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Sternzeichen Zwillinge: Die rasenden Reporter

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BRIGITTE.de: Zwillinge sind in journalistischen Berufen zuhause, wie wir schon gehört haben. Wo noch?

Roswitha Broszath: Es gibt noch viele andere Berufsfelder für Zwillinge. Sie sind zum Beispiel oft als Hochschullehrer oder Forscher tätig. Außerdem sind sie gut, wenn es darum geht, auf kleinem Gebiet sehr präzise zu arbeiten. Handchirurg, Zahntechniker oder Zahnarzt sind deshalb typische Zwillinge-Berufe. Auch Mechaniker, Meteorologe oder Mathematiker.

Ihr Talent, Fremdsprachen zu erlernen, führt Zwillinge in Berufe wie Übersetzer oder Sprachwissenschafter. Ihre Eloquenz prädestiniert sie für den Anwaltsberuf, aber auch für die Werbung. Im dritten Haus, das den Zwillingen zugeordnet ist, finden wir zum einen die Printmedien, aber auch die Werbung. In künstlerischen Berufen sind Zwillinge ebenfalls richtig gut - ob als Plakatmaler, Illustratoren oder Cartoonisten.

Zwillinge sind auch gute Moderatoren. Vor allem als Nachrichtensprecher sind sie geeignet, weil sie es schaffen, Informationen zu vermitteln, ohne ihre Emotionen einfließen zu lassen.

BRIGITTE.de: Zieht es Zwillinge im Beruf ganz nach oben?

Roswitha Broszath: Einen pathologischen Ehrgeiz haben Zwillinge nicht. Unter Einsatz der Ellenbogen einsam an die Spitze streben, das würde ein Zwilling nie machen. Dann nimmt er lieber andere mit und geht mit ihnen gemeinsam nach oben. Zwillinge sind keine verbissenen Arbeiter, können aber fleißig sein, wenn sie etwas tun, was ihnen richtig Spaß macht. Sie sind geistig extrem rege und sehr neugierig und deshalb immer darauf bedacht, sich weiterzuentwickeln und in neue Felder vorzustoßen. Was sie machen, machen sie richtig gut und haben dabei manchmal geradezu etwas Geniales.

BRIGITTE.de: Und das teilen sie gern mit anderen?

Roswitha Broszath: Zwillinge sind sehr teamfähig, weil sie durch die Anpassungszwänge in der Kindheit oft dazu gebracht werden, sich schon im ersten Team, der Familie, einzufügen. In der Kindheit sind Zwillinge häufig der kleine Sonnenschein, der Entertainer, der dafür sorgt, dass die Familie guter Stimmung ist. Oft sind sie der Coach der Mutter und sorgen dafür, dass sich die Mutter bei ihnen entlasten kann. Eine Rolle, die das Zwillinge-Kind durchaus überfordern kann, was man ihm aber nie anmerken würde. Zwillinge würden nie zeigen, dass es ihnen nicht gut geht, sie würden es vielleicht nicht mal vor sich selbst zugeben, weil sie immer rationalisieren und sich sagen: "Meine Eltern sind wunderbar, und wenn sie mehr Zeit hätten, würden sie noch mehr für mich tun".

Die Kontaktfreudigkeit der Zwillinge ist meist auch schon im Elternhaus begründet. Sehr häufig haben die Eltern einen großen Freundeskreis, pflegen manchmal auch so etwas wie ein offenes Haus, wo jeder hinkommen kann, um sich auszutauschen. Zwillinge-Kinder brauchen unbedingt viel Kontakt mit anderen Kindern, weil sie sich über die Kommunikation selbst spüren lernen. Dass Zwillinge so kopfgesteuert sind, rührt auch daher, dass sie in der Kindheit oft durch mehrere Bezugspersonen versorgt werden, weil die Mutter schnell wieder in den Beruf zurückkehrt und dann die Großmutter oder andere Personen für das Kind sorgen. Dadurch fangen Zwillinge sehr früh an, sich mit ihrem Intellekt nach außen in der Welt vorzutasten und sich abzugrenzen. Das kann sie sehr vom Gefühl entfernen. Zwillinge müssen lernen, eine Brücke zwischen Herz und Verstand, Gefühl und Intellekt zu schlagen.

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  • Interview: Katharina Wantoch