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Wohnung
Bleibt noch die Wohnung. Versuchen Sie, für die Zeit Ihres Sabbatjahres einen Untermieter zu finden. Mit der Mitwohnzentrale (Ortsvorwahl/19430) lässt sich das relativ unkompliziert regeln, zumal sie für die Vermieterin kostenlos aktiv wird. Wohnung oder Haus gehören Ihnen? Dann müssen Sie nicht Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten, wenn Sie die Wohnung weitervermieten wollen. Theoretisch könnte er Ihnen die Genehmigung verweigern, die Untervermietung ist nämlich nicht gesetzlich geregelt. Sobald Sie aber ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen können, wie berufliche Fort- oder Weiterbildung, haben Sie gewonnen. Auf alle Fälle aber müssen Untermieter beim Vermieter angemeldet werden. Anderenfalls kann der Ihnen die Wohnung fristlos kündigen.
Sehr wichtig ist auf jeden Fall ein wasserdichter Vertrag, in dem alle Nebenabreden aufgeführt sind. Dabei hilft Ihnen die Mitwohnzentrale. Auch wenn Sie nicht da sind, zahlt Ihre Hausratversicherung für Schäden durch Sturm oder Brand, Leitungswasser oder Diebstahl. Schäden, die der Untermieter selbst verschuldet hat, muss seine Haftpflichtversicherung zahlen. Überzeugen Sie sich deshalb davon, dass eine solche Versicherung besteht!
Übrigens stellt die Mitwohnzentrale in Deutschland über ihre Partner im Ring Europäischer Mitwohnzentralen auch Kontakte zu Organisationen in zehn anderen europäischen Ländern her. Damit können Sie sich die Suche nach einer geeigneten Bleibe für Ihr Sabbatjahr im Ausland erheblich erleichtern.
Nicht vergessen!
- Geldverkehr
Fein raus ist, wer online mit der Bank verbunden ist und alle Transaktionen über das Internet abwickeln kann. Wenn Sie kein Computerfan sind, hilft nur die klassische Methode: ausreichend Überweisungsformulare einstecken und den Kundenberater darum bitten, die Kontoauszüge an Ihre neue Adresse zu schicken. Das klappt bei Banken - im Unterschied zur Post - auch für ein ganzes Jahr, kostet aber ebenfalls Gebühren: 61 Cent nimmt etwa die Vereins- und Westbank pro Sendung zusätzlich zum Porto. - Fragen Sie Ihren Arzt!
Ein Jahr fern Ihrem Hausarzt - ein Gesundheitscheck zuvor sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Auffrischung zum Beispiel des Tetanus- oder Polio-Impfschutzes. Sie nehmen regelmäßig Medikamente? Denken Sie daran, einen Jahresvorrat einzupacken oder mit Ihrem Arzt über den regelmäßigen Nachschub zu sprechen. - Überquellende Briefkästen
Die Post ist ein echtes Problem, wenn mehr als sechs Monate überbrückt werden müssen. Der Umzugsservice (www.post.de) bietet zwar an, Briefe auch ins Ausland nachzuschicken (gegen Gebühr), aber eben nur für ein halbes Jahr. Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge werden übrigens nicht weitergeleitet, Pakete gehen sofort an den Absender zurück. - Steuern sparen!
Steuerlich ist es zum Beispiel sinnvoll, das Sabbatjahr nicht von Januar bis Januar zu legen, sondern von Juli bis Juli. Steuern werden immer auf das ganze Jahr berechnet und sind entsprechend niedriger, wenn jeweils nur ein halbes Jahreseinkommen angesetzt wird. Sie wollen eventuell im Ausland arbeiten? Fragen Sie in jedem Fall vor der Abreise Ihren Steuerberater! Klären Sie, in welchem Land welche Steuern anfallen und wie Doppelbesteuerungen vermieden werden können.













