Sternzeichen Widder: Spontan und leidenschaftlich

Der Widder will immer mit dem Kopf durch die Wand. Was Widder sonst noch wollen oder nicht wollen, erzählt BRIGITTE-Astrologin Roswitha Broszath im Interview über das Sternzeichen Widder.

21.3 - 20.4

Positive Eigenschaften

  • sind Führungspersönlichkeiten
  • können Verantwortung übernehmen
  • unabhängig
  • spontan
  • leidenschaftlich

Herausforderungen

  • impulsiv
  • können andere durch ihre direkte Art verletzen
  • arrogant
  • Tendenz zur Herrschsucht

Welche Partner passen zum Sternzeichen Widder?

Der Widder passt hervorragend zum Sternzeichen Löwe, denn beide haben einen Freiheitsdrang und ein gutes Selbstwertgefühl. Auch mit dem Sternzeichen Zwillinge versteht sich der Widder gut, denn sie lieben beide Sport und brauchen viel Inspiration von außen. Schwierig ist dagegen eine Beziehung mit dem Sternzeichen Krebs, weil dieser sensibel auf die Direktheit vom Widder reagieren kann. Auch das Sternzeichen Fische wird der Widder wahrscheinlich zu spirituell finden.

Und die anderen Sternzeichen? Das verrät das große Partnerhoroskop, die Astro-Ampel.

Besonderheit

Das Motto des Widders ist: "Ich bin der Meister meines Schicksals, der Kapitän meiner Seele"

Das große Interview mit Star-Astrologin Roswitha Broszath zum Sternzeichen Widder

  Roswitha Broszath

Roswitha Broszath

BRIGITTE.de: Mit dem Widder beginnt ja bekanntlich der Frühling.

Roswitha Broszath: Der Frühlingsanfang hat etwas Verheißungsvolles, und mit dieser verheißungsvollen Energie ist auch der Widder ausgestattet. Er ist ein frisches, junges, ursprüngliches Zeichen - spontan, impulsiv, leidenschaftlich, feurig. Oft handelt der Widder und denkt dann erst nach. Widder können Entscheidungen, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen, aus dem Moment heraus treffen und liegen damit häufig richtig. Die Spontaneität der Widder hat etwas sehr Anziehendes. Widder sind arglos, können fast naiv sein, weil sie immer das Beste vom anderen erwarten und selbst überhaupt nicht auf Ränke oder Intrigen gepolt sind.

Zum Widder gehört als weibliches Bild die Jungfrau von Orléans, die tapfer ist, kämpft, sich ihren eigenen Weg sucht und für ihre Überzeugungen bis zum Äußersten geht. Bei den Männern ist es Siegfried, der Drachentöter. Er konnte nur zu Fall gebracht werden, weil man seine einzige verwundbare Stelle verraten hat. So ist es bei Widdern auch: Sie können nur durch Verrat scheitern.

BRIGITTE.de: Was hat es mit dem Symbol Widder auf sich?

Roswitha Broszath: Die Bezeichnung Widder ist über den Tierkreis zustande gekommen. Das Sternbild Widder gleicht einem liegenden Widder, der den Kopf nach hinten wendet. Ganz majestätisch thront er dort und guckt, ob die anderen elf Tierkreiszeichen ihm folgen. Und so sind Widder auch. Sie sind Führungspersönlichkeiten und strahlen den Führungsanspruch auch aus. Interessanterweise gleicht das astrologische Symbol des Widders ganz deutlich den Widder-Hörnern, aber auch der Augenbrauen-Form, besonders, wenn sie über der Nase zusammengewachsen sind, sehr schön zu sehen bei Frida Kahlo. Oft erkennt man Widder-betonte Menschen schon an dieser Augenbrauen-Form. Frida Kahlo etwa hatte den Aszendenten Widder.

Obwohl Widder ein junges Zeichen ist, ist es in der spirituellen Astrologie ein sehr hochentwickeltes Zeichen. Es gehört zum so genannten ersten Strahl, der für Wille und Macht steht. Widder haben den Auftrag, auf diesem Planeten Verantwortung zu übernehmen, zu leiten, zu führen, Entscheidungen zu treffen, die ihnen zum Teil auch eine starke innere Kraft abverlangen.

