CeBIT 2013
Shareconomy: Teilen statt besitzen
Wir wollen und müssen nicht mehr alles besitzen, wenn wir auch teilen können. "Shareconomy" wird dieser Gedanke genannt, unter dem auch die Informationsmesse CeBIT 2013 steht. Neue Portale und Dienstleistungen im Internet machen das Teilen noch einfacher.
"Shareconomy": Gemeinschaftlicher Konsum statt Besitzdenken
Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Besitztümer als Statussymbole waren gestern. Immer mehr Menschen entdecken heute, dass man viele Dinge einfach und besser teilen kann. "Shareconomy" (zusammengesetzt aus "share" für teilen und "economy" für Wirtschaft) wird diese Idee genannt, also eine Wirtschaft des Teilens, die auch mehr Nachhaltigkeit ermöglichen soll. Anstatt uns also Dinge wie Bücher, Kleidung und Werkzeug zu kaufen, können wir mit wildfremden Menschen über das Internet alles bis hin zu Autos, Lebensmitteln und Übernachtungsmöglichkeiten teilen oder tauschen. Einige dieser Angebote stellen wir Ihnen auf den nächsten Seiten vor.
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Airbnb: Wohnung statt Hotel
Keine Lust auf ein teures, anonymes Hotel? Dann gucken Sie vor Ihrer nächsten Reise vielleicht bei www.airbnb.de vorbei. Dort bieten Menschen in über 190 Ländern ihre Wohnungen und Zimmer für Reisende an. Die angebotenen Unterkünfte liegen oft deutlich unter dem Preis, den Sie für ein Hotelzimmer bezahlen würden.
Couchsurfing: Sofa statt Hotel
Eine weitere Seite, die Reisenden seit Jahren Übernachtungsmöglichkeiten weltweit bietet, ist www.couchsurfing.org. Dort können Sie Schlafplätze auf der ganzen Welt suchen, die andere Menschen Reisenden kostenfrei zur Verfügung stellen. Wer sich über Besuch freut und gern neue Menschen kennenlernt, kann sein Sofa ebenfalls für Reiselustige zur Verfügung stellen.
Barterquest: Ich tausch mir was
Bücher, Dienstleistungen, Sportgeräte, Klamotten - die Liste der Tauschangebote auf www.barterquest.com ist lang. Plattformen für "bartering" (engl. für "Tauschgeschäft") gibt es mittlerweile auch in Deutschland...
Leih dir was: Mieten und bieten
Auf www.leihdirwas.de können Sie die verschiedensten Dinge gegen eine Gebühr zum Leihen anbieten. Von der Bohrmaschine bis zum Darth Vader-Kostüm ist alles dabei.
Why own it: Leihen statt kaufen
Ein ähnliches Angebot ist www.whyown.it, das man sich in Form einer App aufs Smartphone holen kann.
Bookcrossing: Ich leih' mir ein Buch
Seiten wie www.bookcrossing.com funktionieren ähnlich wie die gute alte Bibliothek. Der Unterschied: Es gibt nicht eine Bibliothek, die vielen Menschen Bücher und Medien zur Verfügung stellt, sondern viele Menschen, die vielen anderen Menschen ihre Büchersammlung zum Leihen anbieten.
Booklending: Leih mir dein E-Book!
Und weil es mittlerweile nicht mehr nur gedruckte Bücher gibt, gibt es auch eine Tauschplattform wie www.booklending.com für E-Books.
Car2go: Smarter Autoverleih
Wer in einer Großstadt wohnt, kennt das Problem: verstopfte Straßen, kaum Parkplätze und ausreichend öffentliche Verkrehsmittel, um von A nach B zu kommen. Wenn doch mal ein Auto gebraucht wurde, musste man bisher entweder auf einen Autoverleih zurückgreifen oder bei Freunden und Bekannten anfragen. Seit einigen Jahren gibt es den Service von www.car2go.com in Deutschland. Der Autohersteller Daimler bietet in Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf blau-weiße Smarts an, die man sich nach einmaliger Registrierung für 29 Cent pro Minute leihen kann. Übers Inertnet oder eine App kann man sich die nächstgelegenen Autos anzeigen und für 30 Minuten reservieren lassen. In Berlin sind bereits rund 1.200 Leihsmarts unterwegs.
Cambio-Carsharing: Wir können auch groß
Wem ein Smart zu klein ist, hat z.B. bei www.cambio-carsharing.de die Möglichkeit Stadtflitzer, Vans oder auch Kombis zu mieten. Das Leihprinzip funktioniert ähnlich.
