So überwinden Sie Frust im Job

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BRIGITTE.de: Das Phänomen, dass Berufstätige sich alle paar Jahre einen neuen Job suchen, ist noch relativ neu. Warum ist das Goldene Firmenjubiläum heute aus der Mode gekommen?

Kitz/Tusch: Einerseits waren früher die Erwartungen niedriger. Der Job war ein Austausch Arbeit gegen Geld. Auch in der Beziehung hat man damals die Dinge pragmatischer gesehen: In der älteren Generation gibt es noch Leute, die seit 30 Jahren verheiratet sind. Das ist für viele heute schwer vorstellbar. Auf der anderen Seite gab es früher noch kein Internet, keine Plattformen wie Xing, bei denen man ständig schaut, was die anderen so machen, und dadurch das Gefühl bekommt, man verpasst etwas. Hinzu kommen Ratgeber, die den Jobwechsel geradezu propagieren - als bewusste Entscheidung, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich selbst zu verwirklichen. Wir meinen, da ist Rückbesinnung angesagt.

BRIGITTE.de: Wenn der Frust überhand nimmt - sollte man darüber reden?

Kitz/Tusch: Über Unzufriedenheit zu sprechen ist immer gut, aber man muss aufpassen, dass man sich nicht in Rage redet. Gerade weil es vielen Leuten so geht, schaukelt man sich gegenseitig leicht hoch. Wir versuchen, den Lesern mitzugeben: Behalten Sie einen nüchternen Blick! Wenn man sich mit Freundinnen über Job-Frust unterhält und die Dinge nüchtern sieht, wird einem bald das Licht aufgehen: Wenn alle über ähnliche Probleme klagen, dann kann es nicht sein, dass wir alle nur mal kurz den Chef, die Kolleginnen und die Büros tauschen müssen und alles wird gut. Dann kann das nicht alles nur an meinem Job liegen.

BRIGITTE.de: Gibt es auch professionelle Hilfe?

Kitz/Tusch: Wir meinen, es gibt genügend Karriereratgeber und Coaches auf der Welt, die uns zeigen wollen, wie wir erfolgreicher im Job werden. Aber es gibt kaum Ratgeber und Seminare dazu, wie wir zufriedener werden. Dabei ist das doch viel wichtiger.

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Volker Kitz / Manuel Tusch
www.kitz-tusch.com
Das Frustjobkillerbuch -
Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten

Campus Verlag 2008
19,90 Euro

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  • Artikel vom 14.08.2008
  • Interview: Swantje Wallbraun
    Foto: mauritius images; Mareike Foecking
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