Sehr viele Politiker sind Widder. Joschka Fischer, Gerhard Schröder und Richard von Weizsäcker zum Beispiel. Es gibt viele prominente Widder, weil sie sich gern darstellen und nicht so scheu sind wie etwa Fische. Ein Widder prescht nach vorn. Es geht ihm in diesem Leben darum, sich zu suchen - über Experimente, Abenteuer und pionierhaftes Verhalten.

Widder haben eine sehr starke Persönlichkeit. Sie kommt zum Beispiel in den Basta-Entscheidungen von Gerhard Schröder zum Ausdruck. Bei Joschka Fischer sehen wir dann gleichzeitig auch den Schatten des Widders, die Selbstherrlichkeit.

Meist ist es so, dass in der Zeit, in der Widder führen, auch tatsächlich Dinge vorangebracht werden. Widder agieren. Sie sind immer in Aktion, ruhelos, kämpferisch, dabei allerdings auch konkurrenzorientiert, aber nicht im bösartigen Sinne.

BRIGITTE.de: Eher nach dem Motto: "Konkurrenz belebt das Geschäft"?

Roswitha Broszath: Ja, ein Widder findet es belebend, sich mit anderen zu vergleichen. Er sucht den positiven Wettbewerb, das ist typisch für ihn. Wobei man vorsichtig sein muss, denn Widder ist nicht gleich Widder. Innerhalb des Zeichens gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen.

Im Vorgeburtlichen finden wir bei Widdern oft besondere Lebenssituationen, die auch für eine spätere psychologische Prägung stehen. Es kann sein, dass die Mutter sehr jung schwanger wird und ihr jemand auszureden versucht, das Kind zu bekommen. Ist das Kind dann auf der Welt, kann es passieren, dass sich die Mutter mit der Situation allein gelassen fühlt und ihr alles zu viel wird. Oder Widder-Kinder wurden vorehelich gezeugt und spüren, dass sie nicht so ganz in die Situation passen. Sie müssen sich dann sehr anpassen, was bei ihrem Temperament eine schwierige Herausforderung ist.

Einige Widder haben eine sehr starke Tendenz, sich zu hinterfragen. Sie springen nicht ins Leben hinein und sagen: "Hier bin ich, alles hört auf mein Kommando". Sie haben oft Entscheidungsschwierigkeiten, weil sie sich so stark hinterfragen, dass ihre Energie verwässern kann. Dann gibt es Widder, bei denen das Vaterbild geschwächt ist und als psychologisches Muster später Versagens- und Entscheidungsängste zumindest phasenweise auftreten können. Zum Beispiel kann der Vater sich noch in der Ausbildung befinden und die Mutter für die Absicherung der Existenz zuständig sein. Das schwächt die Position des Vaters im Familienverband.

Wieder andere Widder haben in der Kindheit starke Spannungen zwischen den Eltern miterleben müssen und dadurch eine besondere Eigenschaft gewonnen: Sie können Disharmonie bei anderen Menschen ausgleichen, sind also geborene Therapeuten. Die letzten Grade des Tierkreiszeichens Widder haben oft eine unglaublich starke Durchsetzung, gleichzeitig aber die Tendenz, sich extrem zu kontrollieren, weil sie befürchten, den anderen zu viel zu werden.

BRIGITTE.de: Abgesehen von der Politik, welche weiteren Berufsfelder ziehen Widder an?

Roswitha Broszath: Der Widder hat ein starkes Unrechtsbewusstsein und setzt sich für Recht und Gesetz ein, sehr häufig bei der Polizei, gern auch bei der Umweltpolizei. Widder interessieren sich für Kriminologie, oft auch fürs Militär. Typisch Widder wäre zum Beispiel, zum Militär zu gehen und dort Jura zu studieren, auch ein beliebtes Betätigungsfeld für dieses Tierkreiszeichen.

Widder sind gut in allem, was mit Mechanik und Konstruktion zu tun hat, sind häufig Piloten oder Rennfahrer. Weil Widder das Zeichen mit der größten Faszination für Sport ist, finden wir unter den Hochleistungssportlern viele Widder, Franziska van Almsick zum Beispiel. Wenn ein Widder nicht ins Sportstudio gehen kann, bekommt er geradezu Entzugserscheinungen. Ein durchgestylter, gesunder Körper ist ihm sehr wichtig.