Dein Bus: Bus statt Bahn
In Deutschland gibt es seit Anfang des Jahres keine Beschränkungen für Fernbuslinien mehr. Wer also lieber Bus statt Bahn fährt, kann z.B. bei www.deinbus.de nach passenden Strecken suchen und meist noch ein bisschen Geld sparen.
Foodsharing: Schenk mir deine Lebensmittel!
Lebensmittel sollen wieder wertgeschätzt werden und nicht einfach in den Müll wandern. Das ist die Idee hinter "Foodsharing". Denn jährlich wandert, so die Schätzung der Ernährungsorganisation FAO, ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion im Müll, also mehr als 1,3 Milliarden Tonnen. In Deutschland sind es laut Buchautor und Filmemacher Valentin Thurn ("Taste the Waste") rund 20 Millionen Tonnen. Auf der Plattform http://foodsharing.de sollen Menschen ihre Lebensmittel einstellen können, bevor sie sie wegwerfen. Wer interessiert ist, kann Kontakt aufnehmen und sich die Produkte abholen. So sollen weniger Nahrungsmittel in der Tonne landen als bisher.
Kleiderei: Ich leih' mir meine Klamotten
Wenn Menschen Bücher und Autos leihen, warum dann nicht auch Kleidung? Das dachten sich zumindest die beiden Studentinnen Pola Fendel und Thekla Wilkening und eröffneten im November 2012 die "Kleiderei" in Hamburg. Dort kann man sich für eine monatliche Gebühr von 14 Euro zwei Kleidungsstücke pro Woche ausleihen. Nach sieben Tagen müssen sie dann gereinigt wieder zurückgebracht werden. Mehr Infos auf http://kleiderei.tumblr.com.
Kleiderkreisel: Rock gegen Hose
Was Second-Hand-Läden in der Stadt sind, ist www.kleiderkreisel.de im Internet. Dort können Sie gebrauchte Klamotten und Accessoires zum Kauf oder Tausch anbieten. Inzwischen nutzen über 400.000 Menschen das Angebot von Kleiderkreisel.
SharedEarth: Anbaufläche gegen Ernte
Das Projekt "SharedEarth" bringt Landbesitzer und Hobbygärtner in den USA zusammen. Über www.sharedearth.com können Besitzer von brachliegenden Flächen Gärtner suchen und Hobbygärtner Menschen, die ihnen ihre Landfläche zur Verfügung stellen. Von dem Geschäft profitieren beide Seiten: Der Landbesitzer erhält als Bezahlung einen Teil der Ernte, der Hobbygärtner muss für die Fläche nichts bezahlen.
Skillshare: Ich zeig' dir was
Wer sagt, dass wir nur Gegenstände tauschen können? Teilen funktioniert auch mit Dienstleistungen und Wissen. Über www.skillshare.com können Interessierte ihr Wissen mit Menschen in der ganzen Welt teilen. In Online-Kursen können Sie anderen zeigen, wie z.B. Erdbeer-Marmelade gemacht wird oder selbst Grundlagen im Webdesign erwerben. Finden sich genug Menschen in einer Stadt oder Region zusammen, besteht auch die Möglichkeit, Kurse offline stattfinden zu lassen.

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am um
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Ricardo
am 14.04.13 um 14:06
Party-Accessoires, Werkzeuge und Dachboxen kann man in Hamburg mieten bei der Firma www.lieber-leihen.de
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Sandra
am 05.03.13 um 11:00
Oft geht es auch gar nicht nur um Materielle Güter. Manchmal sind es auch einfach nur Erfahrungen oder Freizeitaktivitäten die geteilt werden können. Wie zum Beispiel bei www.uolala.com/de . Die gibts aber erst demnächst in D.
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Katharina
am 04.03.13 um 16:32
Was auch sehr nett ist, ist www.mylittlebigswap.de. Dort kann man hochwertige Kinderkleidung und Spielsachen tauschen, ohne dass es Arbeit macht, da die sich um alles kümmern.
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Chris
am 04.03.13 um 11:49
Toll fand ich auch die nur kurz benötigte, oft teure, Babyausstattung zu leihen. So stell ich mir Nachhaltigkeit vor. Gibts zum Beispiel bei www.mamathek.de oder wenns etwas mehr sein darf in der www.lifethek.de
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Janis
am 02.03.13 um 10:02
Ergänzen sollte man hier noch www.friendsurance.de - durch Online-Vernetzung mit anderen Versicherten lassen sich hier bis zu 50% Versicherungsbeiträge sparen.
mehr (5)Eine Riesenauswahl aus allen möglichen Bereichen!