Stellensuche: Weißt du nicht noch jemanden?

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5. Zugreifen, auch wenn's nicht der Traumjob ist

Wird Ihnen nach einem informellen Bewerbungsgespräch eine Stelle angeboten, nehmen Sie die! Möglicherweise hatten Sie sich etwas anderes erhofft, aber Ihrem Traum sind Sie trotzdem schon ein Stück näher gekommen. Denn es gibt keinen geheimeren Stellenmarkt als einen festen Job: Ihre Kontaktkartei wird ständig größer, ganz automatisch. Sie sind jetzt keine Einzelkämpferin mehr, die ihre Kontakte selbst machen muss. Zumindest nicht in erster Linie. Jetzt werden Sie kontaktiert. Und darüber hinaus können Sie alle Verbindungen nutzen, die Ihre Firma zu bieten hat.

6. Neue Aufgaben wagen

Wenn Sie schon im Job sind, sich aber gern verändern möchten, dann machen Sie was draus: Niemand kennt Sie besser als Ihre Vorgesetzten, und niemand kennt den Job besser als Sie. Trotzdem sind interne Bewerbungen ziemlich selten. Vermutlich aus Angst vor Indiskretion und Ablehnung. "Wenn die in meiner Abteilung spitzkriegen, dass ich diesen Job wollte und nicht bekommen habe, brauche ich mich da auch nicht mehr blicken zu lassen." Verständlich. Aber: Wer sich auf dem geheimen Stellenmarkt durchsetzen will, muss auch über diese Klippe gehen. Horchen Sie genau in sich hinein: "Will ich diesen Job wirklich? Was wird sein, wenn ich ihn nicht bekomme? Bin ich bereit, daraus die Konsequenzen zu ziehen?" Wenn ja, dann könnte das heißen:

7. Lieber gehen als auf der Stelle treten

Konjunkturflaute, Börsen-Crash, Insolvenz-Lawine - in solchen Zeiten zur Kündigung zu raten ist eigentlich ein wenig absurd. Tatsache bleibt aber: Wer richtig gut ist, über ausreichend Kontakte verfügt (siehe oben) und mit einer internen Bewerbung nicht weiterkommt, sollte zumindest mal über eine Kündigung nachdenken. Wenn es denn die Lebensumstände erlauben... Den entscheidenden Trick auf dem geheimen Stellenmarkt kennen Sie inzwischen: sich anbieten, ohne sich aufzudrängen. Und wer kündigt, beweist Souveränität und Glauben an die eigene Stärke. Das macht attraktiv. Zumal Sie für neue Projekte eher selten angesprochen werden, wenn Sie fest angestellt sind. Denn in solchen Fällen muss es oft schnell gehen. Ohne lange Kündigungsfristen.

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  • Artikel vom 11.03.2003
  • Mark Kuntz
BRIGITTE im ABO