Mobbing am Arbeitsplatz: Eine Frau wehrt sich
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Sie sehen einen massiven Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Klaus Michael Alenfelder spricht von einem längst überfälligen Präzedenzfall: "Es gibt in Deutschland immer noch viele Frauen, die aus ihrem Job gedrängt werden, sobald sie schwanger sind. Aber sie wagen es nicht zu klagen." Die Anwälte fordern 500 000 Euro für die Klägerin. Darin sind Schmerzensgeld und Schadensersatz für die (auch künftigen) Einkommensverluste enthalten.
R+V gibt dazu keine Auskunft. Die Presseabteilung teilt lediglich mit: "Hier wurde niemand diskriminiert. Wir bitten um Verständnis, dass wir im laufenden Verfahren dem Gerichtstermin nicht vorgreifen wollen." Alenfelder geht von einem zähen, langen Rechtsstreit aus: "So ein Unternehmen versucht das einfach auszusitzen."
Sule Eisele hat bisher viel Solidarität erfahren, sie zeigt einen Stapel Briefe, der bei ihr auf dem Küchentisch liegt: "Man ahnt gar nicht, wie viele Frauen etwas Ähnliches durchmachen." Und immer, wenn sie nachts mal wieder schlecht schläft, sagt sie sich wie ein Mantra: "Wenn ich das nicht durchziehe - wer dann?"
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