Unter den Widdern gibt es auch hervorragende Therapeuten, die vor allem am Körper arbeiten, etwa mit Alexandertherapie, Pilates oder Bioenergetik. Widder sind sehr gut darin, Menschen seelisch aufzurichten, indem sie den Körper aufrichten.

BRIGITTE.de: Und die künstlerischen Berufe?

Roswitha Broszath: Viele Schauspieler sind Widder. Typische Vertreter, weil ein bisschen aufbegehrend und darauf bedacht, auch in Beziehungen ihre Eigenständigkeit zu bewahren, sind Heiner Lauterbach, Warren Beatty oder Marlon Brando. Auch Klaus Löwitsch war ein typischer Widder. Er hat keine Blessur gescheut, ist keinem Konflikt ausgewichen, ganz Widder-like wollte er immer mit dem Kopf durch die Wand.

Bei den Schauspielerinnen sind typische Widder-Frauen Esther Schweins, Sarah Jessica Parker, Simone Thomalla und Claudia Cardinale.

Unter den Widdern sind auch viele Musiker, was mit dem Rhythmusgefühl der Widder zu tun hat. Herbert Grönemeyer, Elton John und Mariah Carey gehören zum Beispiel dazu. Bei Mariah Carey zeigt sich der unbedingte Wille zum Erfolg, den Widder haben. Barbra Streisand, die zwar eigentlich Stier ist, aber auch Widder-Anteile in sich trägt, hat mal gesagt: Sie wollte singen und sie wollte das hohe C treffen, und wenn sie etwas will, dann kriegt sie das auch. Das "Ich will" ist so ein typischer Widder-Satz.

BRIGITTE.de: Ist das auch das Widder-Motto?

Roswitha Broszath: Ja, aber mehr noch: "Ich bin der Meister meines Schicksals, der Kapitän meiner Seele". Widder haben die Vorstellung, dass sie ihr Leben selbst gestalten können und völlig unabhängig sind. Aber ein Widder muss lernen, sich auch mal führen zu lassen, und zwar vom Schicksal. Sonst kann es ihm passieren, dass er sich in seinem Leben wundläuft und wundarbeitet, dass er immer wieder von vorn anfangen und Umwege machen muss. Wenn sich etwas besonders schwer gestaltet, sollte man das auch mal als Signal verstehen, dass eventuell woanders eine viel bessere Alternative wartet, statt immer weiter stur den eigenen Weg zu verfolgen und mit dem Stur-Kopf gegen die immergleiche Wand zu rennen.

BRIGITTE.de: Mit seinem Führungsanspruch ist der Widder vermutlich eher Chef als Angestellter.

Roswitha Broszath: Der Widder ist häufig in gestaltenden Funktionen zu finden. Ihm ist es wichtig, etwas aufzubauen und nicht auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln. Und wenn das eine Projekt fertig ist, zieht er weiter zum nächsten. Karrierebesessen ist der Widder nicht unbedingt, aber erfolgsorientiert, schon allein, weil er mit Niederlagen nicht gut fertig werden kann und deshalb auch gleich wieder neu startet.

Wenn ein Widder im Beruf mit jemandem zusammenarbeitet, kann es sein, dass der andere mehr davon profitiert als er selbst - weil er der Initiator und Ideenlieferant ist und sich nicht ständig fragt: Was kommt dabei raus? Was bekomme ich jetzt?

BRIGITTE.de: Wie ist der Widder in der Beziehung?

Roswitha Broszath: Durch seine Eigenständigkeit und Impulsivität ist der Widder bestimmt kein pflegeleichter Partner. Auch in Beziehungen ist er darauf bedacht, ein Individuum zu bleiben. Es wird immer gesagt, Widder gingen schnell auf andere zu, nach dem Motto: "Zu dir oder zu mir?" Das stimmt überhaupt nicht. Widder sind keine derben, unkomplizierten Typen. Sie sind eher verhalten, weil sie ihre Freiheit nicht aufgeben wollen. Zum Widder gehört die Jagd, die Verfolgung des Objektes seiner Begierde. Er wird sich um jemanden bemühen, der schwer zu erreichen ist, aber nicht auf eine plumpe Art, sondern mit viel Einfallsreichtum. Und weil Widder immer jung bleiben, egal, wie alt sie sind, hört die Jagd auch nie auf.

Beziehung macht dem Widder dann Spaß, wenn nichts zur Gewohnheit wird, wenn man sich um den anderen ein bisschen bemühen muss. Wer mit einem Widder zusammen ist, sollte dafür sorgen, dass er sich seiner Sache nicht zu sicher ist. Sonst wird der Widder schon das nächste schwer zu erobernde Wild anvisieren. Er ist zwar auf der einen Seite der geborene Romantiker, der sich viel einfallen lässt, um den anderen zu bezirzen, aber die Sehnsucht und die Jagd sind für ihn spannender als die Erfüllung.

BRIGITTE.de: Welche Zeichen können dem Widder ein spannendes Leben bieten? Mit wem passt er also gut zusammen?

Roswitha Broszath: Mit anderen Feuerzeichen.

Widder und Löwe

zum Beispiel werden sich einfach mögen. Beide haben den Freiheitsdrang, beide haben eine gute Selbstdarstellung und ein gutes Selbstwertgefühl.

Bei

Widder und Steinbock

stimmt das Tempo nicht. Der Widder ist spontan, ist ein Spurter, der Steinbock hingegen ist kontrolliert und der Typ Langstreckenläufer.

Widder und Zwillinge

verstehen sich prima. Beide lieben Sport, sind sehr beweglich und holen sich Inspiration durch andere Menschen. Das heißt aber nicht, dass sie fremdgehen. Sie brauchen eben bloß viel Außenkontakt. Und den gönnen sie sich auch gegenseitig.

Der

Schütze

ist auch sehr aushäusig, viel auf Reisen, offen für alles Neue und Interessante, hat aber eine spirituelle, philosophische Sicht auf die Dinge, die der Widder nicht unbedingt teilt.

Widder haben die Tendenz, nach außen immer gute Laune zu demonstrieren. Für sie ist scheinbar alles einfach und klar. Probleme kennen sie nicht, signalisieren sie zumindest nach außen. Diese Haltung kommt aus ihrer nicht immer ganz einfachen Kindheit. Obwohl Widder sehr ehrlich und offen sind, haben sie eine Tendenz, Probleme zu verdrängen. Ein Widder wird sich deshalb nicht hinsetzen und philosophische oder psychologische Gespräche führen. Der typische Widder wird auch keine Paartherapie machen. Er wird sagen, entweder wir kriegen es hin oder wir müssen es eben lassen. In der Seele zu schürfen und zu erforschen, welche Verletzungen es dort gibt, das ist nicht seine Sache - vielleicht auch deswegen, weil es dort einige Wunden zu entdecken gäbe. Der Widder ist auf Zukunft ausgerichtet.

Widder und Stier

sind auch kein ideales Paar, weil der Widder sehr spontan ist, der Stier hingegen auf Sicherheit aus. Und der

Krebs

ist zu sensibel, um mit der Spontaneität des Widders zurechtzukommen. Da bleiben Verletzungen nicht aus.

Widder und Skorpion

sind beide Marszeichen, dabei aber ganz unterschiedlich. Der Widder kämpft mit offenem Visier, der Skorpion mit verdecktem. Der Widder ist also klar und entschieden, während sich der Skorpion immer erst eine Strategie überlegt.

Auch

Widder und Fische

ist keine ganz glückliche Paarung, weil die spirituelle Sicht des Fisches und seine ausgeprägte Sensibilität den Widder ungeduldig machen. Und der Fisch wird vom Widder den Eindruck haben, dass er nicht tief genug in die Sache einsteigt.

BRIGITTE.de: Was charakterisiert die Widder-Frau?

Roswitha Broszath: Sie ist mehr Geliebte als Ehefrau, selbst wenn sie verheiratet ist. Sie ist loyal, frei, unabhängig - und nicht sklavisch treu. Die heutigen Zeiten sind wie gemacht für Widder-Frauen. Sie können Unternehmen gründen, während sich jemand anders um den Haushalt kümmert. Die Widder-Frau wird nicht zuhause bleiben, die Familie umhegen und Kuchen backen. Den wird sie eher kaufen.

Als Mutter wird sie ihre Kinder ermuntern, sich auszuprobieren, und ihren Wettbewerbssinn stärken. Eine überbehütende Mutter ist sie nicht. Die Widder-Frau ist Komplizin, Geliebte - und ein guter Coach. Keine andere Frau kann den Selbstwert eines Mannes so aufbauen wie die Widder-Frau. Sie hat die Vorstellung, selbst etwas ganz besonderes zu sein und möchte deshalb auch einen besonderen Partner haben, der ihr Raum lässt, der spannend bleibt, der die Leidenschaft immer neu zum Leben erweckt. Genauso billigt sie dem Partner aber auch seine Eigenständigkeit zu. Sie ist also eine wunderbare Partnerin, vorausgesetzt man hält als Mann eine Frau aus, die eigene Wege geht und eigene Entscheidungen trifft. Die Widder-Frau wird nicht sagen: "Ich habe dieses Angebot bekommen, was hältst Du denn davon?" Nein, sie wird kommen und sagen: "Stell Dir vor, mir ist dieses Angebot gemacht worden und ich habe Ja gesagt."

BRIGITTE.de: Der Schatten des Widders klang vorhin schon an, die Selbstherrlichkeit ...

Roswitha Broszath: Ja, ein Widder hält sich für unbesiegbar und denkt, er gestalte sein Leben komplett selbst. Er kann andere manchmal ganz schön abwertend behandeln und arrogant sein. Eine gewisse Tendenz zur Herrschsucht hat er auch. Andere ein bisschen herumzuscheuchen, ist Widder-Manier. Widder befehlen.

BRIGITTE.de: Womit kann ein Widder nicht umgehen?

Roswitha Broszath: Mit Intrigen, die entwaffnen ihn geradezu, und mit Widerständen. Widder sind widerstandsorientiert, wenn sich Widerstände auftun, laufen sie zur Höchstform auf - mit einer Jetzt-erst-recht-Haltung. Das ist aber auch eine starke Motivationskraft. Wenn man Widder dann stoppt, kann es sein, dass sie darunter leiden und krank werden.

BRIGITTE.de: Und worunter leiden sie dann besonders?

Roswitha Broszath: Zum Widder gehört der Kopf mit Nasenwurzel, Nasennebenhöhlen, dem Gesicht insgesamt. Besonders sensibel sind bei ihm die Nasennebenhöhlen. Auch die Gallenfunktion gehört zu Widder dazu. Der Gallenfluss ist vegetativ gesteuert, und beim Widder können durch unterdrückte Emotionen oder verdrängte Probleme Gallensteine entstehen. Typisch für den Widder ist, dass ganz plötzlich heftige Erkrankungen wie hohes Fieber auftreten, die am nächsten Tag genauso plötzlich wieder weg sind. Weil Widder überaktiv sind, kommen sie abends oft nicht richtig zur Ruhe und neigen zu Nervosität.

Widder wollen und gehen oft mit dem Kopf durch die Wand. Deshalb haben Widdergeborene häufig Blessuren und Narben an Stirn oder Augenbrauen, leiden unter Kopfschmerzen, ob Cluster-, Spannungskopfschmerz oder Migräne. Und weil sie so gern Extremsport betreiben, sind sie generell anfällig für Verletzungen.

BRIGITTE.de: Welche Interessen haben Widder sonst noch?

Roswitha Broszath: Widder haben einen Bezug zum Jagen. Dazu gehört auch die Hege und Pflege des Wildes. Die Göttin Diana, die dem Widder zugeordnet ist, hat sich ja auch liebevoll um alle Bewohner des Waldes gekümmert. Sportschießen, Bogenschießen, Fechten und Kampfsportarten mögen Widder gern. Als Kunstrichtung bevorzugen sie die Jungen Wilden. Ihnen selbst liegen das Malen mit einer Spritzpistole, Bildhauerei, Metall- und Kunstschmiedearbeiten.

Bei Reisen bevorzugen Widder Aktivurlaube oder unternehmen einen Survival Trip. Ob auf Safari nach Afrika oder nach Alaska zum Bärenbeobachten: Der Widder mag das Abenteuer. "Der mit dem Wolf tanzt", diese Idee findet sich auch eins zu eins in Widder wieder.

BRIGITTE.de: Wie ist sein Verhältnis zum Geld?

Roswitha Broszath: Spontan. Wenn er etwas sieht, was ihm gefällt, wird er nicht lange überlegen und es kaufen, ohne den Kauf hinterher zu bereuen. Anders als der Stier neigt der Widder nicht dazu, Geld anzuhäufen. Er hat den Wunsch, sich in diesem Leben zu entwickeln und zu entfalten und weiß, dass man dafür finanzielle Mittel braucht. Aber die sind in der Regel auch vorhanden.

BRIGITTE.de: Ist der Widder ein guter Freund?

Roswitha Broszath: Widder ist ein ganz faires und loyales Zeichen. Die Widder-Frau wird ihrem Partner und ihrer Familie immer und mit allem, was sie hat, zur Seite stehen. Trotzdem ist ein Widder nicht selbstlos. Wenn ihn ein Freund anruft, wird der Widder sicherlich alles tun, um ihm zu helfen, aber sich darüber nicht vergessen. Bei einem Widder kann man immer mit ehrlichen und klaren Antwort rechnen. Für lange psychologische Gespräche muss man sich aber einen Krebs oder einen Fisch suchen. Das langweilt den Widder. Er möchte Sofortlösungen haben, aber die gibt es eben nicht immer. Seine Ungeduld bringt ihn manchmal dazu, dass er einfach irgendetwas tut, nur um zu handeln und aus der Stagnation rauszukommen.

Widder sind schon auch ein bisschen Einzelkämpfer. Zusammen ins Sportstudio gehen, Radtouren auf Mallorca unternehmen, Tennis spielen, das machen sie gern. Aber sie schütten einem nicht unbedingt ihr Herz aus. Probleme haben sie nicht, es gibt für alles eine Lösung, ist ihr Motto. Hinter der Fassade sieht es natürlich oft anders aus. Auch ein Widder kann Depressionen haben, doch die wird er dann mit Sport bekämpfen - im wahrsten Sinne des Wortes. In seinen Grundfesten aber ist ein Widder nur schwer zu erschüttern.

Interview: Katharina Wantoch

Wer hier schreibt:

Kommentare (21)

Kommentare (21)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Echt Wahnsinn!!!

    Alles was da steht stimmt bei mir. Vorallem der "Ich will" Satz ;-)

    LG Luisa
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo die Damen, schwer beeindruckt habe ich den kompletten Artikel gelesen. Fazinierend, dass tatsächlich mein Motto "Wenn ich etwas will, dann bekomme ich es auch" dort geschrieben steht. Auch der "Gerechtigkeitssinn" wird hier absolut richtig dargestellt. Sport, Arbeit alles so wie es ist. Löwin als Partnerin werde ich mir mal zu Gemüte führen. Heißen Dank dafür. Olly - Hetero!
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Woher kennt sie mich denn so gut.....100 % getroffen.....super Analyse.

    Bin gerade nach Bandscheibenvorfall....verschleppt.....nun Hörsturz...bei der Selbstfindung.....werde mich aber nicht komplett umstellen können.....warum sollte ich das auch....Widder halt.....alles wird gut....
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo, ja die Widder Frau. Ich könnte mich zu 99% wiederfinden. Kopf durch die Wand, harte Kämpferin, immer deutliche Worte, fair im Krieg. Ja das stimmt alles. Das naive auch, da ich manchmal mitten im Stress merke, oh je, das wird nichts. Dann höre ich auf, trink ein Kaffee und Zack hab ich eine neue Idee. Mein Freund - Zwilling - kommt. It meinem Tempo nicht so gut mit. Wir streiten auch heftig, er kann das perfekt. Mein Astendent ist Löwe, von daher schnappst an Energie manchmal auch über. Jetzt werde ich 50 und erstmals drum Klimakterium gebremst , das ist für mich die Hölle , ich hoffe das überlebe ich.

    Was mir im Artikel zu kurz kommt ist die geheim gehaltene tieftraurige Seite die ich an mir kenne und an anderen Widder Frauen auch. Kein Mensch in meinem Bekanntenkreis würde diese Seite ahnen und auch nur die kleinste Einheit Freunde wissen darüber, was macht man den da? Hier hätte ich gerne mehr gelesen. Power und alle Vorzüge , die kenne ich ja zu genüge
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich als Widder erkenne in weiten Teilen wieder. Wobei sicherlich des Asendent auch eine große Rolle spielt. Dank an die Autorin sehr gelungen.
Bild Montagsnl

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Sternzeichen Widder: Spontan und leidenschaftlich

Der Widder will immer mit dem Kopf durch die Wand. Was Widder sonst noch wollen oder nicht wollen, erzählt BRIGITTE-Astrologin Roswitha Broszath im Interview über das Sternzeichen Widder.

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