und ärgert sich über die Sensibilität des Fisches. Die klassische Projektion also, psychologisch gesehen.

Löwe und Widder

haben viel gemeinsam. Sie sind initiativ, feurig, zupackend, gehen ins Leben rein, aber als Grundlage für eine lange Beziehung reicht das nicht aus. Durch Mond oder Aszendent müssten hier noch andere Anteile hineinkommen. Letztlich gilt das aber für alle Partnerschaftsvergleiche. Über andere Planeteninspirationen kommen immer noch einmal ganz andere Entwicklungsimpulse ins Beziehungsgeschehen.

Löwe und Stier

mögen beide Luxus und gönnen sich gern etwas, wobei der Löwe das Geld leichter ausgibt als der Stier. Das könnte zu Spannungen führen. Auch mit der Sexualität werden die beiden Probleme haben. Der Stier hat nämlich eine ausdauernde und erdige Sexualität, die der des Löwen nicht entspricht.

Löwe und Zwillinge

ist grundsätzlich schon vorstellbar, weil der Zwilling anpassungsfähig ist und keine Probleme hat, dem Löwen auch mal zu sagen: "Das machst Du einfach großartig". Der Löwe wiederum wird die intellektuelle und schöpferische Strahlkraft des Zwillings lieben. Zum Zwilling gehört die Darstellung, zum Löwen die mimische Strahlkraft. Das verbindet.

Löwe und Krebs

entspricht klassisch betrachtet Sonne und Mond. Die beiden passen zusammen, aber nur, wenn der Krebs das weibliche Prinzip darstellt und der Löwe das männliche. Und wenn der Löwe bereit ist, auf die Empfindsamkeit des Krebses einzugehen. Darin liegt die Herausforderung, aber ein bisschen Herausforderung ist ja für jede Beziehung gut.

BRIGITTE.de: Wenn nicht in der Sexualität, wo lässt der Löwe dann sein Feuer?

Roswitha Broszath: In der Kunst. Er kann zu Kunst fast ein erotisches Verhältnis haben, seine schöpferische Kraft ist enorm und für ihn ist es wichtig, dass er Schöpfung hinterlässt. Kunst, Kultur, Gestalten, Malen, Bildhauern, Museen und Galerien besuchen - damit gestaltet der Löwe seine Freizeit. Ein besonderes Faible hat er für Filme, liebt Filmfeste, weil er dann von morgens bis abends im Kino sitzen kann.

Beim Sport sind es Statussportarten wie Golf oder Tennis, die den Löwen anziehen. Bei Löwe-Männern kommt eine Vorliebe für Autorennen hinzu.

Löwen haben generell ein besonderes Verhältnis zu Schmuck. Typischer Löwe-Schmuck ist von Bulgari oder Versace. Der Löwe mag es gern ein bisschen prunkvoller - und er bevorzugt Goldschmuck.

BRIGITTE.de: Welche Promis sind denn Löwen?

Roswitha Broszath: Im Löwe-Zeichen finden wir jede Menge Promis. Es ist der Wunsch der Löwen, prominent zu sein.

Sie haben aber auch ein großes Verantwortungsgefühl, deswegen sind Löwen häufig in der Politik, wobei die Neigung zur Selbstdarstellung dort auch manchmal ausufern kann. Löwen haben den Anspruch, gesellschaftlich etwas zu bewirken und dabei gut auszusehen. Kränkungen und Angriffen lassen sie sich nicht so leicht anmerken. Nur die Lippen werden immer schmaler, je länger jemand in der Politik ist. Spurlos geht dieser Job also nicht an ihnen vorüber.

Ein prominenter Polit-Löwe ist Barack Obama. Er hat die Sonne in Löwe und den Aszendenten in Wassermann, ist also ganz besonders gesegnet. Es gibt ja auch kaum jemanden, der nicht von ihm begeistert ist. Der letzte demokratische US-Präsident, Bill Clinton, ist übrigens auch Löwe.

Das Showgewerbe ist eine weitere Domäne des Löwen. Dementsprechend finden wir unter den Schauspielerin und Musikern viele Löwen, zum Beispiel Charlize Theron, Robert Redford, Whitney Houston, Sandra Bullock, Heike Makatsch, Iris Berben, Ulrich Tukur, Antonio Banderas, Patrick Swayze, Dustin Hoffmann oder Sean Penn.

Bei den Musikern entsprechen Mick Jagger und Madonna mit ihrer extravaganten und exhibitionistischen Art sehr dem Klischee-Bild des Löwen.

BRIGITTE.de: Was zeichnet die Löwe-Frauen besonders aus?

Roswitha Broszath: Löwe-Frauen sind nicht zum Dienen geboren. Wer also eine hingebungsvolle Hausfrau sucht, sollte weiterziehen. Sie streben immer in ganz besondere Positionen hinein und bekommen sie in der Regel auch. Viele Löwe-Frauen sind Therapeutinnen, die mit Kindern arbeiten oder Erwachsene coachen.

So strahlend, wie sie sich darstellen, sieht es im Innern der Löwe-Frauen nicht immer aus. Sie setzen sich stark mit sich selbst auseinander. Gerade Löwe-Frauen sind besonders getrieben davon, die Beste sein zu müssen. Sie haben hohe Ambitionen und die werden sie verwirklichen - damit muss der Partner klarkommen. Ein Partner, der klammert, ist bestimmt nichts für sie.

In der Beziehung sind sie nicht die zahmen Kätzchen. Wenn sie zuschlagen, dann sind das Tatzenhiebe. Löwe-Frauen können sich sehr wehren. Fühlen sie sich bedroht, verlieren sie auch schon mal die Kontrolle.

Eine Löwe-Frau hat das Bedürfnis, sich herauszuheben, besonders zu sein, in der Außenwelt etwas darzustellen. Und wer mit einer Löwe-Frau zusammen ist, muss aushalten können, dass sie die stärkere Aufmerksamkeit bekommt, so erging es auch J.F. Kennedy. Seine Frau Jackie hatte eine Löwe-Sonne mit der dazugehörigen Attraktivität und der entsprechenden Resonanz in der Außenwelt. Ihr Mann konnte damit allerdings bestens umgehen. Auf einem Staatsbesuch in Frankreich, wo wieder mal besonders Jackie zugejubelt wurde, sagte er: "Ich bin nur der Bursche, der diese gutaussehende Frau begleitet."

Was die Löwe-Frau ganz sicher hat, ist Großherzigkeit. Schließlich gehört das Herz zu Löwe.

BRIGITTE.de: Also liegt im Herzen des Löwen aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Schwachstelle?

Roswitha Broszath: Ja, Herz, Blutkreislauf und Rücken sind beim Löwen anfällig. Bezogen auf den Rücken erlebt man häufig, dass Löwen sich nicht bücken. Wenn ihnen etwas herunterfällt, warten sie, bis jemand anders es aufhebt. Dabei würde ihnen das Bücken, also Bewegung, so gut tun.

Und wenn Löwen in Situationen geraten, aus denen sie heraus möchten, aber nicht wissen, wie, reagieren sie häufig mit Herzrhythmusstörungen. Löwen neigen auch zu Herzenge, Angina pectoris und allen möglichen Befindlichkeitsstörungen am Herzen.

Freude nährt bekanntlich das Herz, deswegen muss der Löwe viel Schönes angucken und unternehmen, um sein Herz zu stärken. Der Löwe hat eine elementare Angst vor Enttäuschung. Auf sie kann er mit einem gebrochenen Herzen reagieren, was nach neuster Erkenntnis tatsächlich eine Krankheit ist. Sie heißt ganz wörtlich Broken-Heart-Syndrom.

Löwen leiden sehr darunter, wenn sich das Licht der Sonne verdunkelt. Sie können starke Depressionen haben und dadurch sehr bitter werden. Als homöopathisches Mittel hilft dem Löwen häufig Aurum, das ist das homöopathische Konstitutionsmittel, das Löwe zugeordnet ist, auch Gold als Metall gehört zu Löwe.

BRIGITTE.de: Beim Beruf klang schon ein Löwe-Motto an: "Mach nie etwas selber, was Du auch anderen übertragen kannst". Gibt es ein weiteres Motto?

Roswitha Broszath: "Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen", ist auch typisch Löwe, weil es ihm so wichtig ist, sich richtig darzustellen. Und typisch Löwe ist auch: "Wer sich kleinmacht, muss sich nicht wundern, wenn er auch so behandelt wird." Einem Löwen geht es immer um den Wert, darum, dass der Wert geachtet wird.

BRIGITTE.de: Und der Schatten des Löwen zeigt sich dann, wenn er seinen eigenen Wert zu hoch einschätzt?

Roswitha Broszath: Ein Löwe muss lernen, mit dem zufrieden zu sein, was er ist. Das ist schon großartig genug. Das muss er nicht noch übertreffen.

Es gibt Löwen, insbesondere Löwe-Frauen, die ihre Kraft nicht so zu leben wagen, vor allem die künstlerische Begabung. Häufig soll dann der Partner diese Seite für sie ausleben. Das macht den Löwen aber auf Dauer innerlich bitter. Dann zeigt sich sein Schatten, weil das eigene Potenzial nicht ausgedrückt wird. Unter diesen Umständen kann der Löwe auch kleinlich werden und Haarspalterei betreiben, sogar ein bisschen bösartig sein.

Man darf Löwen nicht vorwerfen, dass sie eitel oder selbstverliebt sind. Jedes Tierkreiszeichen hat eine andere Aufgabe in diesem Leben und lebt ein anderes Prinzip. Beim Löwen geht es um die seelische Verausgabung, darum, sich auszuleben über Kunst, darum Individualität und Authentizität zu entwickeln, Strahlkraft zu leben, sich über die künstlerische Arbeit zu verschwenden - und dafür erwartet ein Löwe einfach auch Beifall.

Ein Schatten des Löwen ist der Zynismus, der mit der Angst vor Enttäuschung zu tun hat. Löwen haben ein starkes Bedürfnis, gebraucht zu werden. Daraus resultiert etwas Gönnerhaftes. "Ich weiß alles, ich kann alles. Lass Dich mal von mir an die Hand nehmen". Dadurch können sie in der Partnerschaft etwas sehr Überlagerndes bekommen.

Das Aufschneiden, zu dem Löwen auch manchmal neigen, kommt aus dem Bedürfnis heraus, wichtig zu sein, gebraucht zu werden. Löwen geben sehr viel, können aber nicht gut annehmen, jedenfalls Hilfe nicht. Das würde der Löwe als Schwäche werten - und Schwächen können Löwen nicht zugeben. Die passen nicht in ihr Bild vom strahlenden Siegertypen, und dieses Bild bedienen sie eben hingebungsvoll.

Interview: Katharina Wantoch

Wer hier schreibt:

Kommentare (9)

Kommentare (9)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    roswitha versteht uns löwen eben nicht! mit diesem satz endete mein vorheriger kommentar, bei dem mein letzter satz aber nicht voll angezeigt wird und somit der sinn meines kommentares nicht korrekt rüberkommt. deshalb also hier nochmal in voller länge. herzliche grüße....lol.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    finde mich nicht in roswithas beschreibung und ich kenne mich schon seit 53 jahren. bin löwe, löwe aszendent, mond im wassermann. habe sehr feine haare. ich hasse es im mittelpunkt zu stehen, trotzdem stehe ich leider oft ungewollt im mittelpunkt, denn ich bin sehr kreativ und habe sehr ausgefallene ideen, die andere gerne kopieren. oft kommt mir für mein können neid und missgunst entgegen. bin sehr freundlich , mitfühlend, großzügig und sehr treu und seit 32 jahren verheiratet. bediene meinen mann sehr gerne. liebe es zuhause zu sein. ausgehen und unter vielen menschen zu sein ist nicht mein ding. bin sehr ehrlich, aber diplomatisch. sauer reagiere ich auf menschen die falsch, hinterhältig, missgünstig, launenhaft, negativ, unehrlich und unfair sind. bin meistens fröhlich. kann sehr hart arbeiten, aber weniger delegieren. bin sehr freiheitsliebend. privatsphäre ist mir sehr wichtig. hobbies: esoterik, 40 jahre astrologie, 12 jahre numerologie. roswitha versteht uns löwen e
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Schade, dass hier ein Bild ensteht Löwen seien mit einem goldenen Löffel im Mund geboren bzw. Löwen werden nur von Eltern geboren die in ihren Kindern Künstler, Ärzte etc. sehen.

    Ich habe nicht an einer Eliteuni studiert, ja noch nichteinmal in einem Internat Abitur gemacht.

    Ich hatte ganz einfache, liebevolle Eltern die mich zu einem ehrlichen, mitfühlenden Menschen erzogen haben. Bisher dachte ich immer es liegt daran, dass mich andere Menschen mögen, jetzt weiss ich es liegt an meinem unwiederstehlichen Sternzeichen :-))



    Mag sein, dass einige Aussagen von Frau Broszath stimmen, im Großen und Ganzen finde ich es aber ziemlich elitär wie sie die Löwen beschreibt. Wo sind hier die normalen Löwen so wie ich, die trotzdem Löwe Aszendent Löwe sind.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    ich bin eine skorpionfrau mit aszendent löwe. es stimmt tatsächlich, dass ich sehr dicke haare habe und mich gerne extravagant anziehe, schminke und die aufmerksamkeit schnell auf mich ziehe. ansonsten bin ich typisch skorpion und meine mitmenschen sind oft darüber erstaunt, dass ich im grunde sehr ruhig bin und eher schüchtern. aber die meisten leute kommen (zum glück?) von selbst auf mich zu, weil sie finden, dass ich "interessant" wirke. erstaunlicherweise, sind diese menschen fast alle wassermann oder aszendent wassermann. :)
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Jedes Sternzeichen hat seine "Grundzüge". So auch der "Löwe" im Positiven wie im Negativen. Jedoch muß ich feststellen, daß beim Löwen die Sternzeichendarstellung vermehrt in die negative Richtung geht. Ich kenne viele Löwemenschen die sehr positiv sind und keine Bühne benötigen. Mein Sternzeichen ist Löwe mit Aszendenten Löwe und ich bin weder arogant (kann es sein wenn ich muß) noch bin ich dominant oder lieblos, weder kalt, egoistisch oder zu anspruchsvoll. Mich zeichnet aus, daß ich ausgesprochen herzlich, mitmenschlich, mutig, optimistisch und vor allem sehr fröhlich bin. Ich benötige keine Bühne um anzugeben, da ich alle Menschen gleich stelle und freue mich wenn die Menschen mit mir und ich mit ihnen gut auskomme. Und ich lasse mir ebenso wenig gefallen wie alle anderen Sternzeichen auch, wenn es um Ungerechtigkeit geht. Und die negativen Schattenseiten jedes Sternzeichens kann jeder intelligente Mensch selbstverantwortlich "bearbeiten". Ich bin sehr gerne mein St
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