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Sternzeichen Widder: Spontan und leidenschaftlich

Der Widder will immer mit dem Kopf durch die Wand. Was Widder sonst noch wollen oder nicht wollen, erzählt BRIGITTE-Astrologin Roswitha Broszath im Interview über das Sternzeichen.

Test: Bin ich ein typischer Widder?

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Roswitha Broszath

Roswitha Broszath

BRIGITTE.de: Mit dem Widder beginnt ja bekanntlich der Frühling.

Roswitha Broszath: Der Frühlingsanfang hat etwas Verheißungsvolles, und mit dieser verheißungsvollen Energie ist auch der Widder ausgestattet. Er ist ein frisches, junges, ursprüngliches Zeichen - spontan, impulsiv, leidenschaftlich, feurig. Oft handelt der Widder und denkt dann erst nach. Widder können Entscheidungen, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen, aus dem Moment heraus treffen und liegen damit häufig richtig. Die Spontaneität der Widder hat etwas sehr Anziehendes. Widder sind arglos, können fast naiv sein, weil sie immer das Beste vom anderen erwarten und selbst überhaupt nicht auf Ränke oder Intrigen gepolt sind.

Zum Widder gehört als weibliches Bild die Jungfrau von Orléans, die tapfer ist, kämpft, sich ihren eigenen Weg sucht und für ihre Überzeugungen bis zum Äußersten geht. Bei den Männern ist es Siegfried, der Drachentöter. Er konnte nur zu Fall gebracht werden, weil man seine einzige verwundbare Stelle verraten hat. So ist es bei Widdern auch: Sie können nur durch Verrat scheitern.

BRIGITTE.de: Was hat es mit dem Symbol Widder auf sich?

Roswitha Broszath: Die Bezeichnung Widder ist über den Tierkreis zustande gekommen. Das Sternbild Widder gleicht einem liegenden Widder, der den Kopf nach hinten wendet. Ganz majestätisch thront er dort und guckt, ob die anderen elf Tierkreiszeichen ihm folgen. Und so sind Widder auch. Sie sind Führungspersönlichkeiten und strahlen den Führungsanspruch auch aus. Interessanterweise gleicht das astrologische Symbol des Widders ganz deutlich den Widder-Hörnern, aber auch der Augenbrauen-Form, besonders, wenn sie über der Nase zusammengewachsen sind, sehr schön zu sehen bei Frida Kahlo. Oft erkennt man Widder-betonte Menschen schon an dieser Augenbrauen-Form. Frida Kahlo etwa hatte den Aszendenten Widder.

Obwohl Widder ein junges Zeichen ist, ist es in der spirituellen Astrologie ein sehr hochentwickeltes Zeichen. Es gehört zum so genannten ersten Strahl, der für Wille und Macht steht. Widder haben den Auftrag, auf diesem Planeten Verantwortung zu übernehmen, zu leiten, zu führen, Entscheidungen zu treffen, die ihnen zum Teil auch eine starke innere Kraft abverlangen.

Sehr viele Politiker sind Widder. Joschka Fischer, Gerhard Schröder und Richard von Weizsäcker zum Beispiel. Es gibt viele prominente Widder, weil sie sich gern darstellen und nicht so scheu sind wie etwa Fische. Ein Widder prescht nach vorn. Es geht ihm in diesem Leben darum, sich zu suchen - über Experimente, Abenteuer und pionierhaftes Verhalten.

Widder haben eine sehr starke Persönlichkeit. Sie kommt zum Beispiel in den Basta-Entscheidungen von Gerhard Schröder zum Ausdruck. Bei Joschka Fischer sehen wir dann gleichzeitig auch den Schatten des Widders, die Selbstherrlichkeit.

Meist ist es so, dass in der Zeit, in der Widder führen, auch tatsächlich Dinge vorangebracht werden. Widder agieren. Sie sind immer in Aktion, ruhelos, kämpferisch, dabei allerdings auch konkurrenzorientiert, aber nicht im bösartigen Sinne.

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  • Interview: Katharina Wantoch