Astrologie
Sternzeichen Widder: Spontan und leidenschaftlich

BRIGITTE.de: Und die künstlerischen Berufe?

Roswitha Broszath: Viele Schauspieler sind Widder. Typische Vertreter, weil ein bisschen aufbegehrend und darauf bedacht, auch in Beziehungen ihre Eigenständigkeit zu bewahren, sind Heiner Lauterbach, Warren Beatty oder Marlon Brando. Auch Klaus Löwitsch war ein typischer Widder. Er hat keine Blessur gescheut, ist keinem Konflikt ausgewichen, ganz Widder-like wollte er immer mit dem Kopf durch die Wand.

Bei den Schauspielerinnen sind typische Widder-Frauen Esther Schweins, Sarah Jessica Parker, Simone Thomalla und Claudia Cardinale.

Unter den Widdern sind auch viele Musiker, was mit dem Rhythmusgefühl der Widder zu tun hat. Herbert Grönemeyer, Elton John und Mariah Carey gehören zum Beispiel dazu. Bei Mariah Carey zeigt sich der unbedingte Wille zum Erfolg, den Widder haben. Barbra Streisand, die zwar eigentlich Stier ist, aber auch Widder-Anteile in sich trägt, hat mal gesagt: Sie wollte singen und sie wollte das hohe C treffen, und wenn sie etwas will, dann kriegt sie das auch. Das "Ich will" ist so ein typischer Widder-Satz.

BRIGITTE.de: Ist das auch das Widder-Motto?

Roswitha Broszath: Ja, aber mehr noch: "Ich bin der Meister meines Schicksals, der Kapitän meiner Seele". Widder haben die Vorstellung, dass sie ihr Leben selbst gestalten können und völlig unabhängig sind. Aber ein Widder muss lernen, sich auch mal führen zu lassen, und zwar vom Schicksal. Sonst kann es ihm passieren, dass er sich in seinem Leben wundläuft und wundarbeitet, dass er immer wieder von vorn anfangen und Umwege machen muss. Wenn sich etwas besonders schwer gestaltet, sollte man das auch mal als Signal verstehen, dass eventuell woanders eine viel bessere Alternative wartet, statt immer weiter stur den eigenen Weg zu verfolgen und mit dem Stur-Kopf gegen die immergleiche Wand zu rennen.

BRIGITTE.de: Mit seinem Führungsanspruch ist der Widder vermutlich eher Chef als Angestellter.

Roswitha Broszath: Der Widder ist häufig in gestaltenden Funktionen zu finden. Ihm ist es wichtig, etwas aufzubauen und nicht auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln. Und wenn das eine Projekt fertig ist, zieht er weiter zum nächsten. Karrierebesessen ist der Widder nicht unbedingt, aber erfolgsorientiert, schon allein, weil er mit Niederlagen nicht gut fertig werden kann und deshalb auch gleich wieder neu startet.

Wenn ein Widder im Beruf mit jemandem zusammenarbeitet, kann es sein, dass der andere mehr davon profitiert als er selbst - weil er der Initiator und Ideenlieferant ist und sich nicht ständig fragt: Was kommt dabei raus? Was bekomme ich jetzt?

BRIGITTE.de: Wie ist der Widder in der Beziehung?

Roswitha Broszath: Durch seine Eigenständigkeit und Impulsivität ist der Widder bestimmt kein pflegeleichter Partner. Auch in Beziehungen ist er darauf bedacht, ein Individuum zu bleiben. Es wird immer gesagt, Widder gingen schnell auf andere zu, nach dem Motto: "Zu dir oder zu mir?" Das stimmt überhaupt nicht. Widder sind keine derben, unkomplizierten Typen. Sie sind eher verhalten, weil sie ihre Freiheit nicht aufgeben wollen. Zum Widder gehört die Jagd, die Verfolgung des Objektes seiner Begierde. Er wird sich um jemanden bemühen, der schwer zu erreichen ist, aber nicht auf eine plumpe Art, sondern mit viel Einfallsreichtum. Und weil Widder immer jung bleiben, egal, wie alt sie sind, hört die Jagd auch nie auf.

Beziehung macht dem Widder dann Spaß, wenn nichts zur Gewohnheit wird, wenn man sich um den anderen ein bisschen bemühen muss. Wer mit einem Widder zusammen ist, sollte dafür sorgen, dass er sich seiner Sache nicht zu sicher ist. Sonst wird der Widder schon das nächste schwer zu erobernde Wild anvisieren. Er ist zwar auf der einen Seite der geborene Romantiker, der sich viel einfallen lässt, um den anderen zu bezirzen, aber die Sehnsucht und die Jagd sind für ihn spannender als die Erfüllung.

  • Interview: Katharina Wantoch
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