Tipps: Besser spenden

Weihnachten möchten viele Menschen eine kleinere oder größere Summe für mildtätige Zwecke geben. Hier finden Sie gute Adressen und Tipps zum Online-Spenden - plus Steuertipps zum neuen Spendenrecht, mit denen Sie Geld sparen können.

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In diesem Artikel:

Gutes tun, nicht nur an sich selbst oder die liebe Familie denken: In der Weihnachtszeit hat das Spenden Hochsaison. Doch wen unterstützen? Im Internet gibt es zahlreiche Portale und immer mehr kleine Initiativen, über die man nur schwer einen Überblick gewinnt.

Die erste Regel lautet: "Halten Sie sich an die seriösen Organisationen, und konzentrieren Sie sich auf eine bis maximal drei Spenden, anstatt Kleckerbeträge an eine größere Zahl gemeinnütziger Organisationen zu leiten", sagt Burkhard Wilke, Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das Institut prüft deutsche Spendenorganisationen auf Herz und Nieren und kann über rund 2100 Organisationen Auskunft geben.
Eine weitere Empfehlung des Spendenfachmanns: Zwischen Kauf und Spende zu trennen. So gibt es im Netz kommerzielle Aktionen oder Portale, die einen bestimmten Festbetrag pro Einkauf oder einen Prozentsatz der vom Kunden ausgegebenen Summe wohltätigen Zwecken widmen. Dieses Verfahren sei aber nicht ausreichend transparent, bemängelt Burkhard Wilke. Wer eine CD kauft, von deren Erlös ein Euro gespendet wird, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er in erster Linie den Verkäufer unterstützt, und nicht - wie bei einer direkten Spende - die Hilfsempfänger.

Spendenportale: Viele kommerzielle Anbieter

Online zu spenden, ist bequem und geht schnell. Sie sollten aber genau darauf achten, über welches Portal Sie Ihre Spende abwickeln, denn in der Branche tummeln sich Anbieter, die an der Hilfsbereitschaft der Internetnutzer kräftig mitverdienen wollen.

Wer beispielsweise bei Google.de nach dem Stichwort "Spenden" sucht, erhält als zwei der obersten Treffer www.spenden.de und www.spenden.net. Beide Portale wirken auf den ersten Blick seriös, Spenden.de bezeichnet sich selbst als "das deutsche Spendenportal". Dahinter verbirgt sich aber ein kommerzielles Angebot, ebenso wie hinter Spenden.net. Das heißt: Jede Hilfsorganisation, die über Spenden.de eine Geldzuwendung erhält, muss dafür eine Gebühr an das Portal bezahlen - zwischen 2,50 Euro und fünf Euro, egal wie niedrig der Spendenbetrag ist. Spenden.de verdient aber nicht nur an diesen Gebühren, sondern auch am Interesse der Spendenwilligen: Jeweils 40 Cent muss die begünstigte Hilfsorganisation bezahlen, wenn ein Nutzer auf einen weiterführenden Link klickt. Gemeinnützige Spendenportale erheben keine Gebühren.

Vermeiden Sie es also, sich bei diesen beiden Portalen über Hilfsorganisationen zu informieren und dort Spenden abzuwickeln. Die gute Suchmaschinen-Platzierung von Spenden.de und Spenden.net dürfte vor allem auf geschicktem Marketing beruhen.

Bei den folgenden drei Spendenportalen können Sie sicher sein, dass eine uneigennützige Organisation dahintersteckt. Sie werden vom DZI empfohlen:

www.helpdirect.org
Dieses Portal wurde von einem gemeinnützigen, ehrenamtlich organisierten Verein ins Leben gerufen. Die Idee: Spendenwilligen einen umfassenden Überblick über Spendenmöglichkeiten und die dahinter stehenden Organisationen zu ermöglichen. Helpdirect ist vor allem auf Geld- und Sachspenden spezialisiert. Die Hilfsorganisationen müssen keine Gebühren für die Dienstleistungen rund um die Spendenüberweisung entrichten. Spendenwillige können für thematisch getrennte Pools spenden, zum Beispiel "Unterstützung von Kindern" oder "Armut + Hunger".

www.spendenportal.de
Das Portal versteht sich als "Datenbank für den guten Zweck". Hier können Sie Geld-, Sach- oder auch Zeitspenden für Projekte und Organisationen in Deutschland anbieten und sich ausführlich über die einzelnen Projekte und Träger informieren. Auch hier fallen keine Bearbeitungsgebühren für die Dienstleistungen des Portals an.

www.gutetat.de
Gutetat.de will in erster Linie kleinere Hilfsprojekte unterstützen, die durch private Initiative entstanden sind. Das Portal finanziert sich über ein eigenes Stiftungsvermögen sowie durch Spenden. Vermittelt werden Sachhilfen und ehrenamtliche Hilfe.

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  • Text: Wiebke Peters
    Foto: Rahel Dinkel
Letzte Kommentare
  • StefanKlarner
    am 15.07.09 um 00:46
    Eine richtige Recherche hat offensichtlich auch gar nicht stattgefunden, sonst hätte Ihre Redakteurin bemerken müssen, dass man über Spenden.net gar keine Spenden abwickeln kann. Auch die links zu den Hilfsorganisationen sind übrigens nichtkommerziell: Auch daran verdienen wir keinen Cent!

    Es ist sehr schmerzhaft, dass mit einer solchen, rein auf Mutmaßungen basierenden, schlicht falschen Recherche die jahrelange uneigennützige Arbeit derer so sehr entwürdigt wird, die an diesem Projekt mitarbeiten:

    Spenden.net war sehr früh und über sehr viele Jahre hinweg das einzige Spendenportal im Netz. Daher kommt die gute Platzierung und nicht von fälschlicherweise vermuteten "geschickten Marketingmaßnahmen".

    Liebe Chefredakteurin, lassen Sie Spenden.net doch Gerechtigkeit wiederfahren und korrigieren Sie diese nicht fairen, falschen Behauptungen!

    Herzlichen Dank.

    Stefan Klarner
    spenden.net
    Klarner Medien GmbH - Fernsehen für Baden-Württemberg
    14.07.2009

  • StefanKlarner
    am 15.07.09 um 00:44
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich möchte Sie nochmals darauf hinweisen, dass spenden.net keinen einzigen cent an seiner Arbeit verdient oder einnimmt: spenden.net verlangt weder von den dort präsentierten Hilfsorganisationen, noch von den Nutzern irgendwelche Gebühren, Provisionen oder Gelder.
    Es gibt auch heute noch Unternehmer, die sich völlig uneigennützig und ohne Gewinnerzielungsabsicht bei solchen Projekten engagieren. Nur der Sache wegen. Auch wenn es der Redakteurin offensichtlich schwer fällt, dies zu verstehen und zu akzeptieren.
    Ich bringe den Redakteuren, Volontären und Praktikanten meiner 10 TV-Sender immer bei: „Bevor Ihr über jemanden etwas Negatives schreibt oder sendet, holt mindestens dessen Stellungnahme ein.“ Auch dies ist hier leider unterblieben.

    Durch die Erwähnung von Spenden.net in Zusammenhang mit den Ausführungen über Spenden.de wird letztlich der falsche Eindruck erweckt, auch spenden.net wolle "kräftig mitverdienen".

    Eine richti

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