Sternzeichen Zwillinge: Die rasenden Reporter

"Ab und zu sollten Zwillinge auch mal Luft holen", rät Astrologin Roswitha Broszath - und verrät im Interview noch viel mehr über das Wesen des Sternzeichen Zwillinge.

21.5 - 21.6

Positive Eigenschaften

  • tolerant
  • sind gute Freunde
  • kommunikativ
  • wissbegierig
  • schnell
  • großzügig

Herausforderungen

  • können sich schlecht entscheiden
  • brauchen Distanz in der Liebe
  • haben Angst davor, ihre Empfindungen mitzuteilen
  • können andere mit ihrem Spott verletzen

Welche Partner passen zum Sternzeichen Zwillinge?

Vom Sternzeichen Waage fühlt sich der Zwilling angezogen, aber die Beziehung könnte schnell langweilig werden, weil das Spannende fehlt. Auch mit dem Sternzeichen Jungfrau könnten Probleme auftauchen, wenn Zwillinge nehmen die Dinge nicht immer genau, die Jungfrauen dagegen sehr.

Die Enerige vom Sternzeichen Wassermann mag der Zwilling dagegen sehr, auch die unverbindliche Sicht auf das Leben entspicht ihm. Mit dem Sternzeichen Schütze verbindet der Zwilling die Lust aufs Reisen.

Und die anderen Sternzeichen? Das verrät das große Partnerhoroskop, die Astro-Ampel.

Besonderheit

Das Motto der Zwillinge ist: "Ich erfahre die Welt durch Denken und Forschen"

Das große Interview mit Star-Astrologin Roswitha Broszath zum Sternzeichen Zwillinge

  Roswitha Broszath

Roswitha Broszath

BRIGITTE.de: Lassen sich in dem Sternbild Zwillinge tatsächlich zwei Figuren ausmachen?

Roswitha Broszath: Auf alten Sternkarten sind Zwillinge durch zwei Jünglinge, Castor und Pollux, Söhne des Zeus, dargestellt, die sich zugewandt sind und sich umarmen. In ihnen kommt die Doppelnatur des Zeichens Zwillinge zum Ausdruck. Pollux, der nicht den Gesetzen der Sterblichkeit unterworfen ist, ist selbstbewusst, kühl, analytisch, kritisch, abwägend und in sich selbst ruhend. Sein Bruder Castor ist den Gesetzen der Sterblichkeit unterworfen und mehr den weltlichen und materiellen Dingen zugewandt. Er wird meist oberflächlicher dargestellt. Zwillingen können diese beiden Seiten zu Eigen sein, was zu inneren Kämpfen und einer Zerrissenheit führen kann. Sie sind also keineswegs so einfach gestrickt, wie sie in der Trivialastrologie oft dargestellt werden, wie sie sich aber gern auch selbst manchmal darstellen. Sie signalisieren nach außen, dass alles ganz unkompliziert ist, weil sie niemandem Zugang gewähren wollen zum tiefsten Inneren ihrer Seele.

BRIGITTE.de: Was verraten uns Castor und Pollux noch über Zwillinge-Geborene?

Roswitha Broszath: Castor und Pollux waren einander sehr zugetan und sich treu ergeben. Dadurch symbolisieren sie etwas, das Zwillingen sehr wichtig ist, die Freundschaft. Es gibt keine besseren Freunde als Menschen, die die Sonne in Zwillinge haben. Oft pflegen sie lebenslange Freundschaften und haben eine fast heilige soziale Treue. Sie sind sehr tolerant und bringen anderen eine große Wertschätzung entgegen.

In der Mythologie haben sich Castor und Pollux mit Jason auf die Suche nach dem Goldenen Vlies gemacht. Aus dieser Geschichte lässt sich die Wissbegierde der Zwillinge ableiten, ihre Lust auf Informationen und das Wissen um das Weltgeschehen, ihre Neugier im allerbesten Sinne. All das bringt Zwillinge dahin, wo sie meistens zu finden sind, in journalistische Berufe. Zwillinge haben die Fähigkeit, besonders gut mit Sprache und Schrift umgehen zu können, sie sind kommunikativ, wissbegierig, beweglich, quecksilbrig und immer am Puls der Zeit. Durch dieses hohe Tempo, das sie durchs Leben treibt, mögen sie oberflächlich wirken, aber das sind sie nicht. Ich glaube aber, dass es Zwillingen manchmal ganz recht ist, wenn sie sich hinter diesem Eindruck verstecken können, damit man nicht an ihre wunden Punkte kommt, die sehr ausgeprägt sind. Zwillinge haben zum Beispiel keineswegs so eine federleichte, wunderbare Kindheit, wie sie sie gern darstellen.

BRIGITTE.de: Sondern ...?

Roswitha Broszath: Sie werden in ihrer Kindheit dazu gebracht, rationale Erklärungen zu finden für all die Dinge, die nicht in Ordnung sind. Häufig ist es so, dass Zwillinge nebenbei groß werden - als Kinder junger Eltern, die noch in der Ausbildung stecken. Und junge Eltern haben nicht die Tendenz, ihre Ängste auf die Kinder zu übertragen, weil sie selbst noch unbedarft durchs Leben gehen. Dadurch werden die Kinder auch früh selbstständig und übernehmen Verantwortung. Häufig sind sie Schlüsselkinder und versorgen sich selbst, womit sie auch problemlos klarkommen, so wie Zwillinge sich generell mit jeder Situation arrangieren können und in Alltagsdingen sehr geschickt sind.

Durch diese Elternsituation sind Zwillinge sehr auf den Kopf und den Intellekt ausgerichtet. Darin spiegelt sich der Herrscher des Zeichens Zwillinge, Merkur, und zwar Merkur in Gestalt des Morgensterns im Gegensatz zu Merkur in Gestalt des Abendsterns, wie wir ihn bei Jungfrau finden. Der Merkur der Zwillinge ist der flinke Götterbote, der immer unterwegs ist, der rasende Reporter, der die himmlisch-göttlichen Botschaften überbringt. Merkur ist auch der Gott der Kaufleute, der Händler, der Schreiber, der Wissenschaftler, der Handwerker, der Reisenden - und der Diebe. Dadurch heißt es schnell mal, Zwillinge seien unehrlich. Das stimmt nicht, aber listenreich sind sie schon. Niemand ist so geschickt im Erfinden von Ausreden. Ruckzuck haben Zwillinge eine Idee, wie sie etwas erklären können. Da hilft ihnen ihre Eloquenz natürlich auch.

BRIGITTE.de: Zwillinge sind in journalistischen Berufen zuhause, wie wir schon gehört haben. Wo noch?

Roswitha Broszath: Es gibt noch viele andere Berufsfelder für Zwillinge. Sie sind zum Beispiel oft als Hochschullehrer oder Forscher tätig. Außerdem sind sie gut, wenn es darum geht, auf kleinem Gebiet sehr präzise zu arbeiten. Handchirurg, Zahntechniker oder Zahnarzt sind deshalb typische Zwillinge-Berufe. Auch Mechaniker, Meteorologe oder Mathematiker.

Ihr Talent, Fremdsprachen zu erlernen, führt Zwillinge in Berufe wie Übersetzer oder Sprachwissenschafter. Ihre Eloquenz prädestiniert sie für den Anwaltsberuf, aber auch für die Werbung. Im dritten Haus, das den Zwillingen zugeordnet ist, finden wir zum einen die Printmedien, aber auch die Werbung. In künstlerischen Berufen sind Zwillinge ebenfalls richtig gut - ob als Plakatmaler, Illustratoren oder Cartoonisten.

Zwillinge sind auch gute Moderatoren. Vor allem als Nachrichtensprecher sind sie geeignet, weil sie es schaffen, Informationen zu vermitteln, ohne ihre Emotionen einfließen zu lassen.

BRIGITTE.de: Zieht es Zwillinge im Beruf ganz nach oben?

Roswitha Broszath: Einen pathologischen Ehrgeiz haben Zwillinge nicht. Unter Einsatz der Ellenbogen einsam an die Spitze streben, das würde ein Zwilling nie machen. Dann nimmt er lieber andere mit und geht mit ihnen gemeinsam nach oben. Zwillinge sind keine verbissenen Arbeiter, können aber fleißig sein, wenn sie etwas tun, was ihnen richtig Spaß macht. Sie sind geistig extrem rege und sehr neugierig und deshalb immer darauf bedacht, sich weiterzuentwickeln und in neue Felder vorzustoßen. Was sie machen, machen sie richtig gut und haben dabei manchmal geradezu etwas Geniales.

BRIGITTE.de: Und das teilen sie gern mit anderen?

Roswitha Broszath: Zwillinge sind sehr teamfähig, weil sie durch die Anpassungszwänge in der Kindheit oft dazu gebracht werden, sich schon im ersten Team, der Familie, einzufügen. In der Kindheit sind Zwillinge häufig der kleine Sonnenschein, der Entertainer, der dafür sorgt, dass die Familie guter Stimmung ist. Oft sind sie der Coach der Mutter und sorgen dafür, dass sich die Mutter bei ihnen entlasten kann. Eine Rolle, die das Zwillinge-Kind durchaus überfordern kann, was man ihm aber nie anmerken würde. Zwillinge würden nie zeigen, dass es ihnen nicht gut geht, sie würden es vielleicht nicht mal vor sich selbst zugeben, weil sie immer rationalisieren und sich sagen: "Meine Eltern sind wunderbar, und wenn sie mehr Zeit hätten, würden sie noch mehr für mich tun".

Die Kontaktfreudigkeit der Zwillinge ist meist auch schon im Elternhaus begründet. Sehr häufig haben die Eltern einen großen Freundeskreis, pflegen manchmal auch so etwas wie ein offenes Haus, wo jeder hinkommen kann, um sich auszutauschen. Zwillinge-Kinder brauchen unbedingt viel Kontakt mit anderen Kindern, weil sie sich über die Kommunikation selbst spüren lernen. Dass Zwillinge so kopfgesteuert sind, rührt auch daher, dass sie in der Kindheit oft durch mehrere Bezugspersonen versorgt werden, weil die Mutter schnell wieder in den Beruf zurückkehrt und dann die Großmutter oder andere Personen für das Kind sorgen. Dadurch fangen Zwillinge sehr früh an, sich mit ihrem Intellekt nach außen in der Welt vorzutasten und sich abzugrenzen. Das kann sie sehr vom Gefühl entfernen. Zwillinge müssen lernen, eine Brücke zwischen Herz und Verstand, Gefühl und Intellekt zu schlagen.

BRIGITTE.de: Hat das auch etwas mit dem Schatten der Zwillinge zu tun?

Roswitha Broszath: Nein, der Schatten der Zwillinge ist der beißende Spott, mit dem sie sich auch selbst weh tun können. Kabarettisten sind ganz häufig Zwillinge, weil Zwillinge so treffend formulieren können wie kein anderes Tierkreiszeichen.

Auch der Spieler, der sich irgendwie durchs Leben laviert, ist ein Schatten der Zwillinge. Böse Zungen attestieren Zwillingen Verschlagenheit. Das geht zu weit, aber Zwillinge müssen schon aufpassen, dass sie sich nicht in ihren eigenen Ausreden verfangen.

Kein Schatten, aber eine Crux von Zwillingen ist ihre Entscheidungsschwierigkeit. Oft überlegen sie sehr lange, damit sie sich ja nicht leichtfertig für etwas entscheiden, um am nächsten Tag festzustellen, dass sie die falsche Wahl getroffen haben. Das liegt in ihrer Tendenz begründet, alles von allen Seiten zu betrachten und zu beleuchten.

Das schauspielerische Talent, das Zwillinge haben, kann auch zum Schatten werden, wenn der Zwilling zum Nachahmer wird. In der Kindheit haben Zwillinge häufig eine Tendenz zum Kaspern, spielen gern den Clown, um sich damit aus einer ernsten oder unangenehmen Situation herauszuwinden.

BRIGITTE.de: Manche Zwillinge machen ihr schauspielerisches Talent zum Beruf. Welche prominenten Vertreter gibt es da?

Roswitha Broszath: Angelina Jolie, die Weltreisende, ist ein typischer Zwilling. Nicole Kidman sieht man den Zwilling regelrecht an. Zwillinge-Frauen haben häufig eine grazile Gestalt, ein feines Gesicht und so einen schönen, vergeistigten Ausdruck.

Bei den Schauspielern sind Johnny Depp, Joachim Król und Clint Eastwood typische Zwillinge. Letzterer verkörpert die nachdenkliche Seite der Zwillinge, den großen Schweiger. Es ist nämlich nicht so, dass Zwillinge ihre Umwelt permanent zutexten.

BRIGITTE.de: Wie lieben Zwillinge?

Roswitha Broszath: Sie können schon leidenschaftlich sein, aber Sexualität ist für Zwillinge eher ein mentales Vergnügen und weniger ein emotionales. Häufig trennen Zwillinge das Emotionale vom Beziehungsgeschehen. Tiefe Gefühle können ihnen Angst machen. Sie lassen sich nicht gern ins Herz schauen, um sich nicht angreifbar zu machen. Zwillinge haben so viel vor in ihrem Leben, möchten sich entfalten und um die Welt rasen. Eine verschlingende, besitzergreifende Beziehung wäre für sie deshalb nicht auszuhalten. Sie brauchen eine gesunde Distanz.

Leidenschaftliche Liebeserklärungen sind auch nicht Zwillinge-like, obwohl sie mit Worten ja sehr gut umgehen können, aber Liebesschwüre finden sie schnell schwülstig. Für Menschen, die damit nicht umgehen können, mag das befremdlich sein. Auch mit ihrem Humor kann nicht jeder umgehen. Für die Zwillinge selbst hat er etwas Heilendes. Sich ein bisschen selbstironisch zu betrachten, ist eine wunderbare Energie, um mit den Härten des Lebens umzugehen.

Häufig gibt es bei Zwillingen eine Tendenz zu jüngeren Partnern, vermutlich, weil der Zwilling selbst etwas ewig Junges hat, etwas Frisches, Unbekümmertes, was er sicherlich auch seiner Neugier zu verdanken hat.

Sexuelle Treue ist für Zwillinge nicht das Maß aller Dinge, was nicht heißt, dass sie untreu sind. Es gibt kein Tierkreiszeichen, das so eine hohe soziale Treue hat wie Zwillinge, aber erotische Treue bedeutet ihnen nicht so viel. Einen Flirt oder ein erotisches Abenteuer wird ein Zwilling nicht als Bedrohung für die Beziehung werten. Im Gegenteil: Es kann sogar sein, dass er das als bereichernd für die eigene Beziehung empfindet.

BRIGITTE.de: Und wen lieben Zwillinge?

Roswitha Broszath: Man sagt ja gern: Luft gehört zu Luft. Und

Waage und Zwillinge

fühlen sich auch tatsächlich sehr voneinander angezogen, aber diese Beziehung kann schnell langweilig werden. Besser ist, wenn eine Spannung hineinkommt, zum Beispiel Zwillinge und Fische. In dieser Beziehung müssen beide stark an sich arbeiten, bewegen sich aber dadurch ganz intensiv aufeinander zu.

Zwillinge und Skorpion

ist eine schwierige Variante, die aber in der Realität häufig vorkommt. Der besitzergreifende, verschlingende Skorpion übt auf den Zwilling, der vor Gefühlen ein bisschen Angst hat, eine große Faszination aus - und der Skorpion wiederum ist von der scheinbaren Leichtigkeit der Zwillinge ganz begeistert. Sie müssen immer wieder austarieren, wie man so miteinander umgehen kann, dass man sich gut tut. Eine schöne Aufgabe.

Zwillinge und Jungfrau

sind beides Merkurzeichen, die trotzdem sehr unterschiedlich sind. Hier drohen Spannungen, weil der Zwilling sich nicht sklavisch an feste Absprachen gebunden fühlt, die Jungfrau es aber als Affront empfindet, wenn Zusagen nicht eingehalten werden.

Zwillinge und Löwe

finden sich meist sehr anziehend. Beide haben eine starke Außenwirkung, jeder gönnt dem anderen seinen Ruhm und Erfolg. Außerdem teilen sie das Interesse für Kunst und Kultur und sind generell unternehmungslustig.

Zwischen

Zwillinge und Krebs

herrscht auch Hochspannung. Der verinnerlichte Krebs und der extrovertierte Zwilling sind sehr unterschiedlich, in der Praxis aber häufig ein Paar, zwischen dem ein starkes Band von Ausgleich und Freundschaft vorhanden ist.

Zwillinge und Schütze

ist zwar eine Opposition, aber sie teilen auch einiges, zum Beispiel die Lust auf Reisen, wollen die Welt erkunden und erfahren. Das verbindet, aber der Schütze hat etwas sehr Philosophisches und Spirituelles und spirituelle Dinge machen Zwillingen manchmal Angst. Sie halten sich gern an Rational-Beweisbares.

Zwillinge und Steinbock

ist eher schwierig, weil der Steinbock so extrem ehrgeizig ist, was der quirlige, unternehmungslustige Zwilling nicht immer verstehen wird.

Zwillinge und Wassermann

ist eine Energie, die spannend ist. Beide finden sich erst einmal toll. Die Unverbindlichkeit des Wassermanns entspricht Zwillinge auch sehr, aber ihren Drang, die Welt zu verbessern, und ihre kühle Unverbindlichkeit mögen Zwillinge nicht so gern.

Zwillinge und Widder

lieben beide Sport und brauchen Bewegung, aber eine wirklich tiefgehende Beziehung ist in dieser Kombination nur schwer möglich.

BRIGITTE.de: Und Zwillinge und Zwillinge?

Roswitha Broszath: Wie bei allen Zeichen findet sich "Gleich und Gleich" schon, aber die doppelten Zwillinge müssen dann sehr darauf achten, dass sie bei ihrem hohen Tempo auch mal zur Besinnung kommen.

BRIGITTE.de: Was zeichnet die Zwillinge-Frau aus?

Roswitha Broszath: Sie ist eine emanzipierte Frau, die in Beziehungen sehr darauf achtet, mit Respekt und Würde behandelt zu werden. Durch ihre eigene starke geistige Strahlkraft braucht sie einen Partner, der ihr intellektuell gewachsen ist. Wenn das nicht der Fall ist, kann sie ihm das Leben schwer machen. Wichtiger als eine innige Verbindung ist der Zwillinge-Frau das Verlangen nach Wissen, Erfahrung, Anregungen. Das ist auch stärker als ihr Bedürfnis nach Sicherheit.

Eine Zwillinge-Frau würde sich nie als die Frau hinter einem erfolgreichen Mann verstehen. Und so ein sehr romantisches Wesen, das man mit Blumensträußen besänftigen kann, ist sie auch nicht. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, möchte sie darüber reden. Aber Zwillinge wissen auch, dass man etwas sehr schnell zerreden kann. Obwohl sie so begabt sind, mit Sprache umzugehen, achten sie darauf, dass Konfliktsituationen nicht endlos durchgekaut werden.

Die Zwillinge-Frau sagt ganz klar, was sie möchte. Trotzdem ist sie auch anpassungsbereit. Zwillinge sind keineswegs stur. Wenn der Partner zum Beispiel sagt: "Ich möchte jetzt diesen Film sehen, hat sie damit kein Problem". Aber sie ist keineswegs bereit, bis zur Unkenntlichkeit hinter ihrem Partner zu verschwinden.

Natürlich sind Zwillinge-Frauen auch gute Mütter, aber bestimmt keine Muttertiere. Eine Zwillinge-Frau schafft es, später die Freundin der Kinder zu sein. Sie würde auch nie zu den Kindern sagen, mach dies oder das. Stattdessen gibt sie ihnen Raum, um sich auszuprobieren, sagt nicht "Ab ins Bett", sondern: "Du willst abends nicht ins Bett, okay, Du wirst schon sehen, wie Du Dich damit fühlst."

BRIGITTE.de: Was machen Zwillinge in ihrer Freizeit am liebsten?

Roswitha Broszath: Zwillinge lieben Sport in jeder Form: Akrobatik, Handball, Laufen, Tennis oder Tischtennis. Radfahren mögen sie auch, gern in ausgefalleneren Varianten wie Rhönradfahren oder Einradfahren.

Zwillinge suchen die Herausforderung, fahren mit dem Motorrad durch die Rocky Mountains, mit dem Fahrrad durch das französische Zentralmassiv oder mit dem Jeep durch die Wüste Namibias. Sie haben eine beneidenswerte Verwegenheit und das Vertrauen, das schon alles gut gehen wird. Über Verletzungen denken sie gar nicht nach. Sie machen etwa auch Freeclimbing, was ja sehr viel Mut erfordert.

Bewegung ist für Zwillinge unheimlich wichtig, um sich gut zu fühlen, und zwar sowohl geistige als auch körperliche Bewegung. In einer Beziehung muss dieser Bewegungsdrang auch Raum haben. Eine verheiratete Zwillinge-Frau wird es sich nicht nehmen lassen, weiterhin allein mit ihren Freundinnen auszugehen oder wegzufahren. Sie ist nicht fixiert auf ihren Partner. Für Zwillinge ist Freundschaft fast wesentlicher als Liebe.

BRIGITTE.de: Steckt da ein Motto der Zwillinge drin?

Roswitha Broszath: Ihr Motto ist eher: "Ich erfahre die Welt durch Denken und Forschen". Da zu Zwillingen die Sprache gehört, können sie auch viel mit einer Weisheit aus dem Hinduismus anfangen, die lautet: "Nichts ist so wichtig, wie behutsam mit Sprache umzugehen, weil Sprache das Leben und die Zukunft formt."

BRIGITTE.de: Wie steht's denn um die Gesundheit der sportbegeisterten Zwillinge?

Roswitha Broszath: Zu Zwillinge gehören die Hände, die Arme und das Atmungssystem, also Lunge und Bronchialtrakt, und dort haben sie auch ihre Empfindlichkeiten. Für Zwillinge ist es wichtig, kleinere Erkrankungen auch wirklich gut auszukurieren, sonst wird aus der verschleppten Bronchitis schnell eine Lungenentzündung.

Das Nervensystem gehört ebenfalls zu Zwillinge. Sie leben so hochtourig, dass sie aufpassen müssen, ihr Nervensystem nicht so sehr zu strapazieren. Und Zwillinge müssen auf ihre Atmung achten, darauf, zwischendurch mal innezuhalten und tief durchzuatmen.

Bei Zwillingen kommen häufig Rippenfellentzündungen und Asthma vor, ausgelöst durch Allergien, zu denen Zwillinge besonders neigen, aber auch durch verdrängte Konflikte.

Zwillinge können auch heftige Depressionen haben, meistens biopolarer Art. Das heißt, sie schwanken zwischen Manie und schwarzer Verzweiflung, worin sich wieder das Wechselhafte der Zwillinge zeigt.

Der Bewegungsdrang der Zwillinge macht das Behandeln von Krankheiten oft schwer, weil sich die Zwillinge nicht richtig schonen. Um keine Sport-Entzugserscheinungen zu bekommen, stehen sie zu schnell wieder auf und riskieren dann einen Rückfall. Mit ihrer Gesundheit gehen Zwillinge also nicht immer so freundlich um.

BRIGITTE.de: Und mit ihrem Geld?

Roswitha Broszath: Zwillinge sind ganz sicher nicht geizig. Wenn jemand am Besitz hängt, sowohl dem geistigen als auch dem materiellen, finden sie das geradezu armselig. Zwillinge verleihen Geld an Freunde, ohne jeden Tag zu fragen, wann sie den Betrag zurückbekommen. Sie feiern auch gern schöne Feste und gucken dabei nicht auf den Euro. Zwillinge wissen ganz genau, dass das Festhalten von Besitz nichts Gutes bringt.

Interview: Katharina Wantoch

Wer hier schreibt:

Kommentare (25)

Kommentare (25)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    ich kann dem so nicht zustimmen. Im Sternzeichen Zwilling wird doch nicht nur jemand geboren, der junge, studierende Eltern hat. Die Geburt unter den jeweiligen Sternzeichen entsteht (noch) spontan. Und die Eigenschaften machen dann aus, wie jeder Mensch sein Leben meistert und welche Einstellung er dazu hat. Und auch das ist nicht nur ausschließlich sternzeichenabhängig. Da sollten noch viele andere Einflüsse berücksichtigt werden.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    So - jetzt wisst ihr alle Bescheid _ obwohl ich gar nichts von Astrologie halte
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Wow, wirklich sehr treffend. Bis auf die Kindheit stimmt bei mir alles überein: Partnerschaft, Beruf, Gefühle, Freundschaften, Sexualität, Gesundheit, bipolare Art... Ich bin absolut begeistert und entsetzt zu gleich so viele treffende Beschreibungen über mich zu lesen. Bisher habe ich auf Horoskope / Sternzeichendeutung wenig gegeben, aber jetzt muss ich das wohl revidieren. Ich dachte immer Charakter, Verhaltensweisen etc. kommen allein von Genen und Erziehung, aber die Sterne scheinen das doch gewaltig mitzubeeinflussen :)) Vielen Dank Frau Broszath.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe "Zwillings-Krebs",

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Sonne steht eindeutig im "Zwilling". Aber natürlich sagt das nicht alles über Ihre Persönlichkeit aus. Bei Ihnen lohnt sich ein Blick in das gesamte Geburtshoroskop. Astrologinnen wie Roswitha Broszath können Ihnen Ihre Fragen genauer beantworten. Vielleicht lassen Sie sich einmal von Ihr beraten - das können wir Ihnen nur empfehlen.



    Herzliche Grüße,

    Ihr BRIGITTE.de-Team
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich weis nicht genau was für ein Sternzeichen ich bin.

    Ich wurd am 21.06. 1961 irgendwann in der Mittagszeit geboren. Wurde also am letzten Tag im Zwilling gebohren.

    Ich habe aber schon für mich selbst herausgefunden das ich auch sehr viele Eigenschaften habe, die nicht dem Zwilling, sondern dem Krebs entsprechen.

    Deshalb sage ich oft im Scherz ich bin ein Zwillings-Krebs.

    Doch ich würde zu gern wissen was ich nun wirklich bin.

Bild Montagsnl

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