Geld

Immer Ärger mit dem Geld - was tun?

Das Konto gähnend leer. Die Freundin zahlt die geliehenen 2000 Euro nicht zurück. Und mit dem Freund gibt's Stress, weil der im Restaurant so knausert: 21 Fragen und Antworten zum Ärger mit dem Geld im Alltag.

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1. Ich verdiene eigentlich nicht schlecht, trotzdem habe ich am Ende des Monats nichts mehr übrig. Wieso reicht mein Geld nie?

Das kennen viele: Egal wie viel Geld hereinkommt, am Ende des Monats ist es wieder weg. Offensichtlich steigen mit dem Kontostand auch die Bedürfnisse. Weil Dinge, von denen wir gestern nur geträumt haben, Markenklamotten, Reisen, Designermöbel, plötzlich in greifbare Nähe rücken. Problematisch wird es, wenn die Bilanz gar nicht mehr stimmt. Wenn trotz eines guten Einkommens die Altersvorsorge auf der Strecke bleibt und eine erwartbare Steuernachzahlung in die Pleite führt, wenn also Überfluss in Überschuldung umschlägt. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, was einem Geld bedeutet und warum das so ist. Ob Sie ein Sparfuchs oder Genussmensch sind, lässt sich nur bedingt ändern. Eigene Schwächen zu kennen, kann aber helfen, das Budget unter Kontrolle zu halten.

2. Wir wurden zu Hause eher knapp gehalten. Bin ich deshalb allergisch auf Geiz?

Wahrscheinlich, die Familie prägt unseren Umgang mit Geld. Entweder nimmt man sich die Eltern zum Vorbild oder man handelt genau konträr zu ihnen. In jedem Fall trägt man ein Erbe mit sich herum. Darüber nachzudenken lohnt sich in der Regel sehr.

3. Seit einiger Zeit sind meine Eltern finanziell in der Klemme, und ich unterstütze sie. Bin ich dazu eigentlich verpflichtet?

Ihre Eltern haben Ihre gesamte Kindheit und Jugend über für Sie gesorgt - aber natürlich nicht mit dem Ziel, dass Sie diese Investition irgendwann "zurückzahlen". Vielmehr sollen Sie als Erwachsene Ihrerseits einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Das nennt man Generationenvertrag. Ob Sie Ihre Eltern direkt mit Geld unterstützen, ist also einerseits eine Frage der persönlichen Verhältnisse und der Beziehung, die Sie zu Ihren Eltern haben. Andererseits können Sie, wenn es hart auf hart kommt, als Angehörige tatsächlich auch offiziell zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden. Dafür gibt es aber Grenzen: Wenn Ihre Eltern bedürftig und über 65 sind, werden Sie nur zur Kasse gebeten, wenn Ihr jährliches Grundeinkommen über 100 000 Euro liegt.

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  • Text: Merle Wuttke
    Illustration: Silja Götz
    Ein Artikel aus BRIGITTE Balance 6/10
Letzte Kommentare
  • hsm
    am 19.01.11 um 14:18
    Also wer ueberhaupt erst in der Lage ist, anderen Tausende zu leihen, dem kann es doch soooo schlecht gar nicht gehen im Leben. Daher haelt sich mein Mitleid bei diesem "Problem" ziemlich in Grenzen.
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