Fehler im Arbeitszeugnis

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In diesem Artikel:

Beispiele aus der Studie: Zeugnisformulierungen für schlechte Leistungen

  • Sie war als Außendienstmitarbeiter bei den Kunden schnell beliebt.
    (= Sie besitzt keine Verhandlungsstärke und machte rasch zu große Zugeständnisse, z.B. in Form von großzügigen Rabatten)
  • Er bearbeitete seine Aufgaben ordnungsgemäß.
    (= Er erfüllte nur die Mindestanforderungen, zeigte keine Initiative)
  • Sie hat alle Aufgaben in ihrem und im Firmeninteresse gelöst.
    (= Sie hat den Arbeitgeber bestohlen)
  • Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war ohne jeden Tadel.
    (= Es war aber auch nicht lobenswert)
  • Ihr Verhalten gegenüber Kollegen war vorbildlich.
    (= Nicht aber gegenüber Vorgesetzten)
  • Besonders hervorzuheben ist, dass er stets ehrlich und pünktlich war.
    (= Aber außer diesen Selbstverständlichkeiten leistete er nichts Erwähnenswertes)
  • Wir hatten ihn sehr geschätzt. Umso mehr bedauern wir, dass wir das Arbeitsverhältnis zum 'KRUMMES DATUM' beenden müssen.
    (= Inzwischen schätzen wir ihn nicht mehr; Vertrauensbruch, fristlose Kündigung)
  • Er nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um sein Fachwissen zu erweitern.
    (= Er hat seinen Arbeitsplatz zur Fortbildung unnötig oft verlassen. Nicht jede sich bietende Gelegenheit ist auch sinnvoll.)
  • Sie scheidet aus, um in einem anderen Unternehmen eine höherwertige Aufgabe zu übernehmen.
    (= die wir ihr nicht zutrauten)
  • Wir wünschen ihr alles Gute, insbesondere auch Erfolg.
    (= den sie bei uns nicht hatte)

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  • Artikel vom 10.01.2005
  • Interview: Wiebke Peters
    Foto: privat
BRIGITTE im ABO