Sternzeichen Stier: Ein ehrlicher Genießer

Pragmatisch, praktisch, gut: So wird das Sternzeichen Stier gern beschrieben. Ob ihm das gerecht wird und was den Stier sonst ausmacht, erzählt BRIGITTE-Astrologin Roswitha Broszath im Interview.

21.4 - 20.5

Positive Eigenschaften

  • wertebewusst
  • authentisch
  • kann sich gut abgrenzen
  • genießerisch
  • treu
  • verführerisch

Herausforderungen

  • unbeugsam
  • stur
  • besitzergreifend
  • eifersüchtig

Welche Partner passen zum Sternzeichen Stier?

Spannenderweise entscheidet sich das Sternzeichen Stier oft für jemanden, mit dem es eher schwierig ist: beispielsweise mit einem Partner vom Sternzeichen Löwe oder Sternzeichen Wassermann, weil diese ein lockeres Verhältnis zum Festhalten haben. Aber das Liebesmotto vom Stier ist: "Eine schwierige Beziehung bindet noch stärker".

Mit dem Sternzeichen Skorpion erlebt der Stier eine erotische, intensive Leidenschaft. Aber mit genau diesem Feuer können sie sich auch im Alltag über unterschiedliche Ansichten fetzen. Das Sternzeichen Krebs ist eine gute Kombination, denn beide wünschen sich Geborgenheit und ein sicheres Zuhause.

Und die anderen Sternzeichen? Das verrät das große Partnerhoroskop, die Astro-Ampel.

Besonderheit

Das Motto vom Sternzeichen Stier: "In der Ruhe liegt die Kraft"

Das große Interview mit Star-Astrologin Roswitha Broszath zum Sternzeichen Stier

  Roswitha Broszath

Roswitha Broszath

BRIGITTE.de: Von dem Tier Stier hat jeder eine konkrete Vorstellung. Wie sieht das Sternbild Stier aus?

Roswitha Broszath: Es ist sehr markant: Der Stier stürmt mit gesenkten Hörnern auf Orion zu. Früher wurde das Tierkreiszeichen nicht nur als Stier bezeichnet, sondern auch als die heilige Kuh. Wir haben es hier also mit einem doppelt-geschlechtlichen Zeichen zu tun - und mit einem heiligen. In der Amonreligion ist der Stier in Form des Apis-Stieres verehrt worden. Und auf Kreta gab es den Kult um den Minotaurus. Die Kuh wiederum wurde in Ägypten als große Göttin verehrt, als nährende Kraft. Die Milchstraße hat ihren Namen interessanterweise von den Ägyptern. Sie haben das Bild geprägt, dass die heilige Kuh ihre Milch versprengt und die Spritzer die Milchstraße bilden.

Die Herrscherin des Stiers ist die Göttin Venus, wobei wir hier unterscheiden müssen. Beim Stier ist es die Göttin Venus in Gestalt des Morgensterns, bei Waage ist es die Venus des Abends in Gestalt des Abendsterns. Die frische, pralle, überschwängliche Energie, die wir im Mai erleben, diese überwältigende Schönheit, wenn alles blüht und grünt, das entspricht der römischen Venus-Version der keltischen Maigöttin. Und die Maigöttin passt mit ihrer Frische und Unbekümmertheit, mit diesen fröhlichen, verschwenderischen Festen, die gerade im Mai gefeiert werden, als Bild auch am besten zum Stier. Sinnlichkeit, Freude, Lebenslust - all das gehört zum Stier dazu.

BRIGITTE.de: Man ist ja versucht, ihm auch etwas Kämpferisches zuzuschreiben. Hat er das?

Roswitha Broszath: Archetypisch gehört das Kämpferische nicht zum Stier, er steht für das Bewahren. Mit ihm verbunden ist der Begriff Abgrenzung. Stiere können oft schon als Kinder ganz klar Nein sagen - und das wirkt dann nicht trotzig, sondern ganz selbstverständlich.

April-Stiere haben ein bisschen mehr Temperament. Gerade die frühen Stiere, die bis zum 27. April, können sehr aufbrausend sein. Ansonsten gilt, was über Stiere auch gern gesagt wird: Sie kommen langsam, aber gewaltig. Wenn man einen Stier reizt, sieht er ab einem bestimmten Punkt tatsächlich rot und stürmt los. Normalerweise zeichnet ihn aber eine gewisse Gelassenheit aus. Ein Stier in Rage kann allerdings sehr jähzornig sein - und stur, was Stiere grundsätzlich sind. Halsstarrig und hartnäckig sind typische Stier-Begriffe. Wenn Stiere etwas wirklich wollen, können sie unerbittlich sein, sind dabei aber nicht unsensibel. Sie haben hohe sensitive Anteile, sind zum Beispiel auch sehr musisch. Und Stiere sind Traditionen verhaftet. Sie übernehmen häufig Familienaufträge, führen etwa das Familienunternehmen weiter. Ehrgeiz und Karrierestreben tritt hinter diesem Auftrag eher zurück. Tradition zu bewahren, in der Familienfolge den Platz einzunehmen, ist dem Stier wichtiger - und Stiere wollen mit sich im Reinen sein.

BRIGITTE.de: Die Familie hat für Stiere also einen hohen Stellenwert.

Roswitha Broszath: Ja, sie ist oft bedrückend wichtig. Stiere haben eine unglaubliche Verpflichtungstreue, nicht nur in Beziehungen, sondern auch im Hinblick auf das, was ihnen übertragen wird. "Was Du ererbst von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen", ist eine typische Stier-Aussage. Ein Stier wird sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Er hat ein hohes Bewusstsein für Werte, möchte bewahren, festhalten, hüten.

BRIGITTE.de: Hält er auch sein Geld zusammen?

Roswitha Broszath: Ein Stier wird sein Geld nie für irgendeinen Tand zum Fenster hinauswerfen. Ich habe mal einen Stier sagen hören: "Wir haben wenig Geld, wir können uns nur das Beste leisten." Stiere legen also Wert auf Qualität, in jeder Weise - ob bei Kleidung, beim Hausbau oder bei Möbeln. Sie umgeben sich gern mit alten Möbeln, wissen Erbstücke wegen des ideellen Wertes zu schätzen. Und ein Stier legt Wert auf gutes Essen. Das bedeutet nicht, dass er nur in Gourmetrestaurants geht, er weiß durchaus auch die Besonderheit des Einfachen zu schätzen: gute Pellkartoffeln mit einem guten Quark oder einer exzellenten Butter. Allerdings isst er so gern, dass er manchmal zur Fülle neigt. Stiere müssen aufpassen, dass sie nicht des Guten zu viel tun - im wahrsten Sinne des Wortes. Interessanterweise neigen eher die Mai-Stiere zu Übergewicht. Die April-Stiere hingegen sind oft drahtig und sportlich. Genuss gehört aber unbedingt zu allen Stieren dazu.

BRIGITTE.de: Wo liegt der Schatten des Stieres?

Roswitha Broszath: Nicht in der Sturheit, wie man vielleicht denken könnte. Seiner Sturheit ist sich der Stier bewusst, der Schatten aber ist immer etwas Unbewusstes. Beim Stier ist es der Fanatismus. Stiere können sich so in etwas hineinsteigern und eine Sache so sehr verfechten, dass sie tatsächlich die Kontrolle verlieren. Diese feurig-fanatische Seite ist dem Erdzeichen Stier oft nicht bewusst.

BRIGITTE.de: In welchen Berufen finden wir Stiere bevorzugt?

Roswitha Broszath: Sie sind überall da gut, wo etwas wachsen und gedeihen soll. Stiere sind also Landschaftsarchitekten, Gärtner, Landwirte oder Weinbauern. Mit ihrem guten Händchen für Geld findet man sie aber auch an der Börse oder in Banken. Unter den Kunstsammlern gibt es auch viele Stiere, weil ihnen das Sammeln von Werten und Traditionen, von Antiquitäten und Kunst am Herzen liegt. In der Kosmetikbranche fühlen sie sich ebenfalls wohl, weil sie alles mögen, was mit Schönheit zu tun hat. Oft haben sie auch mit Ernährung zu tun, sind Köche, Sommeliers oder Gastronomen. Stiere können eine gute Gastlichkeit herstellen. Im Restaurant eines Stieres wird man sich sofort zu Hause fühlen. Es wird kein cooles Restaurant sein.

BRIGITTE.de: Und vermutlich auch keines mit Nouvelle Cuisine, sondern mit ehrlichen Portionen...

Roswitha Broszath: Ja, Ehrlichkeit ist ohnehin ein guter Stierbegriff. Stiere sind authentisch und ehrlich. Und so versuchen sie auch, ihr Leben zu leben. Es geht ihnen nicht um immer höher, schneller, weiter. Stiere haben vor allem das Bedürfnis, mit sich selbst in Übereinstimmung zu leben, zu sich stehen zu können und zu sagen: "Ich bin mit mir zufrieden und kann das, was ich getan habe, verantworten." Stiere haben ein hohes Verantwortungsbewusstsein, sie sind sehr ausdauernd und extrem treu.

BRIGITTE.de: Gilt das auch für Beziehungen?

Roswitha Broszath: Ja, ein gegebenes Wort ist heilig und bevor ein Stier sich scheiden lässt, muss viel passieren. Wenn der Partner oder die Partnerin krank wird, dann pflegen Stiere sie mit einer Beständigkeit und einer Zuverlässigkeit, vor der man nur Achtung haben kann. Ein Stier sagt nicht: "Jetzt wird es unbequem, jetzt gehe ich". Es heißt, dass Stiere deswegen spät heiraten, weil sie wissen, wenn sie einmal drin sind, kommen sie nicht mehr raus. Deswegen überlegen sie vorher lange, ob sie sich trauen sollen oder nicht. Generell überlegt sich ein Stier Entscheidungen ganz genau, weil er weiß, dass eine Entscheidung endgültig und bindend ist. Stiere haben oft eine sehr lineare Entwicklung in ihrem Leben, weil sie ihrer klaren Vernunft folgen. Sie werden keine Risiken eingehen, die sie ins Abseits bringen.

Stiere halten sehr an allem fest, an Situationen aber auch an Menschen, was leidvoll sein kann. Spannenderweise ist Gautama Buddha im Zeichen Stier geboren, und seine Lehre baut ja auf dem Satz auf: "Alles Leid kommt vom Haften". Wir alle müssen irgendwann loslassen, immer mal wieder zwischendurch im Leben und am Ende ganz und gar. Und das Loslassen von etwas Liebgewonnenem tut sehr weh, deshalb müssen wir lernen, nicht so festzuhalten. Das muss man einem Stier, der ja zur Ansammlung von Werten neigt, klar machen. Er kann schon sehr besitzergreifend und eifersüchtig sein.

Es ist aber nicht so, dass ein Stier die schönen, sinnlichen Menschen in seiner Umgebung nicht auch wahrnehmen würde. Ob er also immer so treu ist, wie er das von seinem Partner erwartet, ist eine andere Frage. Aber er würde eine Beziehung nicht beenden, auch wenn ihm mal ein Seitensprung passiert.

BRIGITTE.de: Mit wem passt der Stier denn gut zusammen?

Roswitha Broszath: Spannenderweise wird er nicht immer die wählen, mit denen es entspannt und einfach läuft. Ein Stier ist häufig mit einem Löwen oder einem Wassermann liiert. Gerade die Beziehung zu einem

Wassermann

ist schwierig, weil die beiden so unterschiedlich sind, wie man nur sein kann. Aber der Stier lebt nach der Devise: Eine schwierige Beziehung bindet noch stärker. Deshalb stellt er sich der Herausforderung. Ein Reibungspunkt ist zum Beispiel, dass der Wassermann ein eher unpersönliches Verhältnis zum Geld hat und exzentrisch damit umgeht. Darüber wird der Stier sich mächtig ärgern - und dann gibt es Streit. So wie es bei Stieren sowieso häufig Streit ums Geld gibt, aber die Beziehung beenden wird der Stier deshalb nicht.

Stier und Löwe

ist auch keine leichte Paarung, weil der Stier sehr geerdet ist, sehr ehrlich, und nicht dick aufträgt, während der Löwe schon gern in der ersten Reihe steht und Beifall und Glanz bekommt. Das kann ein ständiger Streitpunkt sein. Was sie verbindet: Beide genießen gern, wenn auch auf unterschiedliche Weise, und ein gewisses Ansehen ist auch für den Stier wichtig.

Stier und Skorpion

ist eine Opposition. Sie finden sich über ihre intensive Sexualität. Im Bett darf es gern animalisch zugehen. Beide haben auch eine Tendenz festzuhalten. Aber durch die Opposition werden sie Dinge häufig sehr unterschiedlich sehen und versuchen müssen, Kompromisse zu finden - wozu beide nicht so gern bereit sind.

Stier und Steinbock

sind beides Erdzeichen. Sie verbindet ihr Bezug zum Sammeln von Werten und Traditionen, ihr Interesse, mit Geld behutsam umzugehen. Aber abgesehen davon, dass die erotische Anziehungskraft groß ist, könnte es ein bisschen langweilig werden.

Die Jungfrau ist ebenfalls ein Erdzeichen, und

Stier und Jungfrau

mögen sich auch, aber bei Beziehungen zwischen gleichen Elementen besteht immer die Gefahr, zu sehr am gleichen Strang zu ziehen - und dann kann die Partnerschaft zu gleichförmig werden.

Stier und Zwillinge

ist eine schwierige Paarung, weil der Stier so geerdet ist, so überlegt handelt und so beharrlich sein kann, während der Zwilling ein luftiges, spontanes Wesen ist. Auch

Stier und Widder

sind sehr unterschiedlich. Der impulsive, spontane Widder trifft auf den bedächtigen Stier - das kann anstrengend werden.

Stier und Waage

müsste eigentlich eine gute Paarung sein, weil beide Venusbeherrscht sind, aber der Stier geht ganz anders mit Besitz um als die Waage, die recht konsumfreudig ist. Da könnte das Geld zum Reibungspunkt werden.

Stier und Fisch

ist eine schöne Kombination. Die beiden ergänzen sich gut. Der Stier ist lebenstüchtig, was der Fisch archetypisch nicht unbedingt ist. Er profitiert davon, wenn er einen geerdeten Partner hat, der ihm hilft, mit den rauen Seiten des Lebens zurechtzukommen. Außerdem haben beide Zeichen eine romantische Ader und eine künstlerische Seite.

Mit dem

Schützen

, der ja ein Nomade ist, wird der sesshafte Stier nicht zurechtkommen. Auch die Art mit Besitz umzugehen, ist bei beiden sehr unterschiedlich. Nomaden hängen nicht so sehr an Besitz, haben einen anderen Bezug zum Materiellen.

Stier und Krebs

verbindet der Wunsch nach einem Zuhause. Der Krebs muss wissen, wo er Zuhause ist, dem Stier ist Geborgenheit auch wichtig. Beide haben außerdem einen Bezug zu Traditionen, sind sehr mit ihrer Familie verquickt. Es besteht aber die Gefahr, dass sich beide in der Beziehung nicht weiterentwickeln, weil sie zu sehr mit alten Verpflichtungen, mit übernommenen Mustern befasst sind.

BRIGITTE.de: Und wie verstehen sich Stier und Stier?

Roswitha Broszath: Ganz häufig finden sich gleiche Zeichen und bleiben zusammen. Das ist beim Stier genauso. Und das kann schon eine sehr befriedigende Angelegenheit sein. Erotisch sind Stier und Stier auf einer Wellenlänge, sie haben das gleiche Verhältnis zu Besitz, trotzdem ist ihnen wichtig, es sich gut gehen zu lassen.

BRIGITTE.de: Von welchen prominenten Stieren sind wir denn umgeben?

Roswitha Broszath: Von einer Ansammlung schöner Menschen. Stiere haben einen tief sinnlichen, besonderen Charme. Den finden wir zum Beispiel bei Penélope Cruz, Cate Blanchett, Uma Thurman oder Renée Zellweger. Auch bei Jasmin Tabatabei, Marie Bäumer und Cosma Shiva-Hagen. Bei Barbara Streisand haben wir auch noch die schöne Stimme, mit der Stiere oft gesegnet sind.

Typische Stiermänner sind David Beckham, George Clooney und Pierce Brosnan. Thomas Gottschalk ist auch ein typischer Stier. Er hat viel Charme und eine gute Ausstrahlung, sein Aszendent Waage verstärkt das noch.

BRIGITTE.de: Ist Stieren ihr Aussehen sehr wichtig?

Roswitha Broszath: Durch ihren Bezug zu Schönheit und Sinnlichkeit sind sie schon ein bisschen eitel. Aber häufig hat man bei Stieren tatsächlich das Gefühl, dass sie von Natur aus schön sind. Sie sind eben von Venus verwöhnt. Aber sicher ist es so, dass sie sich auch sehr pflegen, auch da gilt: Das sind sie sich wert.

BRIGITTE.de: Was zeichnet Stierfrauen neben ihrer besonderen Ausstrahlung noch aus?

Roswitha Broszath: Stierfrauen werden sich nicht in jemanden verlieben, der eine arme Kirchenmaus ist. Sie heiraten nicht aus Berechnung, aber sie selektieren instinktiv und werden auf jemanden zugehen, der ihnen ein angenehmes Leben garantieren kann. Das liegt in ihrer Natur, weil sich ein Stier auch nur in einer überschaubaren, gesicherten Lebenssituation weiterentwickeln kann. Es gibt Tierkreiszeichen, die sich enorm entfalten, wenn sie unter Druck geraten, wenn es Unwägbarkeiten gibt oder wenn sie in Konkurrenz stehen. Stiere brauchen eine gewisse Sicherheit, sonst bekommen sie sehr schnell Existenzängste. Im Gegenzug für dieses gesicherte Leben wird eine Stierfrau aber auch viel tun für ihren Mann: Sie wird sein Haus hüten, wird auf seinen Besitz acht geben, wird loyal sein, für ihn kämpfen, für sein leibliches Wohl sorgen. Sie ist eine intensive Partnerin, aber dafür erwartet sie eben auch viel, möchte geborgen sein, sich gut aufgehoben fühlen, abgefedert sein. Und fremdgehen sollte er auch nicht. Aber weder sie noch er werden sich wegen eines Seitensprungs scheiden lassen, dazu ist die Ehe etwas zu heiliges.

BRIGITTE.de: Was macht ein Stier in seiner Freizeit?

Roswitha Broszath: Er beschäftigt sich mit schönen Dingen, gestaltet gern. Er malt, töpfert, macht Schmuck. Stiere haben auch einen Bezug zur Volkskunst. Stierfrauen tragen gern Trachten, Dirndl stehen ihnen zum Beispiel hervorragend.

Dem Stier ist die Musik zugeordnet. Ob es nun darum geht, ein Instrument zu spielen, bevorzugt Geige oder Blasinstrumente, oder ums Singen - Stiere sind sehr musikalisch. Sie singen auch gern im Chor, so wie der Stier überhaupt jemand ist, der gern Dinge gemeinsam macht, der sich in der Herde wohl fühlt. Dem Stier geht es immer um die Sache, darum, gemeinsam etwas zu bewirken. Er braucht keinen Soloauftritt, sondern reiht sich gern ein.

Sportbegeistert ist der Stier nicht unbedingt. Wenn, dann spielt er vielleicht Golf, nicht aus Statusgründen, sondern weil er dann draußen sein kann. Kegeln, Bowlen und Boccia sind bei ihm auch beliebt, er mag eben die etwas geruhsameren Sportarten. Der Stier hat ein großes Bedürfnis nach Natur, schöpft aus ihr Kraft. Sein Lieblingssport ist deshalb das Wandern. Und das tut Stieren auch sehr gut, weil sie zu Bluthochdruck neigen und Wandern den Blutdruck senkt.

BRIGITTE.de: Wie steht es sonst um die Gesundheit der Stiere?

Roswitha Broszath: Zum Stier gehört der Hals. Halsschmerzen, Heiserkeit, Angina kommen häufig vor. Durch das gute Essen und Trinken haben sie außerdem eine Tendenz zu Fettstoffwechselstörungen und zu Diabetes mellitus.

Der Bluthochdruck ist beim Stier durch den Lebensgenuss bedingt und nicht wie bei anderen durch Perfektionismus und Ehrgeiz. Der Ehrgeiz hält sich beim Stier in gesunden Grenzen. Stiere arbeiten gern und gut, aber abends muss dann auch Schluss sein. Da sitzen sie gern mit Freunden zusammen und reden. Eigentlich eine sehr gesunde Einstellung. Tagsüber etwas zu schaffen mit Begeisterung, aber abends auch loszulassen und sich das Leben auf der Zunge zergehen zu lassen. Der Stier hat den Bezug zum gesunden Genuss, den viele andere Menschen verloren haben.

Bei guter Gesundheit werden Stiere oft sehr alt. Sie leben häufig nach einem natürlichen Rhythmus, gehen früh ins Bett und stehen früh auf. Dafür waren wir vermutlich alle mal gedacht, aber durch die Zivilisation hat sich der Rhythmus ungesund verändert.

BRIGITTE.de: Haben wir zum Schluss noch ein Motto für den Stier?

Roswitha Broszath: Man hat manchmal den Eindruck, dass unsere ganzen Volksweisen beim Stier angesiedelt sind. Was besonders gut zu ihnen passt: "In der Ruhe liegt die Kraft", "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" und "Harte Arbeit, frohe Feste".

Eine typische Stier-Aussage hatten wir vorhin schon erwähnt: "Was Du ererbst von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen." So gehen Stiere auch mit ihrem Leben um. Wir sollten den Stieren wirklich dankbar sein. Ohne sie wäre vieles an Bräuchen und Wissen schon längst verloren.

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Interview: Katharina Wantoch

Wer hier schreibt:

Kommentare (4)

Kommentare (4)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Richtig ist sicherlich, dass die Stierfrau finanzielle Sicherheit heiratet und als Oberhaupt die Familie managt. Aber: Sie ist keine sensible und einfühlsame Partnerin & eine kompromisslose Egozentrikerin, die sich nicht bemüht, ihrerseits am Gelingen und der Fortentwicklung der Beziehung mitzuarbeiten. Heraus kommt dabei eine Partnerschaft "gemeinsam einsam". Die Stierfrau passt also ganz sicher nicht zum Fischemann, wie sie schreiben, sondern im Gegenteil: Sie macht den liebevollen und einfühlsamen Mann kaputt und wundert sich dann, dass er weg ist.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Was ist denn das für ein antiquiertes Frauenbild? Und das wird von Brigitte abgedruckt? Schon mal was von Frauen gehört, die selbst für ihre finanzielle Absicherung sorgen und sich dafür nicht auf einen Mann verlassen müssen?
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe Brigitte-Redaktion, mich würde die Quelle interessieren, die belegt, dass Gautama Buddha "STier" war? Siehe Text:



    Stiere halten sehr an allem fest, an Situationen aber auch an Menschen, was leidvoll sein kann. Spannenderweise ist Gautama Buddha im Zeichen Stier geboren, und seine Lehre baut ja auf dem Satz auf: "Alles Leid kommt vom Haften". Wir alle müssen irgendwann loslassen, immer mal wieder zwischendurch im Leben und am Ende ganz und gar. Und das Loslassen von etwas Liebgewonnenem tut sehr weh, deshalb müssen wir lernen, nicht so festzuhalten. Das muss man einem Stier, der ja zur Ansammlung von Werten neigt, klar machen. Er kann schon sehr besitzergreifend und eifersüchtig sein.



    Besten Dank, katzenstern
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Interessanter Bericht.

    Das erwähnte Zitat "...Was Du ererbst von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen ..." ist meines Erachtens allerdings eher ein Zitat für die Jungfrau, v.a., wenn man den darauffolgenden Satz des Zitates einbezieht: "... was man nicht nützt, ist eine schwere Last ..."



    also gerne bitte im September Bericht nutzen ...

    natürlich bin ich im Sternzeichen Jungfrau geboren ... kleinkrämerischer gehts ja hier wohl auch nich mehr ...*grins*

    und der Autor des Zitats (Goethe)war ebenfalls im Sternzeichen Jungfrau ...

    das war wohl jetzt die besserwisserische Seite der Jungfrau ... ;-)
Bild Montagsnl